kranklHans Krankl als Spieler und Trainer, Johann K. als Sänger oder einfach nur ,Der Nachtfalke´ bei ,Radio Wien´. Der ,Hansee´ ist und bleibt einfach ein Mensch, der keinen kalt läßt. Man liebt, oder man haßt ihn, seit jeher. Ein Mittelding gab und gibt es nicht, bis heute. Und weil dem schon immer so war, sei all seinen zahlreichen Neidern und Kritikern das Buch ,Krankl´ von Wolfgang M. Gran, eben erst im Egon Theiner-Verlag erschienen, wärmstens empfohlen. Dieses Werk beleuchtet hinter den Kulissen den Menschen, den netten Nachbarn in Jesolo, den rührseligen Familien-Vater, den Trainer der Österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Aber auch den Patrioten, der er zweifellos ist. Wenn Hans Krankl beim Abspielen der Bundeshymne, wie es ja vor Länderspielen üblich ist, seine rechte Hand zur linke Brusthälfte führt, dann ist das keine Show, dann ist das echt. Er ist stolz darauf, ein Österreicher zu sein. Er ist stolz darauf, als Staatsbürger dieser Nation zu Weltruhm gelangt zu sein und er ist stolz darauf, als Österreicher im Ausland zu gelten.

Der Autor nimmt sich auf knapp 300 Seiten das Ziel vor, den Menschen Hans Krankl dem geneigten Leser näher zu bringen. Natürlich kommt auch Cordoba vor, selbstverständlich liest man vom Finale zu Basel im Mai 1979, als er, der ,Hansee´ zum zweitenmal binnen einem Jahr die Deutschen weinen ließ, als er mit seinem entscheidenden Tor in der Verlängerung dafür sorgte, daß der Europapokal der Pokalsieger eben nach Barcelona wandert und nicht an den Rhein nach Düsseldorf. Aber, und das ist bemerkenswert, es dreht sich nicht alles nur um Leistung, Tore und Statistiken in diesem Buch. Der Leser, und das ist dem Autor zweifellos gelungen, lernt den Menschen kennen, den Musik-Freak, den Kinderfreund, den Straßenbahner-Sohn aus Wien-Mariahilf, der am Valentinstag 1953 das Licht der Welt erblickte. Hans Krankl, der Reibebaum zwischen seinen Fans und Mißgönnern, das Zornbinkerl, das nach einem Torerfolg gegen VÖEST Linz zu Ostern 1983 schon einmal den Ball Richtung Tribüne feuert und seinen ewigen Nörglern damit dokumentiert: ,Ihr da oben, da habt´s die Wuchtel, macht es besser, wenn Ihr es könnt.´ Aber auch der Goaleador, der seinen Torjubel meist am Zaun stehend vor der Westtribüne im Gerhard Hanappi-Stadion mit den Fans feierte, ja förmlich zelebrierte.

Heute ist er – noch – der Teamchef der Österreichischen Fußballnationalmannschaft. Die Betonung liegt leider auf ,noch´, da an seinem Thron kräftig gesägt wird. Warum? Nun, Österreich konnte sich für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nicht qualifizieren. Die Chance war da, wenngleich auch nur sehr gering. Die Engländer und die Polen in der Österreich-Gruppe waren und sind eben höher einzuschätzen. Und dennoch hat der interessierte Beobachter der Szenerie den Eindruck gewonnen, daß unter seiner Regentschaft an der Outlinie sehr wohl seine Handschrift zu erkennen ist und daß das Team auch Fortschritte macht. Früher hätte man beispielsweise ein Spiel nach einem 0 : 2-Rückstand verloren, heute spielt man Remis, und das gegen England. Früher wären die Herren Balltreter eingebrochen nach einem frühzeitigen Gegentor. Heute rappeln sie sich auf erzielen den Ausgleich und gehen letztendlich auch als Sieger vom Feld. Hans Krankl hauchte dem Nationalteam neues Leben ein, er motiviert die Kicker bis in die Haarspitzen, er impft ihnen nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch Nationalstolz ein. Er ist der geeignet Mann für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz Wenn man ihn nur läßt.

Das Buch jedenfalls ist ein Knüller. Wenn man es zu lesen beginnt, schaut man nicht mehr auf und legt es erst beiseite, wenn die letzte Seite erreicht ist. Es liest sich flüssig, amüsant und lehrreich. Und man erfährt viel neues über einen Menschen, den man zu kennen glaubte, wenn auch nur oberflächlich. Dem Autor gelang es in eindrucksvoller Art und Weise, den Menschen Hans Krankl in diesem Buch vorzustellen. Das war sein Ziel. Der Leser lernt hier die Person besser kennen und man versteht die Reaktionen von diesem Mann, der permanent die Öffentlichkeit bewegte, besser und fühlt mit ihm mit. Das Buch sei seinen Freuden zur Pflichtlektüre wahrlich empfohlen, seinen Kritikern zum Lesen nahegebracht. Der Mensch lernt, er lernt immer und er macht sich ein Bild und urteilt dann neu. So sollte es ganz einfach sein …

Krankl
von Wolfgang M. Gran
erschienen im Egon Theiner-Verlag, 1070 Wien, Kaiserstraße 14/7
Tel.: 01/89 01 621
www.egoth.at
ISBN: 3-902480-03-3
EUR 24,90

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