
„80er – Grenzen waren gestern“ als vielschichtige Zeitreise
Die Schallaburg eröffnet ihre diesjährige Hauptausstellung mit einem Blick auf ein Jahrzehnt, das bis heute nachwirkt: die 1980er-Jahre. Unter dem Titel „80er – Grenzen waren gestern“ entfaltet sich eine facettenreiche Schau, die Vergangenheit nicht nur dokumentiert, sondern atmosphärisch erlebbar macht.
In rund 17 Räumen begegnen Besucherinnen und Besucher über 500 Exponaten, die aus öffentlichen wie privaten Sammlungen stammen. Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen zwischen politischen Umbrüchen und kulturellen Strömungen, zwischen Kaltem Krieg und Aufbruchsstimmung, zwischen Protestkultur und Popästhetik.

Die 1980er-Jahre erscheinen dabei als ein Spannungsfeld der Gegensätze: ernst und verspielt, geprägt von globalen Konflikten und zugleich von neuen Freiheiten. Technologische Entwicklungen treffen auf subkulturelle Bewegungen, persönliche Erinnerungen auf kollektive Geschichte. Der Leitgedanke der „Grenzen“ – geografisch, gesellschaftlich und mental – zieht sich als verbindendes Element durch die gesamte Schau.
Die Schallaburg selbst, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen und die im 16. Jahrhundert zu einem Renaissance-Schloss ausgebaut wurde, bietet dafür den stimmungsvollen Rahmen. Seit Jahrzehnten zählt sie zu den bedeutendsten Ausstellungsorten Österreichs und versteht es, historische Themen in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen.

Mit „80er – Grenzen waren gestern“ gelingt eine ebenso reflektierte wie lebendige Annäherung an ein Jahrzehnt, das zwischen Erinnerung und Gegenwart eine bemerkenswerte Brücke schlägt.

Die Ausstellung ist von 11. April bis 15. November 2026 zu sehen.
📍 Auf einen Blick
- Ort: Schallaburg
- Titel: „80er – Grenzen waren gestern“
- Dauer: 11. April – 15. November 2026
- Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Freitag: 9–17 Uhr
- Samstag, Sonntag & Feiertage: 9–18 Uhr