Generali-Arena Zukunfts-Blick 2018. Foto: FK Austria Wien/Andreas Perkmann Berger
Generali-Arena Zukunfts-Blick 2018. Foto: FK Austria Wien/Andreas Perkmann Berger

Auf – in eine neue Ära – in Violett!

Mit ihm wird alles besser und diese Neu-Verpflichtung birgt wahrhaftig futuristische Spielzüge in sich. Der FK Austria Wien präsentierte gestern Abend in der GENERALI-Arena zu Wien-Favoriten vor über 500 geladenen Gästen seinen neuen Super-STAR.

Jener Doppelpass, der 1973, gespielt vom emsigen Austria-Sekretär Norbert Lopper auf den Wiener-Fußball-Verbands-Präsidenten Franz Horr, den dieser gekonnt zurückgab, seinen Ursprung fand, wurde über Jahrzehnte hindurch immer wieder angewandt und findet nun im Sommer 2018 unter der Regie von „Kapitän“ Markus Kraetschmer den versöhnlichen Abschluss im Tor vor der Ost-Tribüne. Die Wiener Austria ist nach jahrzentelangem Tingel-Tangel quer durch Wien im 10. Gemeindebezirk sesshaft und auch endlich heimisch geworden. Die Veilchen bekommen mit der komplett erneuerten GENERALI-Arena ihren lange und heiß ersehnten neuen Topf.

Norbert Lopper fand vor 42 Jahren mit WFV-Präsident Franz Horr jenen Befürworter, der violettes Licht gab, dass die Austria am Wiener Verbandsplatz ihr Stadion errichten könne. Anlässlich der Heimspielpremiere gegen den First VIENNA FC (4 : 1-Erfolg) bevölkerten am 26. August 1973 über 11.000 Zuschauer das frisch adaptierte Areal. Heimisch wurde der FAK in Wien-Favoriten jedoch nicht. Viele Jahre zogen ins Land und nach weiteren Adaptierungs- und Umbauarbeiten wurde am 12. Mai 1982 neuerlich der Versuch unternommen, um im, weil zwischenzeitlich verstorben, darum nach ihm benannten, Franz Horr-Stadion die lange gesuchte Heimspielstätte vorzufinden. Die Austria gewann das ÖFB-Cupfinale gegen den FC Wacker Innsbruck mit 3 : 1 und 6.000 Besucher freundeten sich langsam aber sicher mit der neuen Heimat an. Höchst offiziell steht der 22. August 1982 zu Buche, als vor über 8.000 begeisterten Besuchern anlässlich des Saisonauftaktes gegen Wacker Innsbruck ein 6 : 1-Triumph eingefahren wurde und somit ein jeder wusste, dass die beiden Komponenten Austria und Favoriten von nun an für gepflegten Fußball in der Bundeshauptstadt stehen.

Und so bricht man nun in eine neue Ära auf, die für den Verein, der hierzulande die meisten gewonnenen Titel aufweisen kann, im Sommer 2018 ihren finalen Höhepunkt erreichen wird. Die Rahmenbedingungen wurden geschaffen und man sieht – und erhofft – darin den Schlüssel für weitere große Erfolge in Violett. So wurden seit Sommer 2008 mit dem Neubau der Ost-Tribüne, der Erweiterung des Flutlichts, dem Einbau der Rasenheizung, der Erneuerung des VIP-Bereichs, der Errichtung der Verbund-Akademie in Wien-Favoriten, sowie zuletzt mit der Neugestaltung der Stadion-Ecke Süd/West, mehr als 28 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert, beginnt der Klub nun mit diesem Vorzeigeprojekt die nächste und damit sehr entscheidende Etappe. Das viersäulige S.T.A.R.-Projekt inkludiert das Stadion, die Trainingsplätze, die Akademie, sowie ein „Regionales Nachwuchszentrum“. Dies alles steht freilich für das größte Bau-Projekt in der über 104jährigen Klub-Geschichte. Entscheidend dabei ist auch, dass alle Investitionen in naher Umgebung in Wien-Favoriten getätigt werden.

Generali-Arena Zukunfts-Blick 2018. Foto: FK Austria Wien/Andreas Perkmann Berger
Generali-Arena Zukunfts-Blick 2018. Foto: FK Austria Wien/Andreas Perkmann Berger

Dazu AG-Vorstand Markus Kraetschmer im Klartext: „Dieses Projekt ist ein Meilenstein für die Austria. Wir haben uns an vielen internationalen Vorbildern orientiert, die verständlich gezeigt haben, dass die Basis für eine erfolgreiche Zukunft zum einen die Ausbildung junger Spieler und zum anderen ganz klar die Infrastruktur ist. Diesen klaren Weg, den wir als absolut notwendigen Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft sehen, haben wir 2008 begonnen, nunmehr beginnt die nächste Phase und wir werden die nächsten Schritte machen.“

So jener Mann, der mit seinen fleißigen Helferleins dafür sorgte, dass nach dem gescheiterten Frank Stronach-Stadionprojekt in Rothneusiedl 2007 und dessen gleichbedeutendem Rückzug von der Austria den Klub sanft auffing und nicht hart am Boden der wirtschaftlichen Tatsachen aufprallen ließ. Nach den erklärenden und einleitenden Worten wurde auf den Video-Walls jener gekonnte Film präsentiert, der ob dieser viel versprechenden Aussichten in die Zukunft gar manch hart gesottenem Anhänger die Tränen der Rührung in die Augen trieb. Austrias Jahrhundert-Fußballer Herbert „Schneckerl“ Prohaska gilt als Schirmherr dieses Projektes und begleitet visionär durch das Video. Jenem Markus Kraetschmer-Zitat, dass dort „wo AUSTRIA drauf steht, auch AUSTRIA drin sein muss!“ war nach dieser Präsentation nichts mehr hinzuzufügen.

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Violette UEFA-Vier-Sterne-Arena
Das umfangreichste Teilprojekt betrifft die Generali-Arena. Diese wird bis Sommer 2018 – bis dahin führt auch die U-Bahn-Linie U1 bereits zum Verteilerkreis – auf eine Kapazität von 17.500 Zusehern teilerneuert, erweitert und auf den Standard einer UEFA-Vier-Sterne-Arena angehoben. Demnach könnten dann Spiele bis zum Champions-League-Halbfinale in der umgebauten Arena ausgetragen werden, die Klassifizierung reicht selbst für ein Europa-League-Finale. Das Stadion-Erlebnis, sowie der Komfort werden dabei großgeschrieben, alle Ecken stimmungsbegünstigend geschlossen, die Sitze in Violett gehalten. Zusätzlich fallen rund um die dann vollständig barrierefreie Generali-Arena alle Zäune – ein sicheres Stadionerlebnis in Violett ist somit garantiert.

Foto: oepb.at
Blick auf die Ost-Tribüne im Sommer 2014. Foto: oepb.at

Die 33jährige Nord-Tribüne und die 28 Jahre alte West-Tribüne werden ab dem Saisonende 2015/16 abgerissen, neugebaut und zweirangig auf das Dachniveau der Ost-Tribüne angeglichen. Herzstück des Nord-Bereichs sind der neue Top-VIP-Bereich mit Business-Seats, Logen, Sky-Boxen, sowie Ehrentribünen, zudem Büro-Räumlichkeiten im Innen- und eine Tiefgarage im Unterbereich. Die West-Tribüne wird einerseits zur neuen Familientribüne mit entsprechender Infrastruktur, andererseits werden dort unter Berücksichtigung modernster Sicherheitsanforderungen die Gäste-Fans untergebracht sein. Auf der Süd-Tribüne werden speziell im Medien-Bereich weitere Modernisierungsmaßnahmen getroffen, sodass auch diese den UEFA-Champions-League-Anforderungen künftig gerecht würde. Desweiteren werden dort die Sicherheitszentrale, der Classic VIP-Klub, aber auch alle technischen Räumlichkeiten (Mannschaften, Schiedsrichter) untergebracht sein.

Rund um die Generali-Arena werden in Abstimmung mit der U-Bahn-Anbindung, einer Park & Ride-Anlage, der neuen Schule, sowie den weiteren Teilbereichen der Stadtentwicklungsprojekte „Viola Park“ und „Verteilerkreis“ entsprechend sorgfältig ausgearbeitete Sicherheits- und Verkehrskonzepte umgesetzt.

Erweiterter Trainings- und Akademie-Komplex
Neben dem Stadion wird auch ein Teil der Trainingsanlage runderneuert. Hierbei ist die Zusammenlegung von zwei Trainingsplätzen hinter der Nord-Tribüne geplant, wobei sowohl ein weitläufiges Rasen- als auch Kunstrasen-Terrain geplant ist. Zumindest letzteres soll darüber hinaus mit einer Rasenheizung versehen werden. Fortgesetzt wird auch die in den letzten Jahren schrittweise vorgenommene Erweiterung des Akademie-Geländes, der weitere Trainingsplätze und Kabinen zugeführt werden sollen.

Regionales Nachwuchs-Zentrum
Abgerundet wird das S.T.A.R.-Projekt, dessen finanzielles Gesamtvolumen rund 48 Millionen Euro betragen wird, ferner durch die Errichtung eines regionalen Nachwuchs-Zentrums in Wien-Favoriten. Dieses wird durch den Bau des Viola Parks, für den die Trainingsplätze und der heutige VIP-Parkplatz, sowie der Parkplatz II benötigt werden, erforderlich und soll künftig nicht nur die jüngeren Nachwuchs-Teams unterbringen, sondern auch die Möglichkeiten für die Installierung von Mädchen- und Frauen-Fußball beim FK Austria Wien offenhalten.

Der FK Austria Wien ist – mit Unterbrechungen – seit 1973 in Wien-Favoriten beheimatet. 2010 wurde die Adresse des Klubs in „Horrplatz 1“ umbenannt.

Generali-Arena Zukunfts-Blick 2018. Foto: FK Austria Wien/Andreas Perkmann Berger
Generali-Arena Zukunfts-Blick 2018. Foto: FK Austria Wien/Andreas Perkmann Berger

Mit Baubeginn des S.T.A.R.-Projekts, dessen Start im Sommer 2016 sein wird – die entsprechende Baugenehmigung der Gemeinde Wien für den Stadion-Bereich wird bereits mit Sommer 2015 erwartet – wird die Profimannschaft der Violetten ab der Spielzeit 2016/17 für zwei Saisonen für alle Heimspiele in das Ernst Happel-Stadion ausweichen und kehrt somit in jenes Areal im Wiener Prater zurück, in dem man nicht nur über Jahrzehnte hindurch ohnehin heimisch war, sondern wo die Austria auch ihre größten Klub-Erfolge in der Geschichte feiern konnte.

Zahlen & Fakten
Gesamtkapazität: 17.500 Plätze National, 15.000 Plätze International;
NORD-Tribüne: 4.100 Plätze, 28 VIP-Logen, 4 Sky-Lounges, 2 Ehrenlogen, Zweistöckige Garage;
WEST-Tribüne: 5.600 Plätze, 3 Eventbereiche, 3 Pausenbereiche, Gästesektor;
SÜD-Tribüne: 2.750 Plätze, 10 VIP-Logen, 2 TV-Studios, Pressebereiche, Spielerkabinen;
OST-Tribüne: 5.050 Plätze, Tribüne der Austria-Fans, gegliedert in Stehrang unten und Sitzplatz oben, Fan-Shop, Museum, Viola-Pub, Restaurant, eventuell Heuriger;

www.austria.wien
www.generali-arena.wien

 

 

 

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