
Ein Jahr nach Inkrafttreten des Barrierefreiheitsgesetzes (BaFG) zeigt eine aktuelle Analyse von Accessiway, dass viele österreichische Websites weiterhin nicht ausreichend barrierefrei gestaltet sind. Im internationalen Vergleich weist Österreich dabei noch deutlichen Verbesserungsbedarf auf.
Besonders häufige Probleme sind unzureichende Farbkontraste, Schwierigkeiten bei der Darstellung auf mobilen Geräten sowie fehlende Möglichkeiten, Schriftgrößen individuell anzupassen. Diese Barrieren betreffen nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch ältere Nutzerinnen und Nutzer sowie Personen, die digitale Angebote im Alltag flexibel verwenden möchten.
„Digitale Barrierefreiheit ist die Grundlage für Chancengleichheit im digitalen Raum“, erklärt Helena Selakovic, Expertin für digitale Barrierefreiheit bei Accessiway.
Mit dem Barrierefreiheitsgesetz sind Unternehmen stärker verpflichtet, digitale Angebote zugänglich zu gestalten. Bei Verstößen können in Österreich Verwaltungsstrafen von bis zu 80.000 Euro drohen.
Experten empfehlen eine Kombination aus technischer Analyse und menschlicher Überprüfung, da automatische Systeme nicht alle Hindernisse zuverlässig erkennen können.
Quelle: Accessiway / Ketchum