Erdmännchen-Foto: © Daniel Zupanc

Zuzu hat es wieder getan: Die „Chefin“ der Erdmännchen-Gruppe im Wiener Tiergarten Schönbrunn hat am 25. Juli 2021 zum dritten Mal Nachwuchs bekommen. Dieses Mal ist es nur ein Jungtier. Das ist ungewöhnlich, denn in der Regel umfasst ein Wurf zwei bis vier Jungtiere. Für das Kleine ist es aber durchaus von Vorteil. „Das Jungtier ist richtig rund. Es bekommt schließlich die ganze Milch. Außerdem genießt es als Einzelkind die volle Aufmerksamkeit von allen. Die ältere Schwester Chimara passt gerne auf das Kleine auf und hält auch als Spielgefährte her.“, so Tierpflegerin Nadine Bräuer. Zur Welt gekommen ist das Jungtier in einer schützenden Erdhöhle – nur rund 30 Gramm schwer, blind und völlig hilflos. Mittlerweile ist es groß genug, um die siebenköpfige Gruppe auf ihren Streifzügen durch das Revier zu begleiten. 

Erdmännchen-Foto: © Daniel Zupanc

Erdmännchen leben in den Savannen und Halbwüsten im Süden Afrikas. Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck hat im Rahmen seiner Doktorarbeit in der Kalahari an afrikanischen Reptilien geforscht. Dabei hat er Erdmännchen als vorlaute Kerle kennengelernt. „Sie haben sich immer wieder in unser Zelt geschlichen, um Reptilien oder auch unsere eigenen Nahrungsmittel zu stibitzen.“, erinnert sich Hering-Hagenbeck. Erdmännchen sind kleine Raubtiere. Das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, wurde in den ersten Wochen gesäugt. Mittlerweile frisst es schon Insekten. Bekannt sind Erdmännchen dafür, dass sie aufrecht auf ihren Hinterbeinen stehen, um nach Greifvögeln und anderen Gefahren Ausschau zu halten. Sogar das Kleine kann das mit seinen vier Wochen schon wie ein Großer.

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Quelle: Wiener Tiergarten Schönbrunn

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