Rundbassin mit Blick auf das Schloss Schönbrunn. Foto: SKB
Rundbassin mit Blick auf das Schloss Schönbrunn. Foto: SKB

 

Die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H, kurz SKB, die neben Schloß Schönbrunn auch Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer in der Hofburg, das Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien, sowie die Marchfeldschlösser Schloss Hof und Schloss Niederweiden betreibt, erzielte im Bilanzjahr 2015 einen Umsatz von 52,2 Millionen Euro (2014: 43,8 MiIlionen). Der Trend des wachsenden Besucherinteresses spiegelt sich auch in den aktuellen Zahlen für das erste Halbjahr 2016 wider.

 

Besucherzuwachs

Insgesamt war das Jahr 2015 für die SKB sehr erfolgreich: Alle Attraktionen der SKB gemeinsam konnten mit über 4,5 Millionen Gästen eine Besucherzunahme von rund 7 Prozent verzeichnen. Allein das Schloß Schönbrunn verzeichnete 2015 mit 3,6 Millionen Eintritten ein Plus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Dieser erneute Zuwachs an Besucherinnen und Besuchern und der damit verbundene wirtschaftliche Erfolg bilden ein wichtiges Fundament für kommende bauliche Maßnahmen und Restaurierungen.“, erklärt Franz Sattlecker, Geschäftsführer der SKB. Auch ohne Berücksichtigung von Mehrfacheintritten der Besucher – also rein nach Köpfen gezählt – konnte das Schloß Schönbrunn eine Zunahme von rund 7 Prozent auf rund 2,36 Millionen verbuchen.

Das Eingangs-Portal in die Wiener Hofburg. Foto: SKB
Das Eingangs-Portal in die Wiener Hofburg. Foto: SKB
Hofburg-Eingangsbereich findet Anklang

Mit den Kaiserappartements, dem Sisi Museum und der Silberkammer in der Hofburg zeigte ein weiteres Angebot der SKB eine erfreuliche Entwicklung, im abgelaufenen Jahr besuchten 710.000 Besucher die Ausstellungen, rund 6 Prozent mehr als im Jahr davor. „Der neue Eingangsbereich in der Hofburg wurde sehr gut angenommen. In den Monaten nach der Eröffnung des neuen Zugangs konnten wir hier eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen verzeichnen.“, freut sich Franz Sattlecker.

Leichtes Minus für Hofmobiliendepot und Marchfeldschlösser

Leichte Besucherrückgänge im Vergleich zu 2014 gab es dagegen im Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien, sowie in Schloss Hof und Schloss Niederweiden. Bei den Marchfeldschlössern (177.000 Besucher / minus 5 Prozent) zeigt sich ein Zusammenhang mit den sehr heißen Sommermonaten, in welchen weniger Eintritte als 2014 verzeichnet wurden. Rund 52.000 Besucher kamen ins Hofmobiliendepot – rund 4 Prozent weniger als 2014.

Blick in das Schreib- und Arbeitszimmer von Erzherzog Franz Karl Joseph von Österreich. Foto: SKB
Blick in das Schreib- und Arbeitszimmer von Erzherzog Franz Karl Joseph von Österreich. Foto: SKB
Schönbrunn erhält sich selbst

Die SKB erzielte im Geschäftsjahr 2015 Erlöse in Höhe von 50 Millionen Euro. Davon stammen mehr als 50 Prozent aus Ticketverkäufen, je rund ein Viertel aus Shopeinnahmen sowie aus Vermietungen und Verpachtungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) belief sich im Jahr 2015 auf 5 Millionen Euro. Seit der Ausgliederung der Kulturdenkmäler aus der Staatsverwaltung werden alle Mittel zu deren Erhaltung durch die SKB selbst erwirtschaftet. „Rund 208 Millionen Euro sind bisher (von 1993 bis 2015) insgesamt in Bau- und Investitionsvorhaben geflossen, 2015 waren es allein 8,3 Millionen Euro.“, so Alexander Keil, stellvertretender Direktor der SKB. „Außerdem fielen im Jahr 2015 insgesamt 8,4 Millionen Euro an Steuern sowie Zahlungen für Fruchtgenuss und Pacht an.“

Schloss Hof 2016: neue Marketinglinie und deutlich mehr Besucher

Für die SKB zeichnet sich auch für das laufende Jahr eine sehr positive Entwicklung ab. In ersten Halbjahr 2016 bilanziert das Schloß Schönbrunn mit einem Besucherzuwachs von 1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Auch in die Hofburg kamen heuer schon rund 3 Prozent mehr Besucher, während das Hofmobiliendepot bisher einen Rückgang um 12 Prozent verzeichnet. Besonders erfreulich ist der merkliche Zuwachs bei den Marchfeldschlössern – hier gibt es ein Besucherplus von 40 Prozent. Die gestiegenen Besucherzahlen in Schloss Hof unterstreichen die Wirkung des ausgebauten Angebots: Seit dem Frühjahr gibt es hier zwei neue Erlebnispfade für alle Altersgruppen – eine neue Marketinglinie spricht außerdem gezielt heimische Zielgruppen an. Auch die derzeit laufende Franz-Joseph-Sonderausstellung zum Thema Jagd und Freizeit im Schloss Niederweiden stößt auf reges Interesse.

Morgendliche Sommer-Stimmung im Schönbrunner Schlosspark. Im Vordergrund der Neptunbrunnen, im Hintergrund thront die Gloriette. Foto: Lois Lammerhuber / SKB
Morgendliche Sommer-Stimmung im Schönbrunner Schlosspark. Im Vordergrund der Neptunbrunnen, im Hintergrund thront die Gloriette. Foto: Lois Lammerhuber SKB
Kaiserjahr 2016

Das heurige Jahr steht ganz im Zeichen des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph am 21. November 1916. Seit 16. März setzt sich eine Sonderausstellung an vier Standorten durchaus kritisch mit der Person des Kaisers auseinander. Neben dem Blick auf Franz Josephs Rolle als Herrscher und Repräsentant in Ausstellungen im Schloß Schönbrunn und in der Kaiserlichen Wagenburg bietet sich auch Gelegenheit, bisher eher unbekannte Seiten des Kaisers kennenzulernen. So widmet sich das Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien dem Gegensatz zwischen Franz Josephs bescheidenen persönlichen Wohnansprüchen und dem ihm auferlegten prunkvollen Lebensstil. Das Schloss Niederweiden im Marchfeld zeigt den Privatmensch Franz Joseph mit großer Liebe zum Reiten und zur Jagd. Die Ausstellung läuft noch bis zum 27. November 2016.

Bauprojekte: Restaurierungen und Erweiterungen
Von der riesigen Barockterrasse hat man einen herrlichen Blick auf das im Marcheld gelegene Schloss Hof. Foto: Schloss Hof
Von der riesigen Barockterrasse hat man einen herrlichen Blick auf das im Marcheld gelegene Schloss Hof. Foto: Schloss Hof

Im vergangenen Jahr und in der ersten Jahreshälfte 2016 wurden bereits einige Großprojekte fertig gestellt. Im Zentrum standen dabei u. a. der Abschluss der Neugestaltung des Hofburg-Eingangsbereichs, die Restaurierung des gemeinsamen Schlafzimmers, sowie die Errichtung von Erlebnispfaden in Schloss Hof. Auch im aktuellen Jahr sind Bauvorhaben im Gange: Unter anderem wird die Fassade der 1775 errichteten Gloriette in der zweiten Jahreshälfte generalsaniert – mit merklichen Besuchereinschränkungen ist hier aber nicht zu rechnen. In einem weiteren Großprojekt, der Umgestaltung des Vorfelds in der Schönbrunner Schlossstraße, arbeitet Schönbrunn derzeit mit der Stadt an einer Detailoptimierung der Pläne – frühester Baustart ist 2017. Besonders aufwändig gestalten sich die Sanierungsarbeiten bei Schloss Hof: Zwei Großprojekte, der Kaskadenbrunnen und die 7. Terrasse, starten im Juli – die Baukosten liegen hier bei rund 8,5 Millionen Euro.

www.franzjoseph2016.at

www.schoenbrunn.at

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