FUSSBALL - BL, Admira vs A.WienAllen Unkenrufen zum Trotz kann die Wiener Austria, nach zuletzt lediglich drei eingeheimsten Punkten aus vier Bundesliga-Begegnungen, doch noch gewinnen. Der Gegner aus der Südstadt in Maria Enzersdorf kam gerade zur rechten Zeit, steckt doch Admira/Wacker selbst inmitten im Abstiegskampf. In eben diesem schwächte man sich am letzten Spieltag selbst, da man nicht nur das Match in Wiener Neustadt mit 0 : 3 sang- und klanglos verlor, sondern auch Stamm-Torhüter Jürgen Macho aufgrund einer Roten Karte wegen Tätlichkeit. Für ihn stand am Sonntag-Nachmittag nun Patrick Tischler im Gehäuse, der, es sei gleich vorweg genommen, eine tadellose Partie gespielt hatte.

Bildtext: Volle Tribünen und gute Stimmung herrschte im Bundesstadion Südstadt, nunmehrige Trenkwalder-Arena. Foto: GEPA

Admira/Wacker´s Christoph Schösswendtner (links) hatte mit Philipp Hosiner (Austria) oftmals seine liebe Not. Foto: GEPA
Admira/Wacker´s Christoph Schösswendtner (links) hatte mit Philipp Hosiner (Austria) oftmals seine liebe Not. Foto: GEPA

Ein strahlend blauer Himmel über dem Süden Wiens, garniert mit herrlichen Frühlings-Temperaturen, ließen 7.655 Besucher, darunter mehr als die Hälfte im Lager der Austria stehend, in die Südstadt pilgern. Man durfte gespannt sein, was den Akteuren wohl diesmal einfallen würde, passierte doch beim letzten Aufeinandertreffen am gleichen Ort am 27. Oktober 2012 ein denkwürdiges und geschichtsträchtiges 4 : 6 (Halbzeit 3 : 2).

Die Bundesliga-Begegnung als Abschluss der 31. Runde begann mit einer Trauerminute. Niederösterreichs Alt-Landeshauptmann Dr. Siegfried Ludwig war im 87. Lebensjahr verstorben und in seiner 26jährigen Präsidentschaft von Admira/Wacker manövrierte er den Verein geschickt durch so manches Wellental. In eben diesem befindet man sich zum aktuellen Zeitpunkt erneut, denn die Südstädter, die aus gegebenem Anlass mit einem Trauerflor agierten, fanden über die gesamten 90 Minuten gegen den Gast aus Favoriten kein probates Mittel, um zum Erfolg zu gelangen. Veilchen-Keeper Heinz Lindner verlebte einen ruhigen Sonntag-Nachmittag, dem nur noch Kaffee und Kuchen zur absoluten gemütlichen Vollkommenheit gefehlt hatte.

Admira/Wacker steckt inmitten des Abstiegsstrudels. Die Mannschaft wirkte zwar bemüht, jedoch sehr verunsichert. Das Spiel avancierte zur violetten Einbahnstraße in Richtung eingangs erwähnten Patrick Tischler, der seine Sache jedoch mit Bravour meistern konnte. Er hatte seine Hände überall und verhinderte stets aufs Neue einen Rückstand seiner Farben. Die besten Chancen von Alexander Grünwald, in der 14. Minute, und Top-Torjäger Philipp Hosiner in der 29. Minute vereitelte er. Gegen einen Ball war jedoch auch er machtlos und dies bedeutete das 0 : 1 in der 32. Spielminute. Markus Suttner flankt von links und die Hereingabe köpfelt Florian Mader (sein zweites Saisontor, beide mit dem Kopf) zur Pausenführung für die Veilchen ein.

Akrobat schön! FAK-Kapitän Manuel Ortlechner bejubelt seine Bundesliga-Treffer auf seine für ihn so typische Art und Weise. Foto: GEPA
Akrobat schön! FAK-Kapitän Manuel Ortlechner bejubelt seine Bundesliga-Treffer auf seine für ihn so typische Art und Weise. Foto: GEPA

Während der Halbzeit-Pause macht sich lautstarkes Rumoren auf den Rängen breit. Der Grund – die Nummer 9 bei den Gästen: Nacer Barazite, der violette Publikumsliebling von 2011, nach einem Kurz-Gastspiel beim AS Monaco seit Jänner 2013 wieder auf der FAK-Gehaltsliste stehend, ist nach anfänglichen Kniegelenks-Beschwerden wieder voll fit und wärmte sich auf. Lautstarke „Barazite“-Choräle wurden vermehrt intoniert. Aber er kam noch nicht. Zuvor tat die Austria dort weiter, wo man vor dem Halbzeit-Pfiff aufgehört hatte – rollende Angriffe auf des Gegners Kasten laufen zu lassen. Stets darum bemüht, seinen 28. Bundesliga-Volltreffer zu landen, agierte der umtriebige Hosiner, dennoch scheint für ihn im Moment das Tor der Gegner wie vernagelt zu sein. Aus einer dieser Situationen des Nicht-Tor-Abschlusses Hosiners resultierte das 0 : 2. Nach einem Eckball über Tomas Jun landete eine Flanke von links bei Philipp Hosiner, der von rechts aus spitzem Winkel sofort abzieht, die Hereingabe vor den Füssen von Manuel Ortlechner landet, und der Kapitän sich diese Chance auf sein ebenfalls zweites Saisontor nicht entgegen lässt. Gespielt waren bis dahin 57 Minuten, die Partie war entschieden. Alexander Gorgon in der 63. und 73. Minute, sowie abermals Hosiner in der 79. Minute ließen weitere gute Tormöglichkeiten aus, denn Teufelskerl Tischler hatte seine Polypenarme einfach überall. In den letzten acht Minuten kam auch noch Barazite zu seinem Einsatz, zuvor ersetzte Marko Stankovic Grünwald (73. Minute) und Tomas Simkovic Jun (62. Minute). Auch Admira/Wacker-Trainer Dietmar Kühbauer wechselte emsig, jedoch weder Daniel Lucas Segovia (40. Minute für Lukas Thürauer), noch Patrick Seeger (69. Minute für Thorsten Schick), und Patrik Jezek in der 79. Minute für Tito machten das sprichwörtliche Kraut fett.

Veilchen-Feldherr Peter Stöger bemängelte die Chancenauswertung seiner Burschen. Dennoch war er zufrieden und sah den Sieg als wichtigen Schritt in Richtung Titel für die Austria an. Foto: GEPA
Veilchen-Feldherr Peter Stöger bemängelte die Chancenauswertung seiner Burschen. Dennoch war er zufrieden und sah den Sieg als wichtigen Schritt in Richtung Titel für die Austria an. Foto: GEPA

Die Austria konnte somit nach vier sieglosen Partien wieder einen vollen Erfolg landen, hat als Tabellenführer nach wie vor sechs Punkte Vorsprung auf den Verfolger aus Salzburg bei nun nur mehr noch fünf ausstehenden Spieltagen. Admira/Wacker rittert als Vorletzter mit Wiener Neustadt, Wacker Innsbruck und dem SV Mattersburg um den Verbleib in der Liga, wobei am letzten Spieltag die Begegnung im Burgenland steigen wird. Der Klassenerhalt sollte jedoch, und das nicht nur im Gedenken an den langjährigen Präsidenten Siegfried Ludwig, doch zu schaffen sein.

Weitere Fakten zum Spiel: Die 7.655 Zuschauer sorgten für das meistbesuchte Heimspiel der Südstädter während der gesamten Spielzeit. Der Austria gelangen in dieser Saison gegen Admira/Wacker in allen vier Begegnungen ebenso viele Erfolge, Tordifferenz 13 : 4. Admira/Wacker gab in der ersten Halbzeit keinen, nach Seitenwechsel acht Torschüsse ab.

Gesamtbilanz: 226 Spiele / 67 Siege / 30 Unentschieden / 129 Niederlagen – Tordifferenz: 339 : 536
Heimbilanz: 113 Spiele / 39 Siege / 19 Unentschieden / 55 Niederlagen – Tordifferenz: 181 : 247
1. Spiel gegeneinander:  28. September 1919 (2 : 4)
Höchster Heimsieg: 9 : 2 (8. Juni 1947)
Höchste Heimniederlage: 0 : 9 (27. September 1947)

www.admirawacker.at

www.bundesliga.at

 

Fotos zum Spiel:

www.austria80.com/Fotos201213MS31AdmiraA.htm

 

 

 

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