Ziehmutter Katharina Huchler mit vier der Waldrapp-Küken. Foto: © Daniel Zupanc

„Ziehmutter für Waldrapp-Küken“ ist wohl kein Beruf, den Kinder ins Stammbuch schreiben. Für Helena Wehner und Katharina Huchler ist es der absolute Traumjob. Die beiden Wissenschaftlerinnen ziehen im Wiener Tiergarten Schönbrunn gerade 33 Küken dieser hochbedrohten Vogelart mit der Hand auf. Die Kleinen sind im Tierpark Rosegg in Kärnten geschlüpft und haben eine Zukunft in der Wildbahn. Wehner: „Wir verbringen den ganzen Tag mit den Küken: vom ersten Wiegen um halb 7 bis zum letzten Füttern um 20 Uhr. Auch dazwischen beschäftigen wir uns durchgehend mit ihnen. Es entsteht eine enge Beziehung. Die Vögel vertrauen uns völlig und folgen uns überallhin.“ Genau das ist für eine erfolgreiche Wiederansiedelung wichtig, denn bald werden die Jungvögel ihren Ziehmüttern über die Alpen folgen.

Vor rund 400 Jahren wurde der Waldrapp in Europa ausgerottet. Zugvögel wiederanzusiedeln ist schwierig, da viele Arten die Flugroute ins Wintergebiet eigentlich von ihren Artgenossen lernen. Diese Aufgabe übernehmen für die 33 Küken Helena Wehner und Katharina Huchler. „Die Ziehmütter fliegen ihren Schützlingen die 1000 Kilometer lange Strecke in die Toskana in einem Ultraleicht-Fluggerät vor. Den Weg zurück finden die Vögel später selbst.“, erklärt Iris Starnberger von der Abteilung für Artenschutz im Tiergarten Schönbrunn. „Wir sind besonders stolz darauf, seit fast 20 Jahren mit internationalen Partnern das Waldrappteam bei der Wiederansiedlung dieses Vogels zu unterstützen.“ Und das mit Erfolg: Inzwischen leben wieder mehr als 150 Waldrappe in vier Brutkolonien nördlich und südlich der Alpen.

Foto: © Daniel Zupanc
 

Livestream 

Da der Tiergarten Schönbrunn aufgrund des Lockdowns geschlossen ist, können Besucher die Handaufzucht nicht wie gewohnt vor Ort mitverfolgen. Deshalb hat das Waldrappteam einen Livestream auf Facebook und YouTube eingerichtet. Täglich von 10 bis 11 und von 16 bis 17 Uhr kann man die beiden Ziehmütter und ihre Küken live im Aufzuchtcontainer beobachten.  

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Quelle: Wiener Tiergarten Schönbrunn

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