Es gibt Opern, die man wegen des von ihnen ausgelösten Publikumsinteresses in der Marketingsprache als Selbstläufer bezeichnet. Eines dieser klassischen Musikstücke steht heuer bei den Opernfestspielen in Gars/Kamp auf dem Programm: Georges Bizets Meisterwerk „Carmen“. Weltweit zählt diese zu den am meisten gespielten Opern.

„Der Kartenvorverkauf hat in den vergangenen Wochen stark angezogen und läuft sehr gut“, so Dr. Andreas Anker, Sprecher der mit der Veranstaltungsorganisation betrauten Oper Burg Gars GmbH. Weil man das eigentlich schon für 2020 geplant gewesene Singspiel wegen der Corona-Pandemie zweimal habe verschieben müssen, „steckt hinter der diesjährigen Produktion die wahrscheinlich herausforderndste Vorbereitungszeit in der Geschichte der Garser Opernfestspiele“, erklärt er. Rund 12.000 Karten sind für die zehn Vorstellungen von „Carmen“ zwischen 14. Juli und 6. August 2022 aufgelegt.

Für das südliche Waldviertel ist das seit dem Jahr 1990 jeden Sommer stattfindende Opernfestival in Gars/Kamp ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Nach Berechnungen der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) lösen die Open-Air-Aufführungen auf der Burgruine eine Wertschöpfung von mehr als einer halben Million Euro aus. Ein Großteil dieses Betrages, der sich aus Ausgaben für die Eintrittskarten, Essen, Trinken, Übernachtungen und sonstige Konsumationen zusammensetzt, kommt direkt der Region Kamptal zugute.

Vor allem in der Osthälfte Österreichs sind die Opernfestspiele sehr beliebt. Rund die Hälfte der Zuschauer kommt aus Niederösterreich, ein Drittel aus Wien. Der verbleibende Rest verteilt sich auf die übrigen Bundesländer und auf das Ausland.

Foto: © Reinhard Podolsky / Oper Burg Gars

www.operburggars.at

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