Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) spricht von einer Hitzewelle, „wenn die Tageshöchsttemperatur für mehr als fünf Tage die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur (gemessen zwischen 1961 und 1990) um mindestens fünf Grad überschreitet.“

Eine einfachere Definition geht auf den tschechischen Meteorologen Jan Kysely zurück: „Eine Hitzewelle wird festgestellt, sobald an mindestens drei Tagen in Folge die Maximaltemperatur 30 °C überschreitet und hält so lange an, wie die mittlere Maximaltemperatur über die gesamte Periode über 30 °C bleibt und an keinem Tag eine Maximaltemperatur von 25 °C unterschritten wird.“

Diese Tage werden die Kysely-Tage genannt. Sie sind allerdings in der Schweiz nicht relevant. „Die Definition der Kysely-Tage verwenden wir nicht“, berichtet MeteoSchweiz.

Ist Hitzewelle gleich Hitzewelle?

International existiert keine einheitliche Definition des Begriffs „Hitzewelle“. Da eine Hitzewelle vom üblichen Wetter des jeweiligen Gebietes abhängig ist, gibt es für ihre Definition keine fixe Festlegung der Zeitspanne oder Temperatur. Was in einem heißen Klima als normales Wetter erscheint, wird in einem kühleren Klima als Hitzewelle erlebt. In Indien beispielsweise wird erst ab einer Temperatur von 40 Grad von einer Hitzewelle gesprochen. Definitionen einer Hitzewelle basieren aber häufig auf einer Kombination von Schwellenwerten. Diese beinhalten meistens die Dauer (Tage), den geografischen Umfang und gewisse Werte der Intensität (Temperaturen und Luftfeuchtigkeit).

Wann spricht man von einem Hitzetag

Steigen die Temperaturen über 30 Grad, sprechen wir von einem Hitzetag.

Warme Getränke trinken bei Hitze – Mythos oder wahr?

Richtig ist, dass eiskalte Getränke nicht empfohlen werden. Denn eiskalte Getränke verschaffen zwar eine spontane Erfrischung, belasten den Körper aber deutlich mehr als warme, wie deutsche Notfallmediziner 2021 in einer Pressemitteilung meldeten. Denn der Organismus muss viel Energie aufbringen, um die Temperatur zu regulieren. Dadurch schwitzen wir noch mehr. Der Körper verbrenne dabei zusätzliche Kalorien – mit dem Effekt, dass auch zusätzliche Körperwärme entsteht. Ein weiterer unliebsamer Effekt bei extrem kalten Getränken: Sie können zu Magenproblemen und Unwohlsein führen.

Und wie ist das jetzt mit dem warmen Getränk? Schließlich nippen doch etwa Wüstenbewohnende gerne an warmem Tee. Tatsächlich kann das die kühlende Schweißproduktion kontinuierlich anregen. Zudem können mit warmem Früchtetee auch wichtige Mineralstoffe aufgenommen werden. Zu heiße Getränke allerdings können uns zu stark ins Schwitzen bringen, was sich negativ auf den Flüssigkeitsverlust auswirkt.

Die Tradition des warmen Tees hat bei den Beduinenvölkern auch noch einen anderen Hintergrund: der Mangel an sauberem Trinkwasser. Wer Wasser vor dem Trinken abkocht, tötet Mikroorganismen.

Und wie sieht es mit scharfem Essen aus?

Chili ist besonders in warmen Ländern ein beliebtes Nahrungsmittel. Ein Grund: Die scharfe Schote kühlt den Körper ab. Ernährungswissenschaftler Uwe Knop erklärt dazu: „Chili wirkt auf die Hitzerezeptoren im Mund.“ Das Capsaicin, das für den Schärfereiz verantwortlich ist, dockt im Mund an Rezeptoren an, die dem Gehirn melden, dass eine Hitzequelle im Mund ist. Doch auf die vermeintliche Hitze setzt eine Kühlreaktion ein. Auf das Signal reagiert der Körper mit Schweiß, und dieser kühlt den Körper – wie beim warmen Getränk – ab.

Aber gemäß Uwe Knop ist nicht jedes scharfe Nahrungsmittel geeignet. Diesen abkühlenden Effekt haben demnach nur Nahrungsmittel, die Capsaicin enthalten, insbesondere Chili. Für andere scharfe Gewürze wie etwa Senf gelte das nicht in der Form.

Foto: © by Jana Wersch from Pixabay

https://www.facebook.com/uknop

Quelle: Uwe Knop

Lesen Sie mehr über Uwe Knop bei uns bitte hier;

www.echte-esser.de

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