Die ÖBB-Infrastruktur AG setzt bereits auf die Produktion von 100 Prozent grünem Bahnstrom aus Wasserkraft und Solarenergie. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä präsentierten heute auch die Windkraft. Foto: © ÖBB / Andreas Scheiblecker

Die ÖBB sind das größte Klimaschutzunternehmen Österreichs. Nicht nur der Bahnstrom stammt zu 100 % aus erneuerbarer Energie. Auch die Versorgung aller Gebäude, Anlagen und Containerterminals erfolgt zur Gänze mit grünem Strom. Um die Eigenproduktion aus erneuerbarer Energie zu erhöhen, errichtet die ÖBB-Infrastruktur AG die weltweit erste Bahnstrom-Windenergieanlage in Höflein (Bezirk Bruck/Leitha) in Niederösterreich und leistet damit Pionierarbeit im Bereich der nachhaltigen Bahnstromgewinnung aus Windkraft.

Der Strom aus erneuerbaren Energien ist die zentrale Säule für die Klimavorteile der ÖBB. Mit den zehn ÖBB-Wasserkraftwerken und den mehr als 20 ÖBB-Photovoltaikanlagen wird bereits sehr erfolgreich umweltfreundlicher Strom für die Infrastruktur der Bahn produziert. Rund ein Drittel des klimafreundlichen Bahnstroms, der im Schienennetz benötigt wird, produziert die ÖBB selbst. Nun soll die Eigenproduktion von grüner Energie für den Bahnsektor sukzessive erhöht werden. Einen wesentlichen Beitrag wird zukünftig die 16,7 Hz-Bahnstrom-Windkraftanlage leisten. Die erzeugte Energie wird direkt in die Oberleitung der Bahn eingespeist. Durch diese Direkteinspeisung wird einerseits die Notwendigkeit von neuen elektrischen Leitungen weitgehend vermieden. Anderseits werden die Züge direkt und damit verlustarm mit Windenergie versorgt.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler dazu:„Der Kampf gegen die Klimakrise ist die historische Aufgabe unserer Zeit. Besonders im Mobilitätsbereich liegt hier eine große Chance, die wir nützen müssen. Die ÖBB steht uns hier als verlässlicher Partner für mehr Klimaschutz zur Seite und leistet mit der Errichtung der weltweit ersten Bahnstrom-Windenergieanlage einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität 2040 und der Energieautonomie in Österreich. Damit wird das Bahnfahren noch umweltfreundlicher.“

Und ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä ergänzt: „Als Klimaschutzunternehmen Nummer 1 in Österreichs nehmen wir einen wichtigen Part im Kampf gegen den Klimawandel ein. Bereits seit dem Jahr 2018 sind wir mit 100 % grünem Bahnstrom unterwegs. Mit unseren zehn Wasserkraftwerken und sieben Frequenzumformern leisten wir täglich einen wesentlichen Beitrag, um den Menschen ein nachhaltiges und vor allem umweltfreundliches Reisen zu ermöglichen. Ob mit Ökostrom in den Zügen oder Hybrid-Loks, ob mit Elektrobussen im Stadtverkehr, der Rollenden Landstraße im Güterverkehr oder mit klimaneutralen Bahnhöfen – wir versuchen in jedem Bereich das Maximum für den Klimaschutz herauszuholen. Mit dem Bau der weltweit ersten Bahnstrom-Windenergieanlage leisten wir wahre Pionierarbeit und stellen wieder unter Beweis, dass uns der Erhalt der Umwelt und die schonende Nutzung von Ressourcen eine Herzensangelegenheit ist.“ 

Vom Wind angetrieben

Egal ob Strom für den Zug, die Bahnhöfe oder Terminals – die ÖBB sind klarer Vorreiter bei der Stromgewinnung aus erneuerbarer Energie für das System Bahn. Bereits im Jahr 2015 wurde das weltweit erste Bahnstrom-Solarkraftwerk östlich der Haltestelle Wilfleinsdorf in Niederösterreich in Betrieb genommen. Zudem wurde im Tullnerfeld die weltweit erste Photovoltaikanlage auf einer Schallschutzwand pilotiert, die grünen Bahnstrom (16,7 Hz) für das Bahnnetz produziert. Mit der weltweit ersten Bahnstrom-Windenergieanlage wird nun die umweltfreundliche Energiegewinnung bei den ÖBB weiter fortgesetzt und die Eigenproduktion gesteigert. Das Pilotprojekt „Bahnstrom-Windenergieanlage Höflein“ stellt somit einen weiteren wichtigen Schritt für die ÖBB zum Ausbau der Eigenerzeugung von sauberem Strom dar.

Schritt für Schritt zur erneuerbaren Energie

Durch die direkte Einspeisung des erzeugten Stromes in das bahneigene Netz werden vorhandene erneuerbare Energieressourcen direkt dort genützt, wo Verbrauch entsteht. So wird das 50-Hertz-Netz entlastet und Verluste bei Umformung und Transport können vermieden werden. Die Einbindung des Stromes in die Oberleitung wird über eine neu entwickelte Schaltstation in transportabler Containerbauweise erfolgen. Es werden somit gleich zwei innovative Entwicklungen in einem Projekt verbunden. Die Windkraftanlage hat eine Leistung von rund 3 MW (Megawatt) und liefert pro Jahr Energie für rund 1.800 Zugfahrten auf einer Strecke von Wien – Salzburg. Die „Blattspitzenhöhe“ des Windrades beträgt circa 200 m, der Durchmesser des Rotors 112 m. Dieser ist somit länger als ein Fußballfeld. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 6 Millionen Euro.

Quelle: ÖBB

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Reisende und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

www.oebb.at

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