Die ÖFB-Auswahl darf sich noch berechtigte Hoffnungen in der WM-Qualifikation machen. Foto: © oepb

Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft hat weder einen guten noch einen besonders schlechten Start in der Gruppenphase für die WM-Qualifikation hingelegt. Nach einem Unentschieden, einem Sieg und einer unerwartet deutlichen Niederlage gegen die favorisierten Dänen schafft es das ÖFB-Team derzeit „nur“ auf den vierten Platz und muss sich nun etwas einfallen lassen, um mindestens den zweiten Rang zu erreichen und eine zweite Chance auf die WM-Teilnahme 2022 zu erhalten. Der Zeitplan ist eng und Trainer Franco Foda steht bereits in der Kritik.

Kaum Vorbereitungszeit für die nächsten WM-Spiele

Die nächste Phase der WM-Qualifikationsspiele startet in der ersten Septemberwoche. Binnen fünf Tagen stehen drei Spiele an, einige Spieler der österreichischen Mannschaften nehmen zusätzlich an Pokal- und Bundesligaspielen teil und haben sogar noch mehr vor sich. Dieser enge Zeitplan ist aufgrund der im letzten Jahr wegen der Pandemie abgesagten Länderspiele zurückzuführen. Bundestrainer Foda bemängelt die Organisation dennoch und verhänge diese der schlechten Absprache zwischen der FIFA und der UEFA.

Abgesehen von der Dichte der Spieltermine sorgte die Pandemie aber auch für Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Kader. In vielen Fällen stand bis zur letzten Minute nicht fest, ob Spieler überhaupt anreisen dürfen. Nun sei der Bundestrainer jedoch guter Dinge, einen festen Kader zusammengestellt zu haben, zumindest für die nächsten drei Spiele. Diese erfolgen am 1., 4. und am 7. September gegen Moldawien, Israel und Schottland.

Das sind die aktuellen Aussichten in der Qualifikationsphase

Mit dem aktuellen vierten Platz, den die Österreicher in ihrer Gruppe, die aus den Mannschaften aus Schottland, Dänemark, Israel, Moldawien und Färöer besteht, belegt, wäre das Team raus. Nur die besten 10 Mannschaften qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft, also die jeweiligen Gruppensieger. Die übrigen drei Plätze werden unter den zehn Gruppenzweiten sowie den zwei besten Gruppensiegern der Nations League im März nächsten erspielt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Österreich sich gegen den Gruppenfavoriten Dänemark durchsetzen kann, ist eher gering. Basierend auf dem aktuellen Punktestand besteht aber noch die Chance auf den zweiten Platz, sodass es zumindest eine weitere Möglichkeit für die Qualifikation gibt. Das Gute ist, dass die Vorbereitungszeit wesentlich länger ausfallen wird, da die letzten Qualifikationsspiele erst im März nächsten Jahres stattfinden werden. Die derzeitigen Sportwetten Quoten für Österreich liegen beim Anbieter Betway bei 251.00. Bei Weitem besser sieht es bei den diesjährigen Favoriten Frankreich (Quote von 7.00) und Brasilien (Quote von 7.50) aus.

Foda stellt wahren „Bundesliga-Kader“ zusammen

Der Kader der österreichischen Nationalmannschaft besteht aus insgesamt 25 Spielern. Für die nächsten drei Spiele gegen Moldawien, Israel und Färöer hat Bundestrainer Foda ganze 15 Spieler aus der Bundesliga nominiert, darunter unter anderen Marcel Sabitzer vom FC Bayern München und Xaver Schlager vom VfL Wolfsburg. Ursprünglich sollte der Kader der letzten EM, der die Mannschaft bis ins Achtelfinale führte, nicht verändert werden. Aufgrund von einigen Erkrankungen und Verletzungen gab es jedoch keine andere Wahl. Nicht dabei sind bei den nächsten Spielen daher Stefan Lainer, Sasa Kalajdzic, Valentino Lazaro, Karim Onisiwo, Marco Friedl und Pavao Pervan.

An der Stelle dieser Spieler kehren Ercan Kara, Florian Kainz, Phillipp Mwene und Heinz Lindner zurück. Großes Highlight stellt Barcelona-Star Yusuf Demir im österreichischen Kader dar. Man setzt viel Hoffnung auf seine Qualitäten. Je nachdem, wie sich Demir in den nächsten Spielen schlagen wird, kann Foda es sich vorstellen, ihn zum fixen Bestandteil des WM-Kaders aufzunehmen. Viel Dynamik soll auch Eindhoven-Spieler Mwene versprechen. Dieser habe in den letzten Monaten herausragende Leistungen erbracht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Stimmung ist aufgrund des strengen Zeitplans zwar etwas gedrückt und die Nervosität Spielern und Trainer anzusehen, doch die Hoffnung auf eine Qualifikation ist noch lange nicht aufgegeben. Momentan liegt die Mannschaft nur einige Tore von dem drittplatzierten Israel und einen Punkt vom zweitplatzierten Schottland zurück. Man sollte also meinen, dass noch alle Türen offenstehen.

Was den Gruppensieger betrifft, ist man sich weitläufig schon einig, dass Dänemark an der Spitze bleibt. Die Mannschaft liegt schon nach drei Spieltagen mit vier Punkten Vorsprung vorne und hat auch an für die Tordifferenz alles gegeben. Die Dänen haben binnen drei Spielen ganze 14 Tore erzielt. Im direkten Vergleich dazu hat Österreich bisher nur fünf Tore geschossen. Glücklicherweise stehen aber noch sieben Spiele und damit zahlreiche Möglichkeiten an! Stellt sich am Ende nur noch die Frage, ob die WM wie geplant am kritisierten Austragungsort Katar stattfindet. Viele Argumente dagegen hat Autor Beyer/Schulze-Marmeling in seinem Buch festgehalten, welches Support der Deutschen Akademie für Fussball-Kultur erhält.

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