Ab 2035 soll in der EU kein Dieselantrieb mehr erlaubt sein. „Das wünsche ich mir auch. Aber der Weg dorthin ist weit und den LKW wird man auch in Zukunft nicht ersetzen können“, stellte Fritz Müller, Geschäftsführer der auf die Beförderung von Lebensmitteln und Pharmaprodukten spezialisierten Firma Müller Transporte aus Wiener Neudorf, bei einer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) veranstalteten Fachdiskussion zum Thema „Energiewende im Verkehr voranbringen“, fest.

Um vollständig vom Verbrennungsmotor wegzukommen, fehlt seiner Ansicht nach noch ein gehöriges Stück, denn: Die Technologien sind noch nicht da. Es gibt viele Ideen, es gibt viele Prototypen. Aber um wirklich umzusteigen, davon sind wir noch weit entfernt“, so Fritz Müller. Sollte der angepeilte Switch nicht gelingen, „müssen wir auch nach 2035 mit dieselbetriebenen LKW fahren, sonst wird unsere Wirtschaft leider stehen bleiben!“

Müller Transporte hat sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben und handelt nach dem Motto „Learning by doing“. „Wir bauen eine eigene Abteilung auf, die sich mit alternativen Antrieben und deren Umsetzung beschäftigen wird“, kündigte der Geschäftsführer bereits an. Dabei lege man sich nicht auf eine bestimmte Antriebsart fest, „weil wir nicht wissen, ob es Strom oder Wasserstoff sein wird. Das kann man heute noch schwer abschätzen“, meinte er.

Ab Mai testet das Transportunternehmen einen Kühlaufleger, dessen Aggregat ausnahmslos elektrisch angetrieben wird. Der Antrieb erfolgt über eine Batterie, die unten am Fahrzeug montiert ist. Während der Fahrt wird die Batterie über eine der drei Achsen immer wieder neu aufgeladen. „Das ist ein ganz neues Projekt, das zeigen soll, wie man während der Fahrt Strom erzeugen kann“, berichtete Fritz Müller.

Allerdings dürfe auch dieser Versuchsballon nicht darüber hinwegtäuschen, dass „wir uns nach dem Angebot der LKW-Hersteller richten müssen. Was der Transport in Zukunft kosten wird, ist eine Marktfrage. Der Markt wird entscheiden, welche Antriebe am Ende des Tages gewinnen werden“, betonte Fritz Müller. Und: „Bezahlen wird alle diese Mehrkosten am Ende der Konsument.“

Müller Transporte zählt zu Österreichs führenden Transportunternehmen im Bereich temperaturgeführte Ladungen. An seinen vier Firmenstandorten in Österreich und dem benachbarten Ausland beschäftigt das Unternehmen 700 Personen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde in der Gruppe ein Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro erwirtschaftet.

Foto: © Müller Transporte

https://muellertransporte.at

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