Die ÖBB steigern 2022 mit 572 Millionen Euro abermals ihre Investitionen in eine moderne, umweltfreundliche Schieneninfrastruktur in der Steiermark. Neben Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten an Regionalbahnen, stehen die neue Südstrecke und der Klimaschutz im Fokus. Im Bild die Gleise der Koralmbahn am Bahnhof Weststeiermark. Foto: © ÖBB / Chris Zenz

Mit 572 Mio. Euro investieren die ÖBB im Jahr 2022 erneut kräftig in die Modernisierung und den Ausbau des steirischen Streckennetzes. „Investitionen in die Bahn sind Investitionen in die Zukunft. Denn jeder Kilometer auf der Schiene ist ein Kilometer für den Klimaschutz. Darum haben wir das größte Bahnausbauprogramm in der Geschichte unserer Republik beschlossen. Wir investieren mehr Geld in eine moderne Infrastruktur als je zuvor. In meinem Heimatbundesland, der Steiermark, bauen wir in diesem Jahr um über 570 Millionen Euro schnelle Strecken und moderne Bahnhöfe. Ein absolutes Highlight ist dabei der neue Koralmtunnel. Hier geht es jetzt in die finale Phase. Zugfahren wird damit noch klimafreundlicher, bequemer und einfacher“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler über die Rekordsumme, die 2022 in den Ausbau und die Verbesserung der Bahninfrastruktur in der Steiermark gesteckt wird. Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB: „Ein leistungsstarkes und klimaschonendes Bahnangebot ist das Rückgrat für einen attraktiven öffentlichen Verkehr und für einen starken Wirtschaftsstandort. Wir investieren weiter in moderne Strecken, Bahnhöfe und Terminals und bleiben damit ein verlässlicher Partner für nachhaltige Mobilität und Gütertransport in der Steiermark.“

Neue Südstrecke wächst im Eiltempo

Besonders im Fokus steht auch 2022 die neue Südstrecke: Auf steirischer Seite ist die technische Ausstattung des Koralmtunnels voll angelaufen – sie ist das „Grande Finale“ der 130 km langen Koralmbahn. Am neuen Bahnhof in der Weststeiermark starten 2022 die Arbeiten am Bahnhofsgebäude und an den Nebenanlagen. Ebenso entsteht ab Anfang des Jahres ein neuer Instandhaltungsstützpunkt am Bf. Werndorf. Im Bereich des Grazer Flughafens wird 2022 an der neuen Unterflurtrasse weitergearbeitet – mehr als die Hälfte ist im Rohbau schon fertiggestellt. Zusätzlich ensteht hier eine neue Brücke über die A2. Beim Semmering-Basistunnel schreiten die Arbeiten ebenfalls zügig voran: Aktuell sind mehr als 80 Prozent des 27,3 Kilometer langen Tunnels gegraben. Die erste Tunnelbohrmaschine „Ghega“ hat im Dezember ihre Arbeit erfolgreich beendet, die zweite Tunnelbohrmaschine ist in Fröschnitzgraben Ost kurz vor dem Ziel. Bis zum Frühjahr 2022 sollen in der Fröschnitz alle vier Vortriebe abgeschlossen sein, insgesamt wird der Tunnel von 14 Stellen aus gegraben. Auch mit dem Bau der Innenschale des Tunnels wurde bereits begonnen. Die Arbeiten am Bahnhof Mürzzuschlag und dem Westportal des Semmering-Basistunnels in Mürzzuschlag laufen ebenfalls auf Hochtouren.

Im Bild die Südstrecke Koralmbahn Unterflurtrasse im Bereich Flughafen Graz. Foto: © ÖBB / Chris Zenz

Weitere Highlights in der Steiermark 2022

Auch abseits der „Megaprojekte“ tut sich in der Steiermark einiges: Die Modernisierung des Bahnhofs Fehring wird im Mai abgeschlossen. Ab dann profitieren Kund:innen u.a. von einem barrierefreien Personendurchgang mit zwei neuen Liften. Am Bahnhof Peggau-Deutschfeistritz läuft derzeit die zweite Umbauphase, bei der die nördlichen Bahnanlagen erneuert werden. Außerdem starten 2022 die Modernisierungsarbeiten in Wartberg. Der Bahnhof wird barrierefrei umgebaut. Zusätzlich wird eine Überfahrtsbrücke errichtet und dadurch eine Eisenbahnkreuzung aufgelassen. An den Regionalbahnen werden 2022 ebenfalls erste Attraktivierungarbeiten umgesetzt – z.B. bei den Bahnhöfen Friedberg, Rohrbach und Grafendorf (Thermenbahn) – sowie eine Brücke an der Radkersburgerbahn erneuert.

Blick auf den Personensteg der Koralmbahn am Bahnhof Weststeiermark. Foto: © ÖBB / Chris Zenz

Viele Zukunftsprojekte auf Schiene

Neben den Bautätigkeiten werden 2022 auch einige Zukunftsprojekte vorangetrieben, die sich künftig in ein effizientes Gesamtsystem der ÖBB eingliedern: Bis 2028 soll etwa die Strecke zwischen Graz Ostbahnhof und der ungarischen Staatsgrenze für den umweltfreundlichen Betrieb per Bahnstrom umgebaut werden. Die Planungen dazu sind bereits voll im Gange. Auch die Haltestelle Raaba wird ab 2023 umgebaut und fit für die Zukunft gemacht. Ebenfalls ab 2023 wird die Ennstalstrecke modernisiert – an den ersten Einreichplanugnen wird bereits gearbeitet. Und auch die Planungsarbeiten für den zweigleisigen Ausbau zwischen Werndorf und Spielfeld-Straß sind angelaufen. Zusätzlich werden 2022 die Planungsarbeiten zur Attraktivierung der Bahnhöfe Mixnitz, Gratwein-Gratkorn und St.Michael i.d. Obersteiermark sowie der Thermenbahn und Radkersburgerbahn fortgesetzt.

Die Bauarbeiten am Bahnhof Mürzzuschlag schreiten zügig voran. Foto: © ÖBB / Ebner

Übersicht Streckensperren

Bei den notwendigen Arbeiten an Bahnstrecken achten die ÖBB in erster Linie darauf, starke Einschränkungen über größere Zeiträume hinweg zu vermeiden. Daher werden Maßnahmen gebündelt und bedarfsweise ganze Streckenabschnitte bearbeitet. Im Sinne der Kund:innen sorgen die ÖBB für ein sicheres, pünktliches und komfortables Reisen. Über Einschränkungen werden Kund:innen zeitgerecht im Vorfeld informiert – mit Durchsagen und Flyern in den Zügen sowie an den Bahnhöfen, Aushängen an den Bahnhöfen, im Internet unter www.oebb.at und beim Kundenservice unter 05-1717

Quelle: ÖBB

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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