Den Anschluss an die oberen Tabellenplätze schaffte vor 40 Jahren der Wiener Sport-Club in der heimischen 1. Division. Die Dornbacher gewannen ihr Sonntagsspiel gegen den Favoriten SK VÖEST Linz vor 1.500 Besuchern mit 2 : 0, Pausenstand 0 : 0. Im Bild von links: Die Sportclub-Spieler Thomas Pfeiler und Peter Pacult (hier beim 2 : 0), VÖEST-Keeper Erwin Fuchsbichler und sein Libero Karl Hodits. Foto: © oepb
AUS DER BUNDESLIGA-GESCHICHTE:

Samstag. 20. Februar 1982: „Kopf an Kopf“-Rennen vor 40 Jahren in der heimischen 1. Fussball Division. Der Herbstmeister von 1981 und aktuelle Tabellenführer, der SK Rapid Wien rutschte am Schneeboden zu Salzburg-Lehen nicht – so wie die Wiener Austria eine Woche zuvor mit 1 : 2 – aus, sondern beendete sein Gastspiel in der Mozartstadt beim SV Austria Salzburg vor 8.000 Zuschauern mit einem glatten 3 : 0-Auswärtserfolg. Der FK Austria Wien tat sich auf dem hartgefrorenen Döblinger Hohe Warte Rasen gegen den FC Wacker Innsbruck überaus leicht und wies den Aufsteiger vor 3.500 Besuchern mit 4 : 1 in die Schranken. „Riesentöter“ LASK, mit stolz geschwellter Brust auf der Linzer Gugl angetreten, agierte gegen Admira/Wacker wie der Hase vor der Schlange. Die Südstädter hatten mit den Linzer Schwarz-Weißen leichtes Spiel und bezwangen den Rapid-Bezwinger aus der Vorwoche vor 3.000 LASK-Freunden mit 2 : 0. In Liebenau setzte es vor 9.000 Grazer Fußballanhängern zwischen dem SK Sturm Graz und dem GAK eine 0 : 1-Niederlage für die Schwarz-Weißen, was beiden Vereinen eine Lauerstellung in der Tabelle auf den Plätzen vier und fünf einbrachte. Admira/Wacker galt als schärfster Verfolger der beiden Wiener Großklubs und agierte nur zwei Punkte hinter dem Zweiten Austria und deren lediglich vier Zähler hinter Rapid an dritter Stelle.

Admira/Wacker wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann beim LASK. Im Bild von links: Gerald Piesinger (LASK), Herbert Oberhofer (Admira/Wacker), Walter Koch (Nr. 10, LASK), Ladislav Kuna (Admira/Wacker), Gert Trafella (Nr. 2, LASK) sowie Neo-Teamspieler Josef „Pepi“ Degeorgi (Nr. 4, Admira/Wacker). Aus LASK gg. Admira/Wacker, 0 : 2 (Pausenstand 0 : 2), vom Samstag, 20. Februar 1982 vor 3.000 Zuschauern im Linzer Stadion auf der Gugl. Foto: © oepb

Unsere besondere Aufmerksamkeit anhand dieser Geschichte widmen wir jedoch heute dem Wiener Sport-Club. Die Dornbacher spulten einen lustlosen Herbst 1981 ab. Was am Ende dabei herauskam war die „Rote Laterne“ und Platz 10 in der 10er Liga im Winter 1981/82. Auch das Auftaktspiel zum Frühjahr 1982 ging mit 0 : 1 beim GAK verloren. Mit 3 Punkten Rückstand auf das „rettende“ Ufer und Platz 9 empfing man am Sonntag, 21. Februar 1982 um 15 Uhr den SK VÖEST Linz. Herrliches Fußballwetter mit blauem Himmel und Sonnenschein über dem 17. Wiener Gemeindebezirk, allerdings bitterkalten Temperaturen lockten lediglich 1.500 Unentwegte hinaus aus den Sportclubplatz nach Wien-Hernals. Diejenigen, die gekommen waren, bekamen allerdings – zumindest in der zweiten Hälfte – ein überdurchschnittlich gutes Fußballmatch geboten. In der ersten Halbzeit entwickelte sich nur sehr langsam ein gutes Spiel, da der Boden hart gefroren und somit für die Techniker in beiden Reihen ungeeignet schien. Nach Seitenwechsel ergriff der WSC mehr und mehr die Initiative und – immer wieder angetrieben von Alberto Martinez – trauten sich die Dornbacher auch immer mehr zu. Der Winter-Neuzugang Thomas Pfeiler als Stürmer agierte noch als Fremdkörper, die Tore erzielten dennoch die Dornbacher. Das 1 : 0 durch Karl Brauneder fiel in der 56. Minute und nur acht Minuten später erhöhte Peter Pacult auf 2 : 0. Vom SK VÖEST, im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt, kam an jenem Tag nicht mehr viel und dem WSC gelang mit diesen zwei Punkten für den Sieg der Anschluss an den Vorletzten LASK. Die Liga war ausgeglichen und 16 Spieltage vor Schluss immer wieder für Überraschungen gut. In Wien-Hernals freute man sich demnach über zwei unerwartete Zähler im beinharten Kampf um den Abstieg und in Hütteldorf, als auch in der Schellinggasse 6 in Wien I / Innere Stadt sehnte man das „große“ Wiener Derby herbei, das am kommenden Spieltag am Matchkalender stand. Rapid war zur wahrhaft ernsten Konkurrenz für den bisherigen Serienmeister FK Austria Wien geworden und man war im Fußballlande Österreich elektrisiert, ob eine Wachablöse bereits am 27. Februar 1982 stattfinden könnte. Aber das ist eine andere Geschichte und bei uns hier nachzulesen in der kommenden Woche.  Quelle: oepb

Die Spiele:

FK Austria Wien – TSV Hartberg

Samstag, 19.02.2022, 17 Uhr, Generali-Arena (live bei Sky)

– Der FK Austria Wien gewann in der ADMIRAL Bundesliga die letzten drei Spiele gegen den TSV Hartberg – erstmals. Zuvor hatte Hartberg gegen die Wiener Austria drei BL-Spiele in Folge gewonnen – erstmals so viele.

– Der FK Austria Wien startete mit einem 2 : 0-Auswärtssieg beim CASHPOINT SCR Altach in das Frühjahr. Zwei Siege in Folge gelangen der Wiener Austria in dieser Saison der Bundesliga nie – zuletzt im Mai 2021 (3 Siege in Folge in den Playoff-Spielen).

– Der TSV Egger Glas Hartberg holte in Auswärtsspielen in dieser Saison um zwei Punkte mehr als in Heimspielen (wie auch der FK Austria Wien) – nur beim CASHPOINT SCR Altach ist die Diskrepanz hier größer; drei Punkte mehr auswärts als zuhause geholt.

– Der FK Austria Wien erzielte 11 Tore nach Flanken aus dem Spiel heraus – Bestwert in dieser Saison und fast doppelt so viele wie das Team mit den zweitmeisten Toren nach Flanken (SK Austria Klagenfurt und FC Red Bull Salzburg mit je 6).

– Beim 4 : 3-Sieg des FK Austria Wien im Hinspiel trafen sowohl Austrias Marco Djuricin als auch Hartbergs Dario Tadic doppelt. Dies war eines von drei Spielen in dieser Saison der Bundesliga, in welchem jedes Team einen Doppelpacker stellte – sonst nur in Runde 3 bei Klagenfurt-Hartberg und in Runde 9 bei WSG Tirol-Ried.

FC Admira/Wacker – LASK

Samstag, 19.02.2022, 17 Uhr, BSFZ-Arena (live bei Sky)

– Der LASK gewann gegen Admira/Wacker in der ADMIRAL Bundesliga neun Spiele in Folge – Klubrekord für die Linzer Athletiker. Für die Admira ist es momentan die längste Niederlagen-Serie.

– Der LASK gewann gegen den FC Flyeralarm Admira in der ADMIRAL Bundesliga die letzten vier Auswärtsspiele und verlor nur eines der letzten 15 BL-Auswärtsspiele (10 Siege, 4 Unentschieden). Der LASK traf in den letzten 15 BL-Auswärtsspielen gegen die Admira immer (27 Tore insgesamt) – Klubrekord.

– Der LASK hält bei 21 Punkten nach 19 Spielen, um zumindest fünf weniger als in jeder anderen Saison seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga (26 in 2017/18). 11 dieser Zähler sammelten die Linzer Athletiker jedoch in den letzten sechs Spielen.

– Der FC Flyeralarm Admira erzielte als einziges Team in dieser Saison der Bundesliga mehr als die Hälfte seiner Tore nach Standardsituationen (12 von 22). Beim 1 : 3 im Hinspiel gegen den LASK erzielte Roman Kerschbaum das zwischenzeitliche 1 : 0 für die Admira per Elfmeter.

Marko Raguz erzielte beim 2 : 2 gegen Klagenfurt am 19. Spieltag das erste Kopfballtor des LASK in dieser Saison der Bundesliga. Der FC Flyeralarm Admira kassierte in dieser BL-Saison erst drei Gegentore per Kopf (wie der LASK) – nur der FC Red Bull Salzburg (2) weniger.

SV Ried – WSG Tirol

Samstag, 19.02.2022, 17 Uhr, josko ARENA (live bei Sky)

– Die WSG Tirol gewann das Hinspiel gegen die SV Ried mit 4 : 2 und feierte damit den ersten Ligasieg gegen die Innviertler nach 12 sieglosen Duellen.

– Die SV Guntamatic Ried holte aus den ersten neun Heimspielen 19 Punkte – nur in der Saison 2008/09 mehr (21). Die Innviertler sind seit 14 Heimspielen in der Bundesliga ungeschlagen (8 Siege, 6 Unentschieden). Letztmals hatte Ried von Juli 2008 bis August 2009 eine so lange Serie ohne BL-Heimniederlage (20, Klubrekord).

– Die SV Guntamatic Ried erzielte um 6,2 Tore mehr als aufgrund der Chancenqualität zu erwarten gewesen wäre (25 Tore bei xG 18,8) – so effizient agierte kein anderes Team in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga. Bei der 2 : 4-Niederlage im Hinspiel erzielte Ried aus einem xG-Wert von 2,0 genau 2 Tore.

– Die WSG Tirol erzielte sieben Tore nach langen Pässen – Bestwert in dieser Saison der Bundesliga. Einen dieser sieben Treffer erzielte Thomas Sabitzer beim 4 : 2-Sieg im Hinspiel. Dies war übrigens das einzige Gegentor der SV Guntamatic Ried nach einem langen Pass in dieser BL-Saison.

– Thomas Sabitzer erzielte beim besagten 4 : 2-Sieg im Hinspiel einen Triplepack und wurde dadurch der erste Spieler der WSG Tirol, der in einem Spiel der Bundesliga drei Tore erzielte. Rieds Seifedin Chabbi scorte in diesem Spiel seinen ersten und einzigen Doppelpack in der Bundesliga.

FC Red Bull Salzburg – Wolfsberger AC

Sonntag, 20.02.2022, 14:30 Uhr, Red Bull Arena (live bei Sky)

– Der FC Red Bull Salzburg verlor in der ADMIRAL Bundesliga nur zwei der vergangenen 25 Spiele gegen den Wolfsberger AC (14 Siege, 9 Unentschieden) – zuletzt im Grunddurchgang der Vorsaison mit 2 : 3 in Wals-Siezenheim. Das ist das bis dato das letzte Bundesliga-Heimspiel der Salzburger mit drei oder mehr Gegentoren.

– Der FC Red Bull Salzburg holte aus den ersten 19 Spielen 48 Punkte . Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ist das eingestellter Rekord in der Bundesliga und war zuvor nur Salzburg selbst in der Saison 2018/19 gelungen.

– Der RZ Pellets WAC holte aus den ersten 19 Spielen 34 Punkte – so viele waren es bei den Kärntnern zu diesem Zeitpunkt einer Saison der Bundesliga zuvor nur 2019/20, nie mehr.

– Der FC Red Bull Salzburg verlor in der Bundesliga kein einziges Heimspiel im Kalenderjahr 2021 (17 Siege, 2 Unentschieden). Zuletzt verlor Salzburg im letzten Heimspiel 2020, der Gegner war damals der RZ Pellets WAC (2 : 3).

– Salzburgs Noah Okafor erzielte gegen den SK Rapid Wien sein siebentes Tor in dieser Saison der Bundesliga und übertraf damit seinen Bestwert aus der Vorsaison (6 Tore), auch im Hinspiel gegen den Wolfsberger AC traf er. Tai Baribo vom RZ Pellets WAC erzielte gegen die SV Guntamatic Ried sogar schon sein neuntes Tor in dieser Saison und traf dabei erstmals drei BL-Spiele in Folge.

SK Austria Klagenfurt – SCR Altach

Sonntag, 20.02.2022, 14:30 Uhr, Wörthersee Stadion (live bei Sky)

– Der SK Austria Klagenfurt gewann das einzige Duell in der ADMIRAL Bundesliga gegen den SCR Altach mit 4 : 0 – der höchste Klagenfurter BL-Sieg. Die Tore erzielten Markus Pink (2), Florian Rieder und der Altacher Pape Alioune Ndiaye per Eigentor.

– Der SK Austria Klagenfurt kassierte erst fünf Niederlagen, zuletzt verlor der CASHPOINT SCR Altach 2014/15 nach 19 Saisonspielen als Aufsteiger so selten (5). Klagenfurt holte 26 Punkte aus den ersten 19 Spielen dieser Saison der Bundesliga. So viele Punkte holte als Aufsteiger im Vergleichszeitraum zuletzt Altach in der Saison 2014/15 (damals sogar 30 Punkte).

– Der CASHPOINT SCR Altach holte in Auswärtsspielen drei Punkte mehr als in Heimspielen – die größte Differenz aller Teams in dieser Saison der Bundesliga. Zwei der drei Saisonsiege gelangen den Vorarlbergern auswärts – darunter der letzte Sieg am 12. Spieltag beim LASK (1 : 0).

– Der SK Austria Klagenfurt punktete in sechs der zehn Spiele nach 0 : 1-Rückstand (1 Sieg, 5 Unentschieden), zuletzt vergangene Runde gegen den LASK – Bestwert in dieser Saison der Bundesliga. Der CASHPOINT SCR Altach ging erst drei Mal mit 1 : 0 in Führung – Tiefstwert.

Turgay Gemicibasi traf gegen den LASK per Elfmeter und verwandelte damit alle drei BL-Elfmeter der Klagenfurter. Danach kassierte er die siebente glatt Rote Karte eines Klagenfurters. So viele glatt Rote Karten kassierte in der Drei-Punkte-Ära in den ersten 19 Spielen einer Saison der Bundesliga kein anderes Team. Mehr glatt Rote Karten kassierte in einer gesamten BL-Saison zuletzt Innsbruck 2013/14 (8).

SK Sturm Graz – SK Rapid Wien

Sonntag, 20.02.2022, 17 Uhr, Merkur Arena (live bei Sky)

– Der SK Sturm Graz gewann in der ADMIRAL Bundesliga die letzten zwei Spiele gegen den SK Rapid Wien – erstmals seit 2016/17. Sturm ist seit drei BL-Duellen gegen Rapid ungeschlagen – erstmals seit 2018/19.

– Der SK Rapid Wien gewann 79 Spiele in der Bundesliga gegen den SK Puntigamer Sturm Graz – sonst nur gegen den FC Flyeralarm Admira so viele.

– Der SK Rapid Wien traf in der Bundesliga in den letzten sieben Auswärtsspielen gegen den SK Puntigamer Sturm Graz (10 Tore) – wie zuvor nur von 2002 bis 2005, nie länger.

– Der SK Rapid Wien verlor nach Führung gegen Salzburg und damit in dieser Saison der Bundesliga 17 Punkte nach Führungen – nur die WSG Tirol (18) mehr. Der SK Puntigamer Sturm Graz punktete bei der WSG Tirol nach Rückstand und holte neun Punkte nach Rückständen (wie Rapid) – nur Salzburg (10) mehr.

Ferdinand Feldhofer wurde als Spieler in der Bundesliga mit dem SK Puntigamer Sturm Graz zwei Mal Meister 1998/99 sowie 2010/11 und mit dem SK Rapid Wien ein Mal (2004/05). Damit ist er einer von drei Spielern (Thomas Burgstaller und Roman Kienast ebenfalls 2004/05 und 2010/11), die mit Rapid und Sturm Meister in der Bundesliga wurden.

Quelle: ÖSTERREICHISCHE FUSSBALL-BUNDESLIGA

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