Von all den guten Gründen zu sterben, und von all den viel besseren, am Leben zu bleiben.

Hella, 69, will sterben. In der Schweiz, in einem Krankenhaus. Also macht sie sich auf den Weg. Diese letzte Fahrt wird ihr alter Passat schon noch schaffen. Doch kaum auf der Autobahn, fällt etwas Schweres auf die Motorhaube ihres Wagens. Juli, 15, wollte sich von der Autobahnbrücke in den Tod stürzen. Jetzt ist sie nur leicht verletzt – und steigt zu Hella ins Auto. Zwei Frauen mit dem Wunsch zu sterben – doch wollen sie zusammen noch, was ihnen einzeln als letzte Möglichkeit erschien?

Tieftraurig, elegant und lakonisch erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint: ein unvorhersehbares, dramatisches, unangemessen komisches Lesevergnügen.

Über die Autorin

Ronja von Rönne, geboren 1992, ist Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin. 2015 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 2017 moderiert sie auf Arte die Sendung „Streetphilosophy“ und schreibt für die DIE ZEIT und ZEIT ONLINE. 2016 erschien ihr erster Roman „Wir kommen“, ein Jahr darauf folgte die Kolumnensammlung „Heute ist leider schlecht“.

Die Redaktion des www.oepb.at meint dazu:

ENDE IN SICHT erzählt von Juli, die sich umbringen will, von einer Brücke springt und dabei ausgerechnet auf der Motorhaube von Hella landet, die mit ganz ähnlichen, doch deutlich kühler gefassten, Plänen in die Schweiz fährt. Juli ist ein Teenager, die – wohl etwas verfrüht – Lebensbilanz gezogen hat und das Leben für nicht lebenswert hält. Hella ist eine ehemalige Schlagersängerin, die ihre erfolgreichste Zeit bereits weit hinter sich gelassen hat. Dann klappern die beiden einige Stationen ab. Das Krankenhaus und der obligatorische Versuch, sich voneinander zu trennen, den Plan zu einer gemeinsamen Reise nach Ulm, wo Julis Mutter wohnen soll. Ein dörfliches Feuerwehrfest, wo Juli eine Erfahrung macht, die sie auf die Idee kommen lässt, das Leben könnte doch nicht durch und durch schlecht sein. Den Besuch bei Hellas Mutter in einem Schlagerverrückten Altenheim.

Das Thema „Freitod“ ist natürlich per se kein lustiges, aber Ronja von Rönne gewinnt dieser Situation durchaus Komisches ab: Hella und Juli – aus zwei Generationen, beide haben aus unterschiedlichen Gründen den Wunsch, ihr Leben zu beenden. So unterschiedlich sie sind, so haben sie doch so vieles gemeinsam.

Ein Buch zu einem ernsten Thema, jedoch mit viel Ironie versehen, zum Schmunzeln und Nachdenken anregend.

Eine zu Herzen gehende Geschichte, die wir sehr empfehlen möchten!

ENDE IN SICHT
Roman von Ronja von Rönne
Erschienen bei dtv
www.dtv.de
256 Seiten, mit Lesebändchen
ISBN 978-3-423-28291-8
Zum Preis von € 22,70 (Österreich), € 22,00 (Deutschland)

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