Wissenschaftliche Mitarbeiterin Doris Preininger bei der Wiederansiedelung der Batagur-Flussschildkröte in Bangladesch. Foto: © Rupert Kainradl

Am 21. Oktober ist „Reptile Awareness Day” – weltweit ist jede fünfte Reptilienart von der Ausrottung bedroht, mehr als die Hälfte davon sind Schildkrötenarten. Seit dem Jahr 2010 leitet der Wiener Tiergarten Schönbrunn ein Artenschutzprojekt in Bangladesch, der Heimat der hoch bedrohten Nördlichen Batagur-Flussschildkröte (Batagur baska). Diese Flussschildkröte gehört zu den drei seltensten Schildkrötenarten der Welt. Gemeinsam mit nationalen und internationalen Projektpartnern sowie der örtlichen Bevölkerung wurden innerhalb der letzten 10 Jahre zwei Zuchtstationen aufgebaut, in denen mittlerweile über 650 Jungtiere geschlüpft sind. „Wir haben auch bereits einige der Schildkröten mit Satellitensendern ausgestattet und in den Mangrovenwäldern wiederangesiedelt. So können wir ihre Wanderrouten dokumentieren, ihr Verhalten erforschen und testen, ob sie hier einen intakten Lebensraum vorfinden“, berichtet Doris Preininger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Tiergarten Schönbrunn.

Tiergartenmitarbeiterinnen mit Batagur-Jungtieren in Bangladesch. Foto: © Anton Weissenbacher

Das Artenschutzprojekt der Batagur-Flussschildkröte zählt zu den erfolgreichsten Zoo-Projekten weltweit. „Zuerst durften wir uns 2010 über die Welterstnachzucht dieser äußerst seltenen Tierart bei uns im Tiergarten Schönbrunn freuen. Mittlerweile ist es uns gelungen, hunderte Tiere in Bangladesch nachzuzüchten. Die hohe Anzahl an Fischernetzen in dem grundsätzlich gut geeigneten Lebensraum ist aber eine große Gefahr für die Schildkröten. Gemeinsam mit nationalen Behörden arbeiten wir an einer nachhaltigen Lösung, um die Wiederansiedlung dieser Schildkrötenart langfristig zu sichern“, betont der Projektleiter und zoologische Abteilungsleiter Anton Weissenbacher. 2022 konnte das Team des Tiergarten Schönbrunn nach zwei Jahren coronabedingter Pause endlich wieder selbst vor Ort sein, um dieses erfolgreiche Artenschutzprojekt weiter voranzutreiben.

Quelle: Wiener Tiergarten Schönbrunn

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