
Eine aktuelle Economica-Studie unterstreicht die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Österreichischen Bundesbahnen. Betrieb, Infrastrukturinvestitionen und Digitalisierung sorgen demnach für Milliarden an Wertschöpfung und sichern zehntausende Arbeitsplätze in Österreich.
Die ÖBB sind weit mehr als ein Mobilitätsunternehmen. Das zeigt die aktuelle Studie „Volkswirtschaftliche Effekte der ÖBB“ des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica, die im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach vorgestellt wurde.
Besonders bemerkenswert: Im Jahr 2025 war jeder 57. Euro der in Österreich erwirtschafteten Wirtschaftsleistung direkt, indirekt oder induziert auf den laufenden Betrieb der ÖBB zurückzuführen.
Milliarden an Wertschöpfung durch laufenden Betrieb
Allein durch den laufenden Betrieb der ÖBB wurde zwischen 2022 und 2025 eine kumulierte Bruttowertschöpfung von 27,87 Milliarden Euro ausgelöst. Das entspricht durchschnittlich rund 6,97 Milliarden Euro pro Jahr.
Im selben Zeitraum wurde Beschäftigung im Ausmaß von rund 58.300 Vollzeitäquivalenten abgesichert beziehungsweise teilweise neu geschaffen.
Die dadurch ausgelösten Lohn- und Gehaltseffekte beliefen sich laut Studie auf durchschnittlich 3,48 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kamen jährliche Fiskaleffekte von rund 2,15 Milliarden Euro.
Investitionen wirken weit über die Bahn hinaus
Eine wesentliche wirtschaftliche Bedeutung haben auch die Investitionen der Bundesbahnen.
Zwischen 2022 und 2025 wurden Investitionen von insgesamt 18,82 Milliarden Euro umgesetzt. Daraus resultierte eine heimische gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von 12,38 Milliarden Euro. Der kumulierte Beschäftigungseffekt lag bei mehr als 126.000 Vollzeitäquivalenten.
Auch in den kommenden Jahren soll kräftig investiert werden. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 sind Investitionen von mehr als 26,5 Milliarden Euro geplant.
Diese sollen laut Economica eine heimische Bruttowertschöpfung von rund 18,74 Milliarden Euro generieren und durchschnittlich rund 36.900 Vollzeitäquivalente sichern. Zusätzlich werden Fiskaleffekte von insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro erwartet.
Digitalisierung als zusätzlicher Wachstumstreiber
Die Studie untersucht auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung bei den ÖBB.
Zwischen 2022 und 2025 führten Investitionen in diesem Bereich zu einer Bruttowertschöpfung von insgesamt 1,87 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurden kumuliert mehr als 13.000 Beschäftigtenjahre in Vollzeitäquivalenten gesichert beziehungsweise geschaffen.
Die daraus resultierenden Fiskaleffekte beliefen sich auf rund 767 Millionen Euro.
Digitale Technologien sollen darüber hinaus die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Bahnbetriebs erhöhen und gleichzeitig innovative österreichische Unternehmen stärken.
Stabilitätsfaktor für Österreichs Wirtschaft
Nach Einschätzung von Economica haben die Aktivitäten der ÖBB in den vergangenen Jahren auch zur Stabilisierung der österreichischen Wirtschaft beigetragen.
Zwischen 2022 und 2025 stieg die durch Betrieb und Investitionen ausgelöste nominelle Bruttowertschöpfung um 31,4 Prozent. Die Studie errechnet für diesen Zeitraum einen realen Wachstumsbeitrag von 0,3 Prozentpunkten zur österreichischen Wirtschaftsleistung.
ÖBB-CEO Andreas Matthä sieht durch die Untersuchung die wirtschaftliche Bedeutung des Konzerns bestätigt. Neben dem laufenden Betrieb würden insbesondere die Investitionen der kommenden Jahre weiterhin erhebliche Wertschöpfungseffekte auslösen.
Auch Economica-Leiter Christian Helmenstein verweist auf die Hebelwirkung von Infrastrukturinvestitionen. Davon profitieren Unternehmen entlang einer breiten Wertschöpfungskette – von Bauwirtschaft und Industrie über Ingenieurbüros bis hin zu Dienstleistungsbetrieben.
Bahninvestitionen stärken den Wirtschaftsstandort
Die Ergebnisse zeigen, dass Investitionen in das österreichische Bahnsystem nicht ausschließlich für Mobilität und Infrastruktur von Bedeutung sind. Sie wirken sich auch auf Beschäftigung, Wertschöpfung, Steuereinnahmen und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes aus.
Mit den geplanten Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung dürfte die volkswirtschaftliche Bedeutung der ÖBB auch in den kommenden Jahren hoch bleiben.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 45.500 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
Quelle: ÖBB
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