Und wieder einmal den Zug verpasst? Halb so schlimm, denn bis 2034 wird massiv in den nachhaltigen Bahnverkehr der Bundeshauptstadt Wien und der Ostregion investiert. Die “Digitalisierte S-Bahn“ wird dann künftig im U-Bahn Takt unterwegs sein. Foto: © Pixabay

Die Ostregion wächst und ist österreichweit die Region mit den höchsten Fahrgastzuwächsen. Die ÖBB und ihre Partner:innen wollen den Umstieg auf die umweltfreundliche Bahn mit einem attraktiven Nahverkehrsangebot noch leichter machen – für die Wiener:innen und die Pendler:innen in der Ostregion. Reisende profitieren in Zukunft von einem dichteren Takt, neuen Haltstellen und durch die „Digitalisierung“ der S-Bahn von einem zuverlässigen und pünktlichen öffentlichen Verkehrsnetz. Das nun zwischen den ÖBB, dem BMK und der Stadt Wien vereinbarte 2. Wiener Schieneninfrastrukturpaket schafft die Voraussetzung dafür.

„Mit dem Ausbau der Schieneninfrastruktur in Wien und der Ostregion machen wir Öffi fahren noch attraktiver. Gemeinsam mit dem KlimaTicket – einem günstigen Angebot für alle Öffis in ganz Österreich – schaffen wir die besten Voraussetzungen fürs Pendeln mit der Bahn. Das ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Klimaschutz,“ betont Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Gemeinsames Ziel der Vertragspartner:innen ist es, in erster Linie den Eisenbahnnahverkehr in der Bundeshauptstadt und, im Sinne der vielen tausend Pendler:innen, auch darüber hinaus noch leistungsfähiger und attraktiver für Bahnkund:innen zu machen und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gesamthaft zu steigern. „Bereits heute verzeichnen wir in Wien einen vorbildlichen Modal Split von 74: 26. Das heißt, dass fast drei Viertel der Wiener Bevölkerung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Und diesen Anteil wollen wir in Zukunft auch noch deutlich steigern. Wir investieren daher laufend in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. Und auch der Ausbau und die weitere Attraktivierung des Schienennahverkehrs ist dazu eine unverzichtbare Voraussetzung“, so Bürgermeister Michael Ludwig: „Denn mit einem attraktiven Angebot werden die Menschen – insbesondere auch die Pendlerinnen und Pendler – zum Umsteigen auf die Öffis motiviert und je mehr Wege die Wienerinnen und Wiener, aber auch die Menschen, die zum Arbeiten in unsere Stadt kommen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, desto besser für Umwelt und Klima.“

Gemeinsame Finanzierung


Insgesamt umfasst das Paket Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 2,4 Milliarden Euro bis 2034, wovon 144 Mio. Euro durch die Stadt Wien finanziert werden – dies entspricht einem Kostenanteil von 22,43 % aller direkt nahverkehrsrelevanten Maßnahmen, welche sich auf 642 Mio. Euro belaufen. Herzstück ist das Upgrade auf die digitale S-Bahn von morgen auf der Strecke zwischen Floridsdorf und Meidling. Dank des Einsatzes eines digitalen Zugsicherungssystems wird es in Zukunft möglich sein, moderne und längere Züge im 2,5 Minuten U-Bahntakt auf diesem Streckenabschnitt zu fahren.

ÖBB-CEO Andreas Matthä dazu: „Künftig soll es heißen: Wenn es schnell gehen soll, besser mit der S-Bahn. Wie wollen wir das schaffen? Mit einem digitalen Upgrade der S-Bahn. Sie ist das leistungsfähige Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in und durch Wien – und sie wird noch besser. Das bringt den Fahrgästen ein Mehr an Zuverlässigkeit, Qualität und Komfort. Durch die „digitalisierte S-Bahn“ werden dichtere und pünktliche Intervalle im U-Bahntakt ermöglicht. Für die Wiener:innen und Pendler:innen ist es ein Angebot, statt im Stau zu stehen, rasch und pünktlich mit der S-Bahn zu fahren. Das spart heute schon Zeit, Geld und Nerven. Und schont das Klima.“

Die Maßnahmen des Pakets


Die wesentlichen Eckpunkte des Pakets sind auf der Nord-Süd-Achse durch Wien das Upgrade der S-Bahn Wien-Stammstrecke – das Kernstück im Schnellbahn-Gesamtsystem –, der viergleisige Ausbau der Südstrecke zwischen Wien Meidling und Mödling und der zweigleisige Ausbau des letzten eingleisigen Abschnitts der Pottendorfer Linie im Bereich Meidling.

Das Upgrade der S-Bahn Wien zwischen Floridsdorf und Meidling bis 2027 bringt mehr S-Bahn-Qualität durch eine erhöhte Zuverlässigkeit im Gesamtsystem. Mit der Digitalisierung des Zugsicherungssystems wird (nach Umsetzung weiterer Maßnahmen) künftig ein 2,5 Minuten-Takt zu Hauptverkehrszeiten möglich. Die Infrastruktur wird so adaptiert, dass moderne und längere Züge eingesetzt werden können. Das bringt mehr Sitzplätze für Fahrgäste und bietet höheren Komfort. Außerdem ist es notwendig, zwischen Floridsdorf und Meidling die Bahnanlagen (Gleisanlagen, Stellwerke, Stützmauern, Brücken, Viadukte, Oberleitung, etc.) für einen langfristig zuverlässigen wartungsarmen Betrieb zu erneuern.

Der viergleisige Ausbau Wien Meidling – Mödling wird im Anschluss an das S-Bahn Wien-Upgrade von voraussichtlich 2027 bis 2032 (Meidling-Liesing) bzw. 2034 (Liesing-Mödling) umgesetzt (Vorarbeiten ab 2026) – inklusive einer neuen Haltestelle Benyastraße zwischen Atzgersdorf und Hetzendorf, sowie in Niederösterreich im Bereich Brunn Europaring. Im Zusammenspiel mit der modernisierten S-Bahn Wien-Stammstrecke ermöglicht es eine Intervallverdichtung für einen attraktiven Nahverkehr auf einen 5-Minuten-Schnellbahntakt zwischen Meidling und Liesing und einen 10 Minuten-Schnellbahntakt zwischen Liesing und Mödling (plus REX-Verbindungen).

Mit der Fertigstellung der zweigleisigen Pottendorfer Linie wird eine zweite leistungsfähige Verbindung zwischen Wien und Wr. Neustadt geschaffen und die Ballungsräume dazwischen an die Bundeshauptstadt angeknüpft. Die Stadt Wien beteiligt sich an der Herstellung einer optimalen Verkehrslösung für die im Zuge des Vorhabens aufzulassende Eisenbahnkreuzung Pottendorfer Straße.

Auf der West-Ost-Achse steht die Attraktivierung des Bahnhofs Hütteldorf mit dem zweigleisigen Ausbau zwischen Hütteldorf und Penzing inklusive einer neuen S45-Haltestelle Baumgarten auf dem Programm. So wird künftig eine Taktverdichtung auf 7,5 Minuten auf der Vorortelinie möglich. Um von Hütteldorf rasch und in nur 30 Minuten in den Osten Wiens zu gelangen, wird die S80 für einen 15-Minuten-Takt ertüchtigt. In Aspern Nord wird dafür 2023 ein zweites Wendegleis errichtet, die Hauptbaumaßnahmen an der Verbindungsbahn (Teil des 1. Schieneninfrastrukturpakets) starten 2024.

Neben dem Ausbau der Infrastruktur werden auch neue Doppelstockzüge für die Ostregion angeschafft. Ein erster Liefervertrag für 41 neue Doppelstockzüge wurde soeben erst mit der Fa. Stadler unterzeichnet. Diese Züge werden ab 2026 in der Ostregion eingesetzt. Neben modernen Innendesign punkten die neuen Züge mit komfortabler Ausstattung und mehr Platz für Reisende mit Fahrrädern, Kinderwagen & Gepäck.

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Quelle und Foto: ÖBB

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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