Die ÖBB testen Drohnen für die Kontrolle schwer zugänglicher Strecken erstmals auch ohne Sichtkontakt. Foto: © ÖBB / Christina Olsacher 

In der Arbeitswelt von morgen werden Drohnen eine wichtige Rolle spielen. Die ÖBB bereiten sich schon heute darauf vor und testeten nun gemeinsam mit den zwei Partnerunternehmen smart digital und bladescape erstmals Drohnenflüge ohne Sichtkontakt für die Kontrolle schwer zugänglicher Streckenabschnitte. In den vergangenen Wochen wurden im steirischen Gesäuse sogenannte BVLOS-Testflüge (BVLOS: Beyond Visual Line of Sight) durchgeführt. Die Nationalparkverwaltung Gesäuse unterstütze dabei den Test.

Die Bahnstrecke im steirischen Gesäuse stellt aufgrund der topographischen Gegebenheiten die härtesten Bedingungen für den Drohnenflug dar. „Mobilfunk und auch Satellitensignale sind wegen der Topographie nicht so einfach zu beherrschen“, sagt Projektleiterin Michaela Haberler-Weber von der ÖBB Infrastruktur AG. Die Drohnen flogen von Hieflau bis zum Gesäuseeingang und wieder retour, legten dabei in Summe eine Distanz von ca. 30 km zurück. Während des Fluges mussten dabei auch definierte Aufgaben erledigt werden. Technisch werden die Drohnen derzeit mittels LTE-Mobilfunknetz gesteuert, die Verortung erfolgt über GPS.

Strecken-Inspektorin aus der Drohnengarage

Die Vision ist, dass in absehbarer Zeit von einer vollautomatischen Drohnengarage in der Region eine Drohne per Funkkontakt zu einem Erkundungsflug aufsteigt, den Streckenzustand filmt und die Aufnahmen an die Betriebsführungszentrale sendet. Dort hat man in minutenschnelle einen ersten Überblick und kann so zielgerichtet zum Beispiel Reparaturarbeiten in die Wege leiten. Die Vorteile des Drohneneinsatzes sind mannigfaltig – gerade wenn es darum geht sich schnell einen ersten Eindruck über die Lage zu verschaffen. Bisher mussten diese Checks von Mitarbeitern auf der Strecke durchgeführt werden – was bei ungünstigem Wetter oder abgegangenen Lawinen viel Zeit in Anspruch nehmen konnte.

Großer Dank Austro Control und Partnerfirmen 

Die ersten wichtigen Etappen zu vollautomatischen Drohnengarage hat die ÖBB nun mit zwei Partnerfirmen, smart digital und bladescape, und der Luftfahrtbehörde Austro Control erfolgreich abgeschlossen. Auch mit Drohnen müssen die Expert:innen der ÖBB natürlich weiterhin anpacken, um zum Beispiel ein Strecke nach einem Windbruch freizumachen – aber es wird viel Zeit gespart, Streckensperren können im Sinne der Fahrgäste deutlich reduziert werden. Und auch regelmäßige Überprüfungen von Anlagen wie Lawinenverbauungen oder Steinschlag-Schutznetzen oder auch Oberleitungen sind so schneller möglich.

„Diese Flüge zeigen sehr gut, was im Drohnenbereich zukünftig möglich sein wird. Als Luftfahrtbehörde unterstützen wir Bedarfsträger und die Industrie dabei, wenn es darum geht, auch komplexere Flüge außerhalb der Sichtverbindung unter sicheren Rahmenbedingungen zu ermöglichen und damit die Erprobung neuer Anwendungsgebiete voranzutreiben“, so Austro Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Quelle: ÖBB

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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