Die Nummer 9 war nun nicht mehr Grün-Weiß, sondern Schwarz-Weiß. Hans Krankl (links) wechselte im Jänner 1986 kurzerhand von RAPID zum Wiener Sport Club. Rechts Georg Zellhofer. Aus SK VÖEST Linz gg. Wiener Sport Club, 2 : 0 (Pausenstand 1 : 0) vom Samstag, 22. März 1986, „Mittleres-Play-Off“, vor 3.000 Besuchern im Linzer Stadion. Foto: © oepb

AUS DER BUNDESLIGA-GESCHICHTE:

Vor 35 Jahren, im Winter 1985/86,  „erschütterten“ zwei Namen das Fußballlande Österreich. Einerseits übersiedelte der Weltmeister und Torschützenkönig der Fußball-WM 1978 in Argentinien Mario Kempes aus dem sonnigen Spanien ins tief verschneite Wien auf die Hohe Warte zur Vienna, und andererseits verließ Johann „Hansi“ Krankl sein „gemachtes Nest“ bei Rapid, um mit dem Wiener Sport-Club aus der 2. Liga kommend via „Mittlere Play Off“ ins Oberhaus zurückzukehren. Was zur Folge hatte, dass der Sport-Club im „Mittleren-Play-Off“ plötzlich mehr Zuschauer hatte, als Rapid im „Oberen“, im „Meister-Play-Off“. Nun, Hans Krankl tat das, was er immer tat, er erzielte Tore. Gemeinsam mit seinem alten Sturm-Partner aus Hütteldorfer Tagen Christian Keglevits, sowie dem Ex-Austrianer Istvan Magyar führte der „Hanse“ die Dornbacher wieder ins Oberhaus zurück. Und auch Mario Kempes schlug voll ein. Die Vienna gewann den Mittleren-Play-Off-Bewerb und Kempes blieb in Summe 6 ½ Jahre in Österreich. Quelle und Foto: © oepb

Transferbilanz Winter 2020/21

Am 8. Februar 2021 endete die Transferzeit in der Tipico Bundesliga und der 2. Liga. Bis 17 Uhr hatten die Klubs die Möglichkeit, Neuzugänge bei der Bundesliga anzumelden – und sie nahmen diese Möglichkeit insbesondere am letzten Tag sehr stark in Anspruch. Gleich 25 Neuanmeldungen von insgesamt 16 Klubs sind dieses Mal zum Ende der Transferzeit hin eingelangt. Damit wurden rund 30 Prozent der insgesamt 88 Transfers am letzten Tag abgewickelt. Zum Vergleich: in der Vorsaison waren es 11, im Jahr zuvor 15 Neuzugänge am letzten Tag der Transferperiode.

Mit jeweils 44 Neuzugängen wurden in der Tipico Bundesliga und 2. Liga genau gleich viele Neuzugänge registriert, ein Plus von 2 Neuzugängen im Gesamt-Vergleich zum Winter-Transferfenster des Vorjahres.

Tipico Bundesliga: Transferkaiser Salzburg

Insgesamt verzeichneten die Klubs der Tipico Bundesliga in diesem Winter 44 Neuzugänge (Winter 2019/20: 36), davon entfällt allerdings ein Viertel auf den FC Red Bull Salzburg, der mit 11 Neuen der in dieser Hinsicht aktivste Klub der Liga war. Von „Transferkaiser“ Salzburg abgesehen, verzeichneten die Klubs der Tipico Bundesliga durchschnittlich drei Neuzugänge pro Klub (entspricht genau dem Vorjahresschnitt). Lediglich die WSG Swarovski Tirol und der SK Rapid Wien haben keinen Neuzugang vermeldet.

Neuzugänge Tipico Bundesliga

FC Red Bull Salzburg: 11
SKN St. Pölten: 5
FC Admira/Wacker: 5
SCR Altach: 5
FK Austria Wien: 4
TSV Hartberg: 4
Wolfsberger AC: 3
LASK: 3
SV Ried: 3
SK Sturm Graz: 1
WSG Swarovski Tirol: 0
SK Rapid Wien: 0

2.Liga: Leichter Transferrückgang

In der 2. Liga konnte in Punkto Neuzugänge ein Rückgang von 12 Prozent (von 50 auf 44) im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Am aktivsten war der SV Horn mit sieben Neuen, gefolgt von FC Wacker Innsbruck mit sechs Neuzugängen – die größte Kontinuität herrscht bei SK Rapid II und dem FC Liefering, die jeweils ohne Neuzugänge ins Frühjahr starten. Fünf Spieler – gleich viele wie im Vorjahr – haben diesen Winter die Drehscheibe 2. Liga als Sprungbrett in die Tipico Bundesliga genutzt.

Neuzugänge 2. Liga

SV Horn: 7
FC Wacker Innsbruck: 6
Kapfenberger SV 1919: 4
SK Austria Klagenfurt: 4
Young Violets Austria Wien: 4
SK Vorwärts Steyr: 3
SKU Amstetten: 3
FC Dornbirn 1913: 3
Grazer AK 1902: 2
FAC Wien: 2
SV Lafnitz: 2
FC Blau Weiß Linz: 2
SC Austria Lustenau: 1
FC Juniors OÖ: 1
SK Rapid II: 0
FC Liefering: 0

Nationen & Destinationen

Rund die Hälfte der Neuzugänge sind Österreicher, gefolgt von Deutschland (11 Spieler), Ghana (5 Spieler), Kroatien und Mali (je 3 Spieler). Rund ein Drittel der Neuzugänge der Tipico Bundesliga ist innerhalb Österreichs gewechselt, gefolgt von Deutschland (10 Transfers), den USA und Mali (je 3 Transfers). Für jene Spieler, die Österreich verlassen haben, war einmal mehr Deutschland das beliebteste Ziel: 6 Spieler wechselten ins Nachbarland. Weitere begehrte Transferziele waren die Türkei (vier Spieler), die Niederlande, Kroatien und Italien (jeweils zwei Spieler).

Talente & Routiniers

Der jüngste Neuzugang war Rocco Zivkovic, der Innenverteidiger des FC Red Bull Salzburg ist am 21. Jänner 16 Jahre alt geworden. Doppelt so alt wie der 2005 geborene Zivkovic ist der älteste Neuzugang dieser Transferperiode: der argentinische Stürmer Danilo Carando wurde im vergangenen August 32 Jahre alt und wechselte Ende Jänner zum SCR Altach.

Corona-Auswirkungen – Rückgang bei Gesamttransfers

Nachdem nun beide Transferfenster dieser Saison geschlossen sind, lässt sich nun auch eine erste Gesamt-Transferbilanz im Hinblick auf Auswirkungen durch die Corona-Krise ziehen. Im Vergleich zu den Vorsaisonen 2018/19 (331 Neuzugänge) und 2019/20 (317 Neuzugänge) haben die Klubs in dieser Saison mit insgesamt 298 Zugängen doch deutlich zurückhaltender agiert – und im Vergleich zu den Vorsaisonen im Schnitt auf zumindest einen Transfer verzichtet.

Quelle: ÖSTERREICHISCHE FUSSBALL-BUNDESLIGA

www.bundesliga.at

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