Die österreichische Bundeshauptstadt Wien ist als Wohnraum gefragter denn je! Mit dem eigentümlichen Charme und dem breiten Angebot an Kultur und Sehenswürdigkeiten zieht die Metropole immer neue Bewohner an. Mit 1,93 Millionen Einwohnern wächst die Stadt stetig weiter, was wiederum die Frage nach geeignetem Wohnraum aufwirft. Platz hat die Stadt genug, doch wer kann die immer teurer werden „Vier Wände“ noch bezahlen?

Der Wiener Wohnungsmarkt ist heiß umkämpft. Das Leben in der Stadt ist besonders im 1. Bezirk / Innere Stadt in der Nähe der Hofburg begehrt oder in einer der Appartements mit Blick auf die Donau. Wer es sich leisten kann, der wohnt direkt in der City um den Schwedenplatz und den Stephansdom, die zudem mit zahlreichen Restaurants, Boutiquen und Sehenswürdigkeiten einlädt. Doch so schön die Vorstellung auch ist, umso härter ist die Realität.

Die steigenden Preise sorgen dafür, dass Wohneigentum zum raren Luxusgut wird. In einer Wohnbaustudie von 2021 gaben knapp 40 Prozent der Mieter an, dass der Wunsch nach Wohnungseigentum besteht. Allerdings sind die Preise in den letzten Jahren dermaßen extrem gestiegen, dass ein Kauf fast unmöglich erscheint.

Exklusive Lage

Die exklusive Lage in der Wiener City scheint besonders den Fokus auf eine Klientel gelegt zu haben. Großverdiener, Unternehmer und Prominente geben sich im 1. Bezirk die Klinke in die Hand. Zwar erreicht Wien nicht annähernd die Promidichte wie New York, die mit einem Prozentsatz von 4,8 die Spitze der internationalen Städte anführt, wie Sportwettenanbieter Betway ermittelte, doch die Auswirkungen auf die Preislage ist spürbar. Auch London und Paris zählen zu den Promi-Städten. Beide sind mit ihren überdurchschnittlich hohen Mieten bei den Schauspielern und Sängern sehr gefragt. Überraschenderweise sind Städte wie Philadelphia (Platz 4) und Atlanta (Platz 14) nur relativ gefragt bei den Stars, was sich aber nicht in die Miethöhe überträgt wie in New York oder London. Beide amerikanischen Städte stechen durch unterdurchschnittliche Mieten, aber überdurchschnittliche Star-Population aus der Studie hervor. Die Reichen und Schönen der Wiener Oberschicht können jedoch Kaufwerte, welche sich mit denen von London und Paris vergleichen lassen, fraglos auf den Tisch legen. Für Otto-Normal-Verbraucher jedoch eine Summe, die utopisch erscheint.

Aber nicht nur der Kauf wird zu einem Wunsch, der in weite Ferne rückt. Die steigenden Mieten verlangen den Mietern viel ab. Im April sollen Richtwert- und Kategoriemieten erneut für Kostenanstiege sorgen. Somit würde eine Altbauwohnung mit 80 Quadratmetern mit Mehrkosten von 360 Euro rechnen müssen. Verbände und Vereine möchten diese Entwicklung stoppen und setzen sich mit zahlreichen Forderungen an die Politik durch. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Immobilienblase platzt?

Die Gefahr, dass sich weltweit die Immobilienblase an einem kritischen Punkt bewegt, wird immer deutlicher. Auch in Deutschland steigen die Bauzinsen, Immobilien werden teurer und die beschleunigte Wachstumsphase des Marktes droht aus der Bahn geworfen zu werden. Teilweise reden Experten davon, dass eine Überteuerung von 40 Prozent bei Immobilienbewertungen keine Seltenheit ist. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 30 Prozent.

Auch Wien muss sich vor dieser Entwicklung in Acht nehmen. Während im Stadtkern die Altbauten zu hohen Preisen den Besitzer wechseln, entstehen im Speckgürtel der Stadt neue Wohnsiedlungen, die viel Geld im Bau verschlingen und entsprechend teuer in die Vermietung gehen. Ein Kreislauf, der durchbrochen werden muss.

Wohnen für alle: Das Recht auf bezahlbaren Wohnraum rückt in den Hintergrund und wird in Zukunft verstärkt ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Diskussion sein. Neue Optionen und Alternativen müssen entwickelt werden, um die Mietpreise auf ein moderates Level zu drücken. Ebenfalls sollten Feldversuche mit Tiny Houses oder Containerwohnungen in den Fokus gerückt werden. Die Möglichkeiten für einen Wandel sind da und müssten nur genutzt werden.

Fotos: © Pixabay

Grafik: © Betway

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