Ärztliche Hausapotheken garantieren einen raschen Therapiebeginn und sind umwelt- und patientenfreundlich. Im Bild eine öffentliche Apotheke. Foto: © oepb
 

Patient:innen werden schneller gesund, wenn sie rasch und ohne großen Aufwand mit ihrer Therapie beginnen können. Durch eine gesetzliche Regelung, wonach nur wenige Ordinationen eine Hausapotheke führen dürfen, wird dieser optimale Therapiebeginn jedoch verhindert. Dr. Max Wudy, Vizepräsident der Ärztekammer Niederösterreich und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, meint dazu: „Gerne wird von der Apothekerkammer als Argument gegen ärztliche Hausapotheken das Vier-Augen-Prinzip vorgebracht. Doch es ist nicht schlüssig. Vermutlich fände es jeder geradezu absurd, wenn man Patient:innen im Krankenhaus ein Rezept in die Hand gäbe, mit dem sie die Medikamente aus der Spitalsapotheke abholen, nur damit die oder der Angestellte der Apotheker ein Auge darauf werfen kann. Selbstverständlich vertraut man den Spitalsärzt:innen, dass diese die richtige Therapie für die kranken Menschen auswählen. Warum also soll dies in der Ordination nicht ebenso funktionieren?“

Erwiesen ist auch, dass Patient:innen ihre Medikamente korrekter einnehmen, wenn sie diese direkt bei der Diagnosestellung durch ihre Ärzt:innen auch gleich von diesen erhalten und über die korrekte Einnahme aufgeklärt werden. So kann die Compliance bei den Patient:innen einfach und kostengünstig gesteigert werden.

Ärztliche Hausapotheken mit extrem positiver Ökobilanz

Vor einigen Jahren wurde der ökologische Aspekt ärztlicher Hausapotheken untersucht. Konkret ging es in der Studie um die Ausweitung der ärztlichen Hausapotheken und der damit verbundenen Einsparung des CO2 Ausstoßes. Dr. Harald Schlögel, Präsident der Ärztekammer für NÖ, kann sich noch gut an die Untersuchung erinnern: „Die Ergebnisse des unabhängigen Energieinstituts an der Johannes Kepler Universität Linz sind noch immer höchst brisant. Die Wissenschaftler:innen haben berechnet, dass, wenn jede Ordination eine ärztliche Hausapotheke hätte, dadurch rund 62 Millionen gefahrene Autokilometer eingespart werden könnten. Dem gegenüber würde bei einem fiktiven Wegfall aller Hausapotheken rein ökologisch betrachtet ein zusätzlicher Fahrtaufwand für die Bevölkerung von 103 Millionen Kilometern pro Jahr entstehen. Der CO2 Ausstoß würde dadurch um mehr als 14.000 Tonnen steigen.“ Die Zahlen belegen eindeutig die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Medikamentendistribution mit Hilfe ärztlicher Hausapotheken in Österreich, sind sich die beiden Ärzt:innenvertreter einig.

Quelle: Ärztekammer für Niederösterreich

Lesen Sie noch mehr über die NÖ-Ärztekammer bei uns bitte hier;

www.arztnoe.at

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