Hans Krankl vor dem Elefantengehege im Tiergarten Schönbrunn: Der „Goleador“ nahm das tierische Nachwuchstalent genau unter die Lupe. Der junge Elefantenbulle zeigte am Ball bereits erstaunliche Qualitäten – Robustheit und Einsatz stimmen laut Krankl jedenfalls.
Foto: Daniel Zupanc / Tiergarten Schönbrunn

Hans Krankl trainiert tierisches Nachwuchstalent im Tiergarten Schönbrunn

Die Fußball-WM steht vor der Tür – und auch im Tiergarten Schönbrunn ist die Vorfreude bereits angekommen. Der bald einjährige Elefantenbulle absolvierte eine ganz besondere Trainingseinheit: mit keinem Geringeren als Österreichs Fußballlegende Hans Krankl.

Kaum spielte der „Goleador“ den WM-Ball ins Elefantengehege, wurde dieser neugierig angenommen und munter bewegt. Der ehemalige Torjäger nahm die Beinarbeit des tierischen Nachwuchstalents genau unter die Lupe. Sein fachkundiges Urteil fiel eindeutig aus: „Absolut zum Gebrauchen. Top!“

Für die aktuelle Weltmeisterschaft kommt die tierische Verstärkung zwar noch zu früh, dennoch richtete Krankl mit einem Augenzwinkern eine Botschaft an ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick: „Der Ralf Rangnick sollte sich den Kleinen anschauen, vielleicht kommt er in Frage – zweifelsohne ein nicht uninteressanter Spieler.“

Foto: Daniel Zupanc / Tiergarten Schönbrunn

Auch die Mutter des Elefantenbullen zeigte sich vom Fußballfieber begeistert. Beim Rüsselspiel müssten die beiden allerdings wohl die eine oder andere gelbe Karte in Kauf nehmen.

Was sich Österreichs Fußballstars rund um Marko Arnautović, Marcel Sabitzer, David Alaba und Co. vom tierischen Nachwuchstalent abschauen können, weiß Hans Krankl ganz genau: „Die Robustheit und Stärke. Sie müssen robust in der Abwehr sein und da ist der Kleine schon sehr stark.“

Foto: Daniel Zupanc / Tiergarten Schönbrunn

Lediglich an der Schnelligkeit müsse laut Krankl noch ein wenig gearbeitet werden. Die Frage, ob vier Beine beim Fußball vielleicht ein Vorteil wären, beantwortete die Fußballlegende mit gewohntem Humor: „Da fehlt mir die Erfahrung, ich hab nur zwei“, so Krankl lachend.

Man braucht wohl kein Elefantengedächtnis, um sich an Cordoba zu erinnern – und im Tiergarten Schönbrunn wurde die Vorfreude auf die Fußball-WM jedenfalls auf tierische Weise geweckt.

Foto: Daniel Zupanc / Tiergarten Schönbrunn

Auch für die Elefanten selbst stellte die Aktion eine besondere Abwechslung dar. „Die Beschäftigung unserer Elefanten ist vielfältig. Normalerweise bevorzugen wir natürliche Materialien wie Äste oder Baumstämme, die die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum kennen, aber zum WM-Start muss es natürlich ein Ball sein“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.

Über den Tiergarten Schönbrunn

Mitten im prachtvollen Park von Schloss Schönbrunn liegt der Tiergarten Schönbrunn, der älteste noch bestehende Zoo der Welt und eine der bedeutendsten zoologischen Einrichtungen Europas. Seit seiner Gründung im Jahr 1752 hat sich die einst kaiserliche Menagerie zu einem modernen Zentrum für Tierhaltung, Forschung, Bildung und Artenschutz entwickelt.

Zwischen historischen Pavillons, alten Baumalleen und naturnah gestalteten Anlagen begegnen Besucherinnen und Besucher einer beeindruckenden Vielfalt an Tierarten aus allen Teilen der Welt – von Elefanten und Großkatzen bis hin zu seltenen Bewohnern tropischer Lebensräume.

Ein Spaziergang durch den Tiergarten ist daher weit mehr als ein klassischer Zoobesuch: Er verbindet Naturerlebnis, Geschichte und die faszinierende Vielfalt der Tierwelt zu einem besonderen Ausflug im Herzen Wiens.

Alle Fotos Copyright: Daniel Zupanc

Quelle: Wiener Tiergarten Schönbrunn

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