Der Elektro-Betrieb auf der neu elektrifizierten Strecke startet und bietet nun mehr Sicherheit durch neue Anlagen an Eisenbahnkreuzungen. Foto: © ÖBB / Mosser

Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 beginnt auf der Mattigtalbahn eine neue Zeitrechnung: Die elektrifizierte Strecke zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Friedburg geht in Betrieb. Der modernisierte und barrierefreie Bahnhof Friedburg begrüßt seine Gäste nicht nur mit einem neuen und zeitgemäßen Erscheinungsbild, sondern auch mit rund 100 Parkplätzen auf der neuen P&R-Anlage. „Die Fahrt von Friedburg in die Stadt Salzburg ist ab jetzt mit 100% grünem Bahnstrom möglich. Damit sind wir im gesamten Bundesland Salzburg zur Gänze auf elektrifizierten Strecken unterwegs. So leisten wir einen weiteren, essenziellen Beitrag für den Klimaschutz“, fasst Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG einen wesentlichen Punkt der abgeschlossenen Arbeiten zusammen.

Das Potential einer Region

Die Elektrifizierung der Strecke bis Friedburg steht in engem Kontext zur Verlängerung der Mattigtalbahn bis Neumarkt am Wallersee und dem Umbau des dortigen Bahnhofs zum Fernverkehrsknotenpunkt. „Unser Ziel ist es, das gesamte Potential der Region für ein optimales Angebot auf der Schiene bestmöglich zu nutzen. Mit der Elektrifizierung der Mattigtalbahn bis Friedburg wird das S-Bahn-Angebot im nordöstlichen Einzugsgebiet der Stadt Salzburg nun noch attraktiver“, so Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

100% der ÖBB-Strecken im Bundesland Salzburg sind nun elektrifiziert. Foto: © ÖBB / Mosser

„Mit der Infrastruktur-Offensive Oberösterreich setzen sich die ÖBB und das Land Oberösterreich für einen leistungsfähigen Ausbau der oberösterreichischen Infrastruktur ein. Wir wollen Haltestellen und Bahnhöfe modernisieren, Eisenbahnübergänge sichern und Streckenabschnitte elektrifizieren. Aus oberösterreichischer Sicht ist die Elektrifizierung der Mattigtalbahn bis Friedburg der Auftakt zu einem umfangreichen Modernisierungsprozess. In den kommenden Jahren wird stark in die Strukturen der Mattigtalbahn investiert. Auch Bahnhöfe und Haltestellen werden kundenfreundlich umgebaut. Davon profitiert nicht nur das Innviertel, sondern besonders auch die Pendlerinnen und Pendler die künftig mit der Mattigtalbahn noch mobiler und umweltfreundlicher ans Ziel gelangen“, so Oberösterreichs Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.

Moderner Bahnhof mit neuer P&R-Anlage

Die ersten Fahrgäste, die in den Genuss des neuen Komforts kommen, wohnen wohl in Friedburg und Umgebung. Der dortige Bahnhof bietet nun über den neuen Mittelbahnsteig einen barrierefreien Zugang zum Zug. „Mit rund 100 Parkplätzen und genügend Abstellfläche für Zweiräder ist der Bahnhof nun für die Anforderungen bestens gerüstet“, so der Lengauer Bürgermeister Erich Rippl. Doch nicht nur die Fahrgäste profitieren vom neuen Komfort entlang der Strecke. Auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer wurde deutlich erhöht. Insgesamt wurden drei Eisenbahnkreuzungen mit einer Lichtzeichenanlage und Schranken ausgestattet, eine davon in Straßwalchen. Außerdem wurden in Steindorf zwei weitere Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt.

In Friedburg gibt es auch eine neue Park&Ride Anlage mit 100 PKW-Stellplätzen. Foto: © ÖBB / Mosser

Im Rahmen der Modernisierung wurde entlang der ca. fünf Kilometer langen Strecke sowohl der Unterbau als auch die Entwässerung komplett erneuert. Außerdem wurde die Sicherungsanlage angepasst, damit auch der Abschnitt zwischen Steindorf und Friedburg künftig zentral von der Betriebsführungszentrale in Salzburg gesteuert werden kann. Die Restarbeiten dauern noch bis ins Frühjahr 2022, dann soll das erfolgreich umgesetzte Bauprojekt gemeinsam mit der Verlängerung der Mattigtalbahn bis Neumarkt feierlich eröffnet werden.

Quelle: ÖBB

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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