
Die explodierenden Lebenshaltungskosten drücken derzeit massiv auf die Stimmung in Oberösterreich und im ganzen Land. Für viele Haushalte ist der Alltag zum finanziellen Drahtseilakt geworden, ob an der Supermarktkasse, bei der Mietüberweisung oder beim Blick auf die Energierechnung, die Preise schießen überall in die Höhe. Diese anhaltende Kostenspirale sorgt dafür, dass die Hoffnung auf eine schnelle wirtschaftliche Entspannung spürbar schwindet.
Inflation und Lebenshaltungskosten: Die anhaltende Belastung
Die Teuerung hat Österreich fest im Griff. Im Dezember 2025 lag die Inflation bei 3,8 Prozent, fast doppelt so hoch wie der Eurozonenschnitt von 2,0 Prozent. Das Gesamtjahr 2025 schloss mit 3,6 Prozent ab, deutlich über den 2,9 Prozent des Vorjahres. Besonders dramatisch entwickelten sich die Energiepreise.
Elektrischer Strom verteuerte sich laut Statistik Austria im Jahresdurchschnitt 2025 um 37,3 Prozent, nachdem die staatliche Strompreisbremse ausgelaufen war. Der Bereich Wohnen, Wasser und Energie stieg um 5,7 Prozent. Auch bei Lebensmitteln spürten Haushalte den Druck. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 3,7 Prozent, Restaurants und Hotels um 5,8 Prozent. Diese Preisentwicklung bei Grundbedürfnissen zwingt Familien, einen größeren Teil ihres Einkommens für Wohnen, Heizen und Essen aufzuwenden.
IMAS-Umfrage: Düstere Erwartungen für die Zukunft
Eine aktuelle Meinungsumfrage des Linzer Marktforschungsinstituts IMAS offenbart das Ausmaß der wirtschaftlichen Resignation in der Bevölkerung. Zwischen 5. und 26. November 2025 wurden 1.022 Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren repräsentativ befragt. Die folgende Tabelle zeigt, wann die Befragten mit einer wirtschaftlichen Erholung rechnen:
| Erwarteter Zeitpunkt der Erholung | Anteil der Befragten | Entwicklung zum Vorjahr |
| 2028 oder später | 25% | +4 Prozentpunkte |
| Erstes Halbjahr 2027 | 14% | Stabil |
| Überhaupt keine Erholung | 14% | Verdopplung (2024: 7%) |
| Bis Ende 2027 | 41% | Rückgang (2024: 51%) |
Die Zahlen verdeutlichen einen besorgniserregenden Trend: Die Gruppe der völlig Pessimistischen hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. 2023 meinten nur 19 Prozent, dass eine Erholung erst in drei oder mehr Jahren eintreten würe. Dieser Wert ist bis Ende 2025 auf 25 Prozent gestiegen. Die wachsende Resignation spiegelt die anhaltende Belastung durch Inflation und stagnierende Realeinkommen wider.
Die größten Sorgen der Österreicher
Die Umfrageergebnisse zeigen klare Prioritäten bei den Ängsten der Bevölkerung. Die folgende Übersicht verdeutlicht, was den Menschen in Österreich aktuell die größten Sorgen bereitet.Rund 60 Prozent der Befragten machen sich starke Sorgen wegen Teuerung und steigenden Lebenshaltungskosten, die mit Abstand größte Sorge im Land. An zweiter Stelle folgt die Zuwanderung mit 45 Prozent, gefolgt von der wirtschaftlichen Lange in Österreich mit 44 Prozent.
Weitere wichtige Themen sind schulischer und beruflicher Erfolg sowie ein Ende der Teuerung, die jeweils von zwölf Prozent genannt wurden. Diese Gewichtung zeigt deutlich: Die wirtschaftlichen Sorgen dominieren alle anderen Themen. Inflation und Lebenshaltungskosten sind nicht mehr abstrakte Zahlen, sondern konkrete, täglich spürbare Belastungen, die mehr Menschen beschäftigen als alle anderen gesellschaftlichen Herausforderungen.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit suchen Konsumenten verstärkt nach Transparenz. Menschen vergleichen heute intensiver als je zuvor. Die Slotozilla zeigt diesen Trend im Unterhaltungsbereich das nutzer finden dort Casino-Bewertungen und Bonus-Vergleiche. Ähnlich wie bei Lebensmittelpreisen greifen Menschen bei allen Ausgaben zu Vergleichsportalen. Kostenbewusstsein prägt heute sämtliche Konsumbereiche.
Oberösterreichs Haushalte unter Druck
Die Auswirkungen der Teuerung treffen oberösterreichische Familien besonders hart. Ein durchschnittlicher Haushalt muss heute deutlich mehr für die gleichen Leistungen ausgeben. Laut Statistik Austria schrumpft das verfügbare Einkommen real. Wo früher am Monatsende Spielraum blieb, müssen Familien heute jeden Euro zweimal umdrehen. Allein die Stromrechnung verteuerte sich um mehr als ein Drittel. Dazu kommen höhere Mieten und teurere Lebensmittel.
Das Ergebnis ist ein fundamentaler Wandel. Anschaffungen werden verschoben, Urlaube gestrichen, Rücklagen aufgebraucht. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte, die kaum noch Spielraum für unerwartete Ausgaben haben.
Wirtschaftsprognosen: Verhaltener Optimismus der Experten

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute WIFO und IHS präsentieren im Dezember 2025 ihre aktualisierten Prognosen für die österreichische Wirtschaft. Die wichtigsten Kennzahlen verdeutlichen eine langsame, aber sehr unsichere wirtschaftliche Erholung:
- BIP-Wachstum 2025: 0,5 Prozent – minimaler Aufschwung nach der längsten Rezession der Zweiten Republik.
- BIP-Prognose 2026: 1,2 Prozent (WIFO) bzw. 1,0 Prozent (IHS) – deutlich unter früheren Erholungsphasen.
- BIP-Ausblick 2027: 1,1 bis 1,4 Prozent – verhaltenes Wachstum erwartet.
- Inflationsentwicklung: Rückgang von 3,5-3,6 Prozent (2025) auf 2,5-2,6 Prozent (2026).
- Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote sinkt minimal von 7,4 Prozent (2025) auf 7,3 Prozent (2026).
- Belastungsfaktoren: Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, unsichere US-Zollpolitik, schwächelnde deutsche Industrie.
WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr sieht zwar „Licht am Ende des Tunnels“, warnt aber: „Für 2026 und 2027 erwarten wir keinen stürmischen Aufschwung.“ Diese moderaten Verbesserungen erklären die tiefe Skepsis vieler Bürger.
Psychologische Folgen der Dauerkrise
Die anhaltende Kostenbelastung hinterlässt offenbar tiefe psychologische Spuren in der Bevölkerung. Laut der IMAS-Meinungsumfrage 2025 planen viele Menschen vorsichtiger und blicken pessimistischer in die Zukunft. Die Umfrage erfasst dabei Einstellungen und Erwartungen, keine direkt gemessenen Verhaltensänderungen.
Die Ergebnisse deuten jedoch auf folgende Tendenzen hin:
- Defensive Lebensplanung: Der wichtigste persönliche Wunsch für 2026 ist Gesundheit für sich und die Familie (25%), gefolgt von Verbesserung der Lebenssituation (17%).
- Konsumzurückhaltung: Große Anschaffungen werden konsequent verschoben, Investitionen aufgeschoben, Rücklagen systematisch aufgebraucht.
- Vertrauensverlust: Schwindendes Vertrauen in baldige wirtschaftliche Besserung bremst Konsum und verhindert notwendige Ausgaben.
- Teufelskreis-Effekt: Pessimismus führt zu verhaltenem Konsum, was die wirtschaftliche Erholung verzögert und Pessimismus verstärkt.
- Unsicherheit als Wirtschaftsfaktor: Die vorsichtige Haltung wird selbst zum konjunkturellen Bremsfaktor.
Diese Stimmungslage könnte erklären, warum viele Österreicher erst 2028 oder später mit einer spürbaren Verbesserung rechnen. Die Kombination aus verhaltenen Expertenprognosen und wachsender Resignation schafft eine selbstverstärkende Abwärtsspirale der Erwartungen.