Der Bahnausbau in Oberösterreich läuft auf Hochtouren und bringt zusätzlichen Schwung in den Klimaschutz. Im Bild die Ost-Einfahrt der Weststrecke aus Wien kommend zum Linzer Hauptbahnhof. Foto: © ÖBB / Robert Deopito

Es tut sich etwas in Oberösterreich. Im ganzen Land werden Bahnhöfe modernisiert, neue Gleise verlegt und Strecken elektrifiziert. Die klimafreundliche Verkehrswende hat längst begonnen, der Bahnboom ist da. Oder anders ausgedrückt: Oberösterreich steigt um und wird Schritt für Schritt zum Bahn-Musterland. Kurzum, es wird kräftig investiert und gebaut: Allein dieses Jahr werden rund 250 Bauprojekte in ganz Oberösterreich umgesetzt. Die Umsetzung des „ÖBB Rahmenplans“ mit 2,5 Mrd. Euro für Oberösterreich und den Infrastrukturmaßnahmen des „Attraktivierungspaket 2019“ sind im Zeitplan und werden einen zusätzlichen Schwung für den Klimaschutz des Landes bringen.

„Ich bin sehr dankbar, dass die ÖBB in Oberösterreich mit Landesrat Steinkellner einen starken und verlässlichen Partner haben. Gemeinsam werden wir Oberösterreich Schritt für Schritt weiter zu einem Bahn-Musterland ausbauen. Wir stehen erst am Anfang. Es ist Zeit, die Menschen haben sich nachhaltige und zukunftsfitte Verkehrslösungen verdient,“ so Judith Engel, ÖBB Infrastruktur-Vorständin.

„Der Ausbau und die gemeinsame Attraktivierung unserer oberösterreichischen Schienenlandschaft ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Unser umfangreiches Arbeitspaket in Form der OÖ Infrastrukturoffensive wird konsequent und dynamisch abgearbeitet. Dieses Paket ist nicht nur ein konkreter Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch eine Stärkung für Oberösterreichs Regionen. Rund 56% der oberösterreichischen Bevölkerung leben im ländlichen Raum. Mit dem Erhalt und der Attraktivierung unserer Regionalbahnen, setzen wir ein starkes Zeichen in die Besonderheiten und charakteristischen Eigenheiten der Region zu investieren und die Mobilität im ländlichen Raum abzusichern“, ergänzt OÖ-Infrastruktur- und Mobilitäts-Landesrat Günther Steinkellner.

Gemeinsam zogen ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Judith Engel und Landesrat Günther Steinkellner im Rahmen einer Pressekonferenz in Linz Bilanz und gaben einen Ausblick auf das, was Bahnfahrer:innen zukünftig erwarten dürfen. Foto: © Land OÖ / Kauder

Weststrecke wird weiter viergleisig ausgebaut

Die Westrecke ist die Hauptschlagader des Bahnverkehrs in Oberösterreich und gleichzeitig die leistungsstärkste Bahnstrecke Österreichs. Zuletzt konnte man im Fernverkehr ein Fahrgastplus von 15 % im Vergleich zum Rekordjahr 2019 verzeichnen. Die wichtige Ost-West-Verbindung wird weiter Stück für Stück viergleisig ausgebaut, um die Kapazitäten der Strecke für den klimafreundlichen Personen- und Güterverkehr weiter zu erhöhen. 2018 wurde der viergleisige Ausbau der Ostseite des Linzer Hauptbahnhofs abgeschlossen. 2019 begannen die Baumaßnahmen auf der Westseite des Bahnhofs. Der Streckenabschnitt Marchtrenk – Wels ist seit letztem Jahr in Bau. Weitere Gleise zwischen Linz-Marchtrenk und später zwischen Linz Kleinmünchen und dem Ostkopf werden folgen. 

Regionalbahnen werden nach und nach unter Strom gesetzt

Zusätzlich werden die Regionalbahnen gestärkt und der reibungslose Umstieg auf die Weststrecke weiter verbessert. Geplant sind umfassende Streckenelektrifizierungen, damit Züge klimaneutral, mit 100 % grünem Bahnstrom, unterwegs sein können. Aktuell sind 64 % der oberösterreichischen Bahnstrecken elektrifiziert, nach der Umsetzung der Elektrifizierungsprojekte an der Mattigtal-, der Donauufer-, der Innkreis- und der Almtalbahn (im Abschnitt Wels – Sattledt) wird der Anteil 81 % betragen.

Auch die Pyhrnstrecke wird weiter gestärkt. Derzeit ist der zweigleisige Ausbau der Pyhrnstrecke von Hinterstoder – Pießling-Vorderstoder in Planung, sowie im nächsten Schritt der Abschnitt Nettingsdorf – Rohr-Bad Hall. Hinzu kommt das aktuell laufende Planungsprojekt, das bis 2040 den Bau eines neuen Bosrucktunnels zum Ziel hat.

ÖBB Bahnhöfe werden moderne und barrierefreie Mobilitätdrehscheiben

Die gestartete Bahnhofsoffensive wird konsequent fortgesetzt. Barrierefreie und zeitgemäße Bahnhöfe werden die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs weiter erhöhen: 20 Bahnhöfe, die im „Attraktivierungspaket 2019“ enthalten sind, wurden bereits umgesetzt. Im Moment wird an weiteren 14 Bahnhöfen gearbeitet und über 60 Bahnhöfe stehen in den nächsten Jahren am Programm. 

Die ÖBB bauen ihre Bahnhöfe sukzessive zu Mobilitätsdrehscheiben aus. Mit ÖBB 360° und dem Postbusshuttle wird das Angebot für die erste und letzte Meile sukzessive ausgebaut:

o   Bad Ischl (Scooter und CarSharing),

o   Donau – Gusen (Gemeinden Steyregg, Luftenberg und St. Georgen an der Gusen; Postbus Shuttle),

o   ab August NEU: Mondseeland (Postbus Shuttle),

o   Weiters wurden zwei Konzeptionsangebote für Gmunden und Grünau/Almtal gelegt.

Zur Übersichts-Grafik klicken Sie bitte hier:

Effizienter und klimafreundlicher Güterverkehr

Auf den Güterverkehr wird in der öffentlichen Diskussion gerne vergessen, aber auch der LKW-Verkehr muss weiter reduziert werden und mehr Güter auf der Schiene transportiert werden. Hier wurde in Linz der Verschiebebahnhof Stadthafen gestärkt, der im Oktober 2021 eröffnet wurde. Der zentrale Güterumschlagplatz im Industriegebiet von Linz wurde samt Zulaufstrecke elektrifiziert. Die Elektrifizierung macht den Verschub im Herzen von Linz effizienter und klimafreundlicher.

Weniger Eisenbahnkreuzungen, mehr Sicherheit

Um die Sicherheit im Bahnverkehr weiter zu erhöhen und Verspätungen zu reduzieren, wurden die Eisenbahnkreuzungen in Oberösterreich seit 2015 um rund 13 Prozent bzw. um rund 100 Stück reduziert. Weitere Reduzierungen sind in Absprache mit Behörden, Land und Gemeinden geplant.

Starke Partnerschaft zwischen ÖBB und dem Land Oberösterreich

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die ÖBB jeden Tag daran arbeiten, die Verkehrswende zu stemmen. Und es wird weiter investiert und ausgebaut: Denn die Bahn ist ein starker Hebel, um die aktuellen Verkehrsprobleme zu lösen und die Klimaziele zu erreichen. Beides muss gelingen.

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Quelle: ÖBB

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2021 insgesamt 323 Millionen Fahrgäste und über 94 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

www.oebb.at

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