Peter Stöger Buch von Peter Linden_ueberreuter_Scan oepb.atPeter Stöger stammt aus Favoriten, einem großen Wiener Arbeiterbezirk. Er zählte dort zu den – bereits geschichtlich traditionell – immer wieder förmlich wie die Schwammerl aus dem Boden sprießenden, zahlreichen Fußball-Talente seiner Zeit. Wien-Favoriten steht ebenso seit Jahrzehnten für den FK Austria Wien. Und dennoch begann der Werdegang vom kleinen Peter zuerst beim Favoritner AC in der Kennergasse zu Wien X.

Peter Stöger ist bekannt. Hierzulande selbstverständlich und nun auch seit einigen Jahren beim großen Lieblingsnachbarn Deutschland. „Ich kenne diesen Stöger nicht, wer soll das sein?“, oder „Meister in Österreich? Okay, aber hier weht ein anderer Wind!“, oder „Warum gerade ein unbekannter Ösi, haben wir keine Kölner mehr, die unseren FC auf Vordermann bringen können?“ – so nur einige Wort-Spenden zahlreicher Kiebitze beim Geißbockheim des 1. FC Köln am 14. Juni 2013, als die FC-Ikone Harald „Toni“ Schumacher, seines Zeichens Vize-Präsident des Klubs, den damals völlig unbekannten österreichischen Meister-Trainer des FK Austria Wien, eben Peter Stöger präsentierte.

Zwischen beiden Bildern liegen 25 Jahre. Hier als Aktiver am 16. Juli 1988 anlässlich eines seiner ersten Spiele für den FK Austria Wien beim 2 : 0 gegen CSKA Sofia in Wiener Neustadt ...
Zwischen beiden Bildern liegen 25 Jahre. Hier als Aktiver am 16. Juli 1988 anlässlich eines seiner ersten Spiele für den FK Austria Wien beim 2 : 0 gegen CSKA Sofia in Wiener Neustadt …

Wer ihn kennt, der wusste, dass er auch in Köln seinen Weg machen würde. Und wer ihn schätzt, der verstand es auch, warum er, obwohl gerade erst mit der Austria mit sagenhaften 82 Punkten Meister geworden, selbst nicht den Versuch startete, in die Champions-League zu gelangen, sondern zu einem Paternoster-Klub, der eben wieder einmal in der 2. Deutschen Bundesliga angesiedelt war, zu wechseln. Peter Stöger stellte Fragen. An Anton „Toni“ Polster, der Mitte der 1990er Jahre als sprichwörtlicher „Toni-Doppelpack“ in Köln berühmt und beliebt war, an Thomas Parits, der selbst 1970/71 für den 1. FC Köln, unter dem österreichischen Trainer Ernst Ocwirk übrigens, auf Tore-Jagd ging. Beide Austria-Legenden rieten ihm, dem Peter, das Angebot des FC anzunehmen. Köln sei ein schlafender Riese, so hieß es.

Was folgte ist bekannt. Die Austria ließ ihren Meister-Coach nur schweren Herzens ziehen. Die Ablöse, die die Rheinländer für Peter Stöger auf den Tisch blättern mussten, sorgt dem Vernehmen nach noch heute für Ärger und Erregtheit im Geißbockheim, Austria AG-Vorstand Mag. Markus Kraetschmer jedoch holte für seinen Verein das Beste an finanziellen Gegebenheiten heraus. Und Peter Stöger führte die „Geißböcke“ wieder in die Erfolgsspur zurück, jedes Jahr ein bisserl mehr: 2014 als Meister der 2. Deutschen Bundesliga der Bundesliga-Aufstieg, 2015 Rang 12, ohne während der gesamten Spielzeit jemals auf einem Abstiegsplatz gestanden zu sein, 2016 Platz 9, sowie 2016/17 nach einer kurzzeitigen Tabellenführung auf Rang 5 und somit die direkte Qualifikation für die UEFA-Europa League geschafft. Der 1. FC Köln ist somit erstmals wieder seit 1992/93 in einem europäischen Bewerb vertreten. Dass die Karnevalsstadt, die ohnehin seit jeher als total fußballverrückt – im positiven Sinne – gilt, Kopf steht, versteht sich hier von selbst. Auch der Zuspruch, den der FC erlebt, ist schier einzigartig. Als Stöger 2013 nach Köln kam, hatte der Klub bereits über 40.000 Mitglieder, seit dem heurigen Sommer sind es über 95.000. Das Rhein-Energie-Stadion zu Köln-Müngersdorf ist regelmäßig mit knapp 50.000 Besuchern voll und weist somit eine „Länderspielkulisse bei jedem Heimspiel“ (Zitat Peter Stöger bei seinem Amtsantritt in Köln im Herbst 2013) auf.

... und hier als künftiger Meister-Trainer am 9. März 2013 vor dem 0 : 0 der Wiener Austria beim SC Wiener Neustadt. Beide Fotos: oepb
und hier als künftiger Meister-Trainer am 9. März 2013 vor dem 0 : 0 der Wiener Austria beim SC Wiener Neustadt. Beide Fotos: oepb

Fakt ist, dass die Rheinmetropole dem Ur-Wiener Peter Stöger zu Füßen liegt, dieser sich mit der so typisch rheinischen Frohnatur-Art längst angefreundet hat und er sich am Fuße des berühmten Kölner Doms pudelwohl fühlt. Ergo – der Weg von Peter Stöger und „seinem“ 1. FC Köln ist noch nicht zu Ende.

Der ueberreuter-Verlag war mit dem Buch MARCEL KOLLER / DIE BIOGRAFIE, 2015 erschienen und von Peter Linden verfasst, derart zufrieden, sodass man neuerlich an den Autor herantrat und ihn bat, doch wieder ein Fußball-Buch zu schreiben. Über wen, blieb ihm, Linden überlassen. Dieser musste nicht lange überlegen und kontaktierte Peter Stöger. Dieser zierte sich zwar zu Beginn noch wie einer schöne Frau, fand dann aber doch auch aufgrund der Überredungskünste des Autors am Projekt Gefallen. Gesagt, getan. Peter Linden flog nach Köln, führte ein ausführliches etwa 3 Stunden andauerndes Gespräch mit Peter Stöger, setzte sich nach seiner Rückkehr nach Wien an den Computer und nach drei Monaten war das Projekt druckreif.

So, wie man ihn in Wien kannte, wurde er auch in Köln beliebt. Freundlich, fröhlich, kompetent, fachlich organisiert und ... erfolgreich. Peter Stöger im Mai 2013 anlässlich einer Pressekonferenz beim FK Austria Wien. Foto: oepb
So, wie man ihn in Wien kannte, wurde er auch in Köln beliebt: Freundlich, fröhlich, kompetent, fachlich organisiert und … erfolgreich. Peter Stöger im Mai 2013 anlässlich einer Pressekonferenz beim FK Austria Wien. Foto: oepb

 

 

Peter Linden schildert in seiner flüssig salopp verfassten Art den Werdegang des einstmals kleinen und schmächtigen Peter Stöger, heraus aus dem behüteten Wien-Favoriten in die Welt des Fußballsports. Der Autor lädt ein zu einer Lese-Reise durch die Karriere von Peter Stöger, die am 13. April 1985 als Aktiver am Innsbrucker Tivoli beim 0 : 0 des FavAC gegen Wacker Innsbruck begann und nun ihren vorläufigen Höhepunkt als Trainer am 20. Mai 2017 und einem 2 : 0-Erfolg des 1. FC Köln über den 1. FSV Mainz 05, verbunden mit der direkten Qualifikation für den Europapokal, gefunden hatte. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht und zu allem positiven Überfluss hat Peter Stöger auch sämtliche Amtszeiten seiner berühmten Vorgänger auf dem Trainerstuhl, allen voran Christoph Daum und Hennes Weisweiler bereits überdauert. Der 1. FC Köln und Peter Stöger, das fand sich und passt punktgenau zusammen.

PETER STÖGER
SEINE MANNSCHAFTEN. SEINE ERFOLGE
von Peter Linden, erschienen im ueberreuter-sachbuch Verlag
200 Seiten, gebunden, mit buntem Schutzumschlag, zahlreich bebildert
zum Preis von € 21,95
ISBN: 978-3-8000-7670-3
 
Direkt zu bestellen bitte hier:
 
1. FC Köln
 
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