Ein Einsatzleiterfahrzeug in Bischofshofen. Foto: ÖBB / Promegger
Ein Einsatzleiterfahrzeug in Bischofshofen. Foto: ÖBB / Promegger

Der ÖBB-Einsatzleiter muss bei einem Vorfall im Bahnbereich genauso schnell vor Ort sein, wie Rettung, Polizei und Feuerwehr. Denn er sorgt für einen sicheren Einsatz in Gleisnähe. Die neuen Einsatzleiterfahrzeuge der ÖBB erleichtern dies nunmehr deutlich.

Neben Polizei, Rettung und Feuerwehr ist die rasche Verständigung des ÖBB-Einsatzleiters von besonderer Wichtigkeit, da dieser der Ansprechpartner für die Einsatzkräfte vor Ort ist. Je nach Notwendigkeit kann der Einsatzleiter die Oberleitung erden, sodass es zu keinen Stromunfällen kommt und der Einsatz ohne Verzögerung fortgeführt werden kann. Ohne Einsatzleiter kann es zu Verzögerungen vor Ort kommen. Mit über 50 neuen Spezialfahrzeugen sind die Experten der ÖBB nun für die Einsätze bestens ausgerüstet. Beispielsweise könnte ein Fahrzeuglenker einen herannahenden Zug übersehen und das Pfeifsignal des Zuges überhören. Nun zählt jede Sekunde. Der Notfallkoordinator (NOKO) in der Betriebsführungszentrale der ÖBB erhält die Meldung. Je nach Art des Vorfalls alarmiert er die Einsatzkräfte, wie Polizei, Rettung oder Feuerwehr. Ein Unfall auf Bahngleisen machte den Einsatz weiterer Spezialisten der ÖBB notwendig. Denn es kann auch Strom mit mehreren tausend Volt im Spiel sein – etwa durch eine beschädigte Oberleitung.

Per Gesetz wurde die Blaulichterlaubnis auch für ÖBB-Einsatzleiterfahrzeuge erteilt. Foto: ÖBB / Foessleitner
Per Gesetz wurde die Blaulichterlaubnis auch für ÖBB-Einsatzleiterfahrzeuge
erteilt. Foto: ÖBB / Foessleitner

Fahrzeugausstattung: Blaulichterlaubnis per Gesetz
Die ÖBB-Infrastruktur AG erhielt per Gesetz die Erlaubnis Blaulicht und Folgetonhorn auf ihren Einsatzleiterfahrzeugen zu führen, um bei einem Unfall schneller helfen zu können. Neben der Sondersignalanlage sind die Fahrzeuge gezielt für Anforderungen der ÖBB-Einsatzleiter ausgestattet. Zur Grundausstattung gehören der Allradantrieb, zwei Teleskop-Erdungssets und weitere Spezialausrüstungen, wie beispielsweise einem Evakuierungssteg. Er dient im Notfall den Passagieren, damit sie auch abseits von Bahnsteigen die Züge bequem verlassen können.

Neben der auffälligen Lackierung ist das ÖBB-Einsatzleiterfahrzeug durch den Schriftzug „EINSATZLEITER“  an beiden Seiten des Fahrzeuges zu erkennen. Je nach Einsatz blinken die Leuchten im Dachbalken des Einsatzleiterfahrzeuges entweder orange („Arbeitseinsatz“) oder blau („Notfalleinsatz“). Die blauen Leuchten und das Folgetonhorn werden nur bei Notfällen verwendet, zu denen der ÖBB-Einsatzleiter rasch ausrücken muss.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und  111 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2015 mit 96,3 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.031 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

www.oebb.at  
 

 

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