Heute erfolgte der Spatenstich zum letzten Abschnitt des zweigleisigen Ausbaus der Pottendorfer Linie. Zwischen Höhe Wienerbergstraße und Eibesbrunnergasse wird auf rund 1,4 km Länge ein zweites Gleis verlegt, um neben der Südbahnstrecke eine zweite, leistungsfähige Verbindung zur Verfügung zu haben. Durch den Ausbau der Pottendorfer Linie profitieren die Fahrgäste von dichteren Zugtakten und der Ausweitung der Fahrpläne morgens und abends.

Zusätzlich werden 3,4 km Lärmschutzwände beidseits der Bahn und ein barrierefreier Übergangssteg als Ersatz für die Eisenbahnkreuzung Pottendorfer Straße errichtet. Weiters erfolgt die Verlängerung der Brücke „Wittmayergasse“ auf einer Überbauung der zweigleisigen Strecke, worauf teilweise ein Gründach ausgeführt wird. Investiert werden im Wiener Bereich rund 62 Mio. Euro. Insgesamt werden 542 Mio. Euro in den gesamten zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Linie investiert.

Im Beisein der Wiener Stadträtin Ulli Sima (links) und der ÖBB-Infrastruktur Vorständin Judith Engel wurde der Baustart mit einem Spatenstich feierlich begangen. Foto: © ÖBB / Fritscher

„Das Wiener Öffi-Angebot gehört schon heute zu den weltweit Besten und wird von den Menschen auch angenommen: Fast 40 Prozent aller Wege wurden 2019 in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Dennoch bauen wir den Öffi-Verkehr laufend weiter aus. Denn wir brauchen mehr Kapazität, um Verkehrsströme – insbesondere auch den Pendlerverkehr – auf die umweltfreundliche Schiene zu lenken, etwa mit überregionalen Straßenbahnen, S-Bahnen und anderen Zugverbindungen. Das Angebot muss stimmen, dann wird es auch angenommen. Die Pottendorfer Linie ist ein kleiner, aber wichtiger Teil des großen Ganzen. Zusätzliche, schnellere Verbindungen mit höherer Taktdichte zwischen Wien und Wiener Neustadt, die über die Pottendorfer Linie laufen, machen die Bahn gegenüber dem Auto konkurrenzfähiger. Und das ist es, was wir brauchen, um den PKW-Pendlerverkehr bis 2030 zu halbieren“, so Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

„Die Lust am Bahnfahren wird immer größer. Mit dem Ausbau der Pottendorfer Linie machen wir den Menschen im Süden Wiens ein attraktives Mobilitätsangebot – morgens früher, tagsüber öfter und abends länger. Das ist sowohl für das tägliche Pendeln zum Arbeitsplatz oder für den Theaterbesuch in der Freizeit eine echte Alternative zur Autofahrt. Voraussetzung dafür ist eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Nur so können wir die Mobilitätswende schaffen. Ende 2023 sind wir auf der Pottendorfer Linie durchgehend auf zwei Gleisen unterwegs. Das bringt uns und unseren Fahrgästen mehr Flexibilität, mehr Verbindungen, mehr Komfort und natürlich Barrierefreiheit in allen Bahnhöfen. All das wäre ohne die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern und der unermüdlichen Arbeit unseres Projekteams nicht möglich“, sagt ÖBB-Infrastruktur Vorständin Judith Engel.

Attraktiviertes Angebot für Pendler:innen aus dem Süden

Seit dem Jahr 2014 wird die rund 50 Kilometer lange Pottendorfer Linie zwischen Wien Meidling und Wiener Neustadt großteils im laufenden Bertieb abschnittsweise zweigleisig ausgebaut. Die Pottendorfer Linie ist die parallele Ergänzungs- und Ausweichstrecke für die Südbahnstrecke. Sie ist ein Herzstück der Südstrecke und des Baltisch-Adriatischen Korridors der Europäischen Union. Mit der Fertigstellung des letzten Teilstücks der Pottendorfer Linie Ende 2023 wird die durchgängige Viergleisigkeit (2 Gleise Pottendorfer Linie und 2 Gleise Südbahn) zwischen Wien Meidling und Wiener Neustadt hergestellt sein.

Das hat vor allem auch für die Pendler:innen aus dem Süden große Bedeutung. Insbesondere die Region um Ebreichsdorf verzeichnet ein rasantes Bevölkerungswachstum. Diesem kommen die ÖBB durch den Ausbau der Pottendorfer Linie entgegen. Durch eine gute öffentliche Anbindung wird die Attraktivität der Wohngebiete gesteigert und Anreize für Pendler:innen, auf die Bahn umzusteigen, geschaffen. Das schont die Umwelt und entlastet die Straße, vor allem die stark befahrenen Abschnitte der Südautobahn A2 und der Süd-Ost-Autobahn A3 von Wiener Neustadt bzw. Eisenstadt in Richtung Wien.

Quelle und Fotos: © ÖBB Ostertag Architects (Bild 1), sowie ÖBB / Fritscher (Bild 2)

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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