Hosiner, Gorgon_Foto GEPAAnpfiff zur 40. Saison der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile 2013/14 und dem frisch gebackenen Österreichischen Fußball-Champion, dem FK Austria Wien, wurde gleich die Ehre zuteil, den Auftakt vor heimischer Kulisse bestreiten zu dürfen. Im Zuge der offiziellen Saisoneröffnungsfeier intonierte vor der Auftakt-Begegnung die Sporanistin Elisabeth Pratscher die Österreichische Bundeshymne lautstark und a capella. Im Anschluss daran wurden Heinz Lindner (Torhüter der Saison 2012/13) und Philipp Hosiner (Torschützenkönig & !!! Spieler der Saison 2012/13) durch Bundesliga-Präsident Ing. Hans Rinner: „Möge die 40. Bundesliga-Saison beginnen.“, Bundesliga-Vorstand Georg Pangl und Mag. Thomas Mayer (Vice President Brand Communication / T-Mobile Austria) ausgezeichnet und geehrt. Und um Punkt 16.30 Uhr startete am 20. Juli 2013 vor 9.255 Besuchern in der Wiener Generali-Arena, angepfiffen vom steirischen Schiedsrichter Alexander Harkam, die neue Spielzeit.

Dynamisch und agil agierte Issiaka Ouedraogo (Admira/Wacker, links) gegen James Holland. Foto: GEPA
Dynamisch und agil agierte Issiaka Ouedraogo (Admira/Wacker, links) gegen James Holland. Foto: GEPA

Und – da war noch etwas: Anton „Toni“ Polster, violette Legende und einstmaliger Austria-Top-Scorer vom Dienst – in 286 Spielen traf er für seine Wiener Austria sage und schreibe 245mal ins Schwarze, kehrte als Feldherr der Gast-Mannschaft an die alte Wirkungsstätte zurück. In der Sommerpause löste er Dietmar Kühbauer als Trainer der Südstädter ab und alle warteten nun gespannt darauf, wie sein Oberhaus-Debüt auf der Trainerbank wohl nun ausfallen würde. Und er kam nicht – er erschien: Blaues Kurzarm-Hemd, dunkle Hose, schwarze Schuhe, weißes Haar, mit dem für ihn so typischen und sympathischen Strahler-Grinsen auf den Lippen ausgestattet. Den Toni muss man einfach gern haben – das dachte sich auch der Austria-Anhang, der ihn lautstark begrüßte.

Zum Spiel:

Die Austria hatte Anstoß und eröffnete und wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, hätte Philipp Hosiner bereits nach drei Minuten die violette Führung erzielt, er verzettelte sich jedoch und verstolperte im Südstädter-Strafraum. In der 6. Minute die erste gute Aktion der Gäste: Rene Schicker knallt darauf los, Bernhard Schachner fälscht ab und der Ball streift neben das FAK-Gehäuse. In der 8. Minute ballert Markus Suttner los, sein Weitschuss geht jedoch neben das Admira-Tor. Nach elf Minuten überdribbelt Alexander Gorgon im Gäste-16er Stephan Auer, Admira-Keeper Patrick Tischler verhindert schlimmeres. In der 13. Spielminute wird einer von 4 (: 5) Austria-Eckbällen der erste Hälfte vorgetragen: Manuel Ortlechner köpft an die Latte, der Tomas Jun-Nachkopfball wird abgewehrt und ein rascher Konter eingeleitet. Issiaka Ouedraogo schießt, Lindner wehrt kurz ab, den Stefan Schwab-Nachschuss pariert Heinz Lindner. Die Austria trägt nach 19 Minuten einen sehenswerten Spielzug über Alexander Grünwald, Gorgon und Hosiner vor, Jun drischt vor dem Tor jedoch auch neben den Ball. Violetter Gegentor-Alarm in Minute 30: Ein Querpass von Ouedraogo rollt zwischen Lindner und Emir Dilaver hindurch beinahe ins Austria-Heiligtum. Und 10 Minuten später ist nach einer violetten Ecke erneut Philipp Hosiner da, jedoch auch er haut neben den Ball. Der pünktliche Halbzeitpfiff des Schiedsrichters ließ eine momentane Pattstellung erkennen, gepaart mit der Erkenntnis, dass sich der Meister an diesem Nachmittag noch gehörig wird anstrengen müssen, um den ersten Sieg am 1. Spieltag auch tatsächlich einzufahren.

Ich bin wieder hier, in meinem Revier ..." Ein ganzes Stadion applaudierte dem Trainer der Gast-Mannschaft nach Spielschluss. Toni Polster genoss sichtlich die Ovationen um seine Person. Foto: GEPA
Ich bin wieder hier, in meinem Revier …“ Ein ganzes Stadion applaudierte dem Trainer der Gast-Mannschaft nach Spielschluss. Toni Polster genoss sichtlich die Ovationen um seine Person. Foto: GEPA

In der zweiten Spielhälfte war es Admira/Wacker, die durch Schachner in der 55. Minute neuerlich gefährlich wurden, sein guter Schuss ging knapp daneben. Nach einer guten Stunde schwappte ein Raunen durch die Arena: Grünwald marschiert einsam und allein auf Tischler zu, dieser wehrt jedoch gekonnt in den Corner (2 : 2 in der zweiten Halbzeit) ab. Aus eben diesem kommt Grünwald neuerlich zum Schuss … und verzieht. In der 68. Minute eine ähnliche Situation – allerdings von der anderen Seite. Hosiner sprintet allen auf und davon in Richtung Admira-Gehäuse, vertendelt sich jedoch am 16-Meter-Eck. Wiederum fünf Minuten später schlenzt der für James Holland eingewechselte Marko Stankovic geschickt auf Tomas Jun, der jedoch detto vergibt. Als der Unmut im Stadion ob der zahlreich vergebenen Austria-Möglichkeiten immer lauter wurde, sorgte urplötzlich Philipp Hosiner für kollektiven Jubel: Er erhält ein gutes Zuspiel aus der Hintermannschaft, komplett über die Admira-Abwehr hinweg, läuft noch ein paar Schritte mit dem Ball und überhebt in sehenswerter Manier Patrik Tischler. Endlich! – so dachten sich wohl viele in der Generali-Arena. Admira/Wacker machte nun noch mehr auf und eröffnete den Heimischen dadurch weitere Möglichkeiten. Nach 85 Minuten scheiterte Gorgon ebenfalls mutterseelenallein vor Tischler. Der Tiroler Florian Mader hatte nach 89 Minuten mit einem Freistoß-Treffer an die Latte Pech, ehe doch noch das alles entscheidende und erlösende 2 : 0 fiel. In der vierminütigen Nachspielzeit trifft Stankovic aus einem Strafstoß zum Endstand.

Markus Suttner als "Akrobat schööön". Foto: GEPA
Markus Suttner als „Akrobat schööön“. Foto: GEPA

Austria-Torhüter Heinz Lindner hielt demnach in seinem 100. Bundesliga-Spiel sein Gehäuse rein und die Austria verbuchte diesmal um 2.000 Besucher mehr, als noch vor sieben Jahren anlässlich der damaligen Saison-Eröffnung als regierender Meister gegen den GAK (0 : 0). Für Toni Polster ging das Oberhaus-Trainer-Debüt zwar verloren, seine Mannschaft bewies allerdings Steher-Qualitäten und bot raschen und auch sehenswerten Angriffs-Fußball. Die Niederlage schmerzte zwar, doch der kollegiale Jubel der Austria-Familie nach Spielschluss gegenüber dem ehemaligen FAK-Goaleador sollte ihn darüber hinwegtrösten. Ja, das Publikum spendete ihm sogar standing ovations, was ihn sehr gerührt vom Rasen abgehen ließ. Man wird in diesem Jahr von Admira/Wacker samt Neo-Trainer Polster noch jede Menge vernehmen und auch die Austria ist bei weitem noch nicht am spielerischen Zenit angelangt. Die berühmte Luft nach oben ist spürbar vorhanden.

www.fk-austria.at

www.admirawacker.at

Zur Statistik:

Gesamtbilanz: 227 Spiele / 130 Siege / 30 Unentschieden / 67 Niederlagen – Torverhältniss: 538 : 339
Heimbilanz: 114 Spiele / 74 Siege / 11 Unentschieden / 28 Niederlagen – Torverhältniss: 291 : 158
Erstes Spiel gegeneinander: 28. 9. 1919 (4 : 2)
Höchster Sieg: 9 : 0 (27. 9. 1947)
Höchster Heimsieg: 9 : 1 (7. 10. 1945)
Höchste Niederlage:  2: 9 (8. 6. 1947)
Höchste Heimniederlage: 0 : 7 (28. 4.1935 / 30. 11. 1941)

Stimmen zum Spiel:

Anton Polster, Admira/Wacker-Coach: „Ich kann mit der Mannschaftsleistung nur zufrieden sein. Wir hatten unsere Möglichkeiten, die wir leider nicht verwerteten. Einmal schnappte die Abseitsfalle nicht zu und da passierte das 1 : 0. Aber ich freue mich auf die weitere Aufgabe und bedanke mich auch gleichzeitig beim Austria-Anhang für den überaus netten und freundlichen Empfang.“

Nenad Bjelica, Austria-Trainer: „Vor der Pause war die Admira spritziger als wir. In der Pause sagte ich den Jungs, dass wir Geduld haben müssen. Wir stehen, was die Frische betrifft, derzeit bei zirka 70 Prozent. Erst, als die Mannschaft über die Müdigkeit drüber ging, wurde es besser.“

Markus Suttner, Austria-Abwehr: „Auch vor einem Jahr unter Trainer Peter Stöger waren die ersten Spiele nicht einfach. Das darf man alles nicht überbewerten. Aufgrund der zweiten Spielhälfte war unser Sieg jedoch verdient.“

www.bundesliga.at

www.gepa-pictures.com

Weitere Fotos vom Spiel:

www.austria80.com/Fotos201314MS01AdmiraH.htm

www.oe-news.at/index.php?21072013-heimsieg-der-austria-bei-meisterschaftsstart

 

 

 

 

 

 

 

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