Bamkraxler

Bamkraxler? Was ist das? Ein so genannter Bamkraxler ist auf gut wienerisch jemand, der auf einen Bam (Baum) kraxelt (klettert). Dies scheint an sich noch nichts besonderes zu sein – auf dem Hernalser Kalvarienbergmarkt im 17. Wiener Gemeindebezirk jedoch ist dieser Bamkraxler die Attraktion und gilt sogleich als das Wahrzeichen des Marktes.

Alle Jahre wieder zur Fastenzeit wird der Bamkraxler auf diesem seit über 350 Jahren bestehenden Markt als beliebtes Kinderspielzeug verkauft. Bamkraxler sind kleine Männchen mit Glöckchen, die an langen metallenen Stäbchen ganz langsam nach unten zuckeln. Früher gab es auch Bamkraxler, die nach oben klettern konnten. Einen solchen kann man noch im Hernalser Bezirksmuseum bewundern. Heutzutage werden solche Bamkraxler nicht mehr erzeugt, sie wären schlichtweg zu kostenintensiv. Aber auch der Bamkraxler kraxelt mit der Zeit. Wurde er in seinen Anfängen noch aus Holz hergestellt, war auch er ab den 1950er Jahren, so, wie so vieles andere Spielzeug auch, aus Plastik. Die Besinnung auf die Natur jedoch und der bewusste Umgang mit Rohstoffen, sorgte dafür, dass am Beginn der 1990er Jahre der hölzerne Bamkraxler eine Renaissance feierte.

Das traditionelle Kalvarienberg-KipferlZur Geschichte
Die Geschichte des Bamkraxlers beginnt zur Zeit Jesu Christi vor 2000 Jahren. Das Lukas-Evangelium überlieferte, wie Jesus nach Jericho kam und durch die Stadt ging. Viele Menschen liefen zusammen, um jenen Jesus zu sehen, der quasi in aller Munde war. Auch Zachäus, ein wohlhabender Oberzöllner, der in der Stadt lebte, wollte einen Blick auf Jesus werfen. Aber leider war er viel zu klein und die zahlreichen Menschen versperrten ihm die Sicht. Doch der kleine Mann war auch schlau genug und wusste sich selbst zu helfen. Er lief voraus und kletterte ein Stück weiter vorne flink auf eine dort stehende Palme, um Jesus besser sehen zu können. Als nun Jesus bei der Palme ankam, blickte er zu Zachäus empor und meine zu ihm: „Zachäus, steig schnell herab, denn ich muss bis morgen in Deinem Haus bleiben.“ Angetan und freudig überrascht kletterte Zachäus rasch die Palme herunter und nahm Jesus wie selbstverständlich in seinem Haus auf. Die Gastfreundschaft war früher, und ist es in dieser Gegend bis heute noch, immer etwas ganz Besonderes.

Kirche am KalvarienbergDiese Geschichte hat den kleinen Zachäus als Bamkraxler berühmt und unsterblich gemacht. Früher wurden auch Darstellungen mit Zachäus dargeboten, wie er andächtig auf der Palme sitzt. Heute erinnert an die Geschichte des Bamkraxlers jedoch nur mehr das Spielzeug, das es alle Jahre wieder zur Fastenzeit am Kalvarienbergmarkt in Wien-Hernals zu kaufen gibt.

Jede Menge Programm für Groß und Klein

Verkaufsstände mit österlichem Warenangebot:
Holzschnitzereien, Spitzenimkerei, Kunstschmuck und Kunsthandwerk, Blumengestecke, Osterdekoration, sowie zahlreiche Erfrischungen und Labungsstände.

Staunende Kinder-AugenBühnenprogramm:

„Buxi der Zauberhase“ ab 15 Uhr – immer dienstags;

Puppentheater (unterstützt vom Kulturverein Liebenswertes Hernals) – stets jeden Mittwoch ab 15 Uhr;

Kasperl ab 15 Uhr – jeden Donnerstag;

Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen im Pfarrheim statt.

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Was: Kalvarienbergmarkt 2013

Wann: ab jetzt bis 1. April 2013, täglich von 10 bis 18 Uhr

Wo: Sankt Bartholomäusplatz, 1170 Wien

 

www.kalvarienberg.at

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