Ein Aufsteiger bezahlt Lehrgeld! Auch am zweiten Spieltag der Saison 1981/82 verliert SSW Innsbruck sein Match in der 1. Divison. Nach einem 2 : 3 zu Hause gegen den GAK verläuft die Reise nach Oberösterreich zum SK VÖEST Linz auch ohne Erfolgserlebnis. Die Linzer Werkself zeigt dem Aufsteiger seine Grenzen auf und Innsbruck findet in diesem Spiel nur sehr wenige Chancen vor. Im Bild von links: Max Hagmayr (SK VÖEST, zweifacher Torschütze an jenem Tag) gegen Günther Seebacher (Innsbruck). Im Hintergrund beobachtet Helmut Wartinger, der Bundesliga-Rekordspieler der VÖEST´ler die Szene. Aus SK VÖEST Linz gg. SSW Innsbruck (3 : 1), vom 22. August 1981 vor 5.500 Zuschauern im Linzer Stadion auf der Gugl. Foto: © oepb  

AUS DER BUNDESLIGA-GESCHICHTE:

Verkehrte Fußballwelt vor 40 Jahren im „heiligen Land Tirol“. Der FC Wacker Innsbruck kehrte im Sommer 1981 nach zweijähriger Zugehörigkeit zur 2. Division ins Oberhaus zurück und die höchste Österreichische Spielklasse freute sich auf eine starke Wacker-Mannschaft, die der heimischen Meisterschaft in den 1970er Jahren mit immerhin 5 gewonnenen Titeln (1971, 1972, 1973, 1975 und 1977) ihren Stempel aufgedrückt hat. Bei genauerer Betrachtung ist es allerdings so, dass das Tiroler Aushängeschild in Sachen Fußballsport damals unter der offiziellen Bezeichnung SpG Swarovski Wattens Wacker Innsbruck – kurz SSW – geführt wurde. Und diese Spielgemeinschaft zwischen Wattens und Innsbruck, die von 1971 bis 1986 Bestand hatte, steht heute noch für die erfolgreichste Fußball-Ära im Bundesland Tirol, national, wie international gesehen. Nach der Auflösung dieser Spielgemeinschaft kam es einerseits 1986 zum FC Tirol, der mit „Wödmasta“-Trainer Ernst Happel 1989 und 1990 zweimal Österreichischer Fußball-Meister wurde, andererseits agierte die WSG Wattens wieder eigenständig und führte ein beschauliches Dasein zwischen der Regionalliga West und der 2. Division. Und während es im Laufe der Jahre mit den „großen“ Innsbruckern finanziell und sportlich immer mehr bergab ging, begehrte das „kleine“ Wattens auf und zog 2019 endgültig an Innsbruck vorbei. Während sich nämlich Wacker in der 2. Liga abstrampelt, stiegen die Wattener 2019 nicht nur ins Oberhaus auf, nein, derzeit spielen die „kleinen“ Tiroler dort auch eine ordentliche Rolle. Der FC Wacker Innsbruck ist demnach gefordert, seine alten Ansprüche auf die Vorherrschaft in Tirol wieder geltend zu machen. Dazu gehört vorab allerdings erst einmal der Bundesliga-Aufstieg. Es bleibt demnach abzuwarten, wie sich die Dinge im fußballverrückten Land Tirol weiter entwickeln werden. Ein Tiroler Derby in der höchsten österreichischen Spielklasse zwischen Innsbruck und Wattens – wer weiß, was die Zukunft bringen wird. Vor 40 Jahren, als Innsbruck in die 1. Division zurückkehrte, verlief der Start im Herbst zwar holprig, am Ende der Saison 1981/82 stand in der 10er Liga jedoch der 5. Platz. Auf den UEFA-Cup-Rang fehlte lediglich ein Punkt. Für den damaligen Aufsteiger ein mehr als nur beachtliches Ergebnis. Quelle und Foto: © oepb 

Die Spiele: 

Wolfsberger AC – FC Admira/Wacker 

Samstag, 21.08.2021, 17 Uhr, Lavanttal-Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Rene Eisner 

– Der RZ Pellets WAC ist in der ADMIRAL Bundesliga seit sechs Spielen gegen den FC Flyeralarm Admira ungeschlagen (3 Siege, 3 Remis) – erstmals so lange. Der WAC traf in den vergangenen fünf BL-Spielen gegen die Admira doppelt oder häufiger (12 Tore insgesamt) – erstmals.

– Der RZ Pellets WAC traf in den vergangenen 13 Heimspielen gegen den FC Flyeralarm Admira immer (insgesamt 29-mal) – Klubrekord für die Kärntner.

– Der FC Flyeralarm Admira ließ nur 4,2 zu erwartende Gegentore zu – nur der FC Red Bull Salzburg (2,7) in dieser Saison weniger. Die 39 zugelassenen Schüsse werden nur von Salzburg (30) und dem LASK (36) nach den ersten vier Spieltagen unterboten.

– Der FC Flyeralarm Admira erzielte 100% seiner Treffer (6 von 6) in dieser Saison ab der 61. Minute – wie sonst nur der FK Austria Wien. Die Wiener erzielten dabei aber nur drei Tore.

Andreas Herzog bejubelte in seinen ersten vier Spielen als Admira-Trainer sechs Tore. Mehr Tore in seinen ersten vier BL-Spielen beim FC Flyeralarm Admira durfte zuletzt Bernd Krauss im Juli 2004 bejubeln (9 Tore).

FC Red Bull Salzburg – SK Austria Klagenfurt

Samstag, 21.08.2021, 17 Uhr, Red Bull Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Julian Weinberger 

– Der FC Red Bull Salzburg und der SK Austria Klagenfurt treffen erstmals in einem Spiel in der ADMIRAL Bundesliga aufeinander. Salzburg und Klagenfurt trafen im Viertelfinale des ÖFB-Cups 2017/18 aufeinander, Salzburg gewann mit 7 : 0.

– Der FC Red Bull Salzburg ist seit acht Spielen gegen Aufsteiger ungeschlagen (sieben Siege, ein Remis) und erzielte dabei 25 Tore – im Schnitt 3,13 Tore pro Spiel.

– Der FC Red Bull Salzburg traf zuletzt 39 BL-Heimspiele in Folge – Salzburger Klubrekord. Der Bundesliga-Rekord steht bei 41 Heimspielen in Folge mit Torerfolg – aufgestellt vom SK Rapid Wien von 1983 bis 1986.

– Der SK Austria Klagenfurt hat nach den ersten vier Spieltagen eine Schussgenauigkeit von 53,6% – Höchstwert aller zwölf Teams in dieser Saison.

Klagenfurt-Trainer Peter Pacult steht vor seinem 20. Duell gegen den FC Red Bull Salzburg in der Bundesliga seit 2005/06. Pacult gewann zwar nur vier der bisherigen 19 BL-Duelle, fügte dem FC Red Bull Salzburg allerdings die höchste Niederlage seit 2005/06 zu – 0 : 7 in Wals-Siezenheim am 23. März 2008 als Trainer des SK Rapid Wien.

WSG Tirol – SCR Altach 

Samstag, 21.08.2021, 17 Uhr, Tivoli Stadion Tirol (live bei Sky), Schiedsrichter Alexander Harkam

– Die WSG Tirol gewann die vergangenen zwei Spiele gegen den CASHPOINT SCR Altach, nachdem die Tiroler in den ersten vier Duellen sieglos geblieben waren.

– Die WSG Tirol blieb an den ersten vier Spieltagen ungeschlagen (4 Remis) – wie sonst nur der FC Red Bull Salzburg in dieser Saison.

– Der CASHPOINT SCR Altach holte sechs Punkte aus den ersten vier Spielen – wie zuvor nur in der Saison 2016/17, als die Vorarlberger sogar mit vier Siegen in die BL-Saison gestartet sind.

– Die WSG Tirol traf in neun Heimspielen in Folge (insgesamt 15 Tore) – erstmals in der Bundesliga. Das letzte torlose BL-Heimspiel der Tiroler datiert am 20. Februar 2021 (0 : 1 gegen den SKN St. Pölten).

Marco Meilinger steht vor seinem 200. Spiel in der Bundesliga. Der 30-jährige gebürtige Salzburger absolvierte 71 seiner bisherigen 199 BL-Spiele für den CASHPOINT SCR Altach.

SK Rapid Wien – SV Ried 

Sonntag, 22.08.2021, 17 Uhr, Allianz Stadion (live bei Sky), Schiedsrichter Christopher Jäger

– Die vergangenen 24 Spiele zwischen dem SK Rapid Wien und der SV Guntamatic Ried endeten nie remis (18 Rapid-Siege, 6 Ried-Siege) – Rekord zweier Teams seit Gründung der Bundesliga.

– Der SK Rapid Wien erzielte gegen Ried 154 Tore – mehr als jedes andere Team. Die SV Guntamatic Ried erzielte gegen Rapid 88 BL-Tore – Rieder-Höchstwert.

– Der SK Rapid Wien verlor kein einziges seiner 41 BL-Heimspiele gegen die SV Guntamatic Ried (33 Siege, 8 Remis). Das ist der Rekord in der Bundesliga.

– Der SK Rapid Wien gewann gegen die SV Guntamatic Ried die vergangenen zwölf BL-Heimspiele. So viele Heimsiege in Folge gelangen den Hütteldorfern nur gegen den GAK, nämlich 18 von Mai 1981 bis Mai 1997. Für Ried ist es die längste derartige Serie in der Bundesliga.

Andreas Heraf (SV Ried-Trainer) absolvierte für den SK Rapid Wien in der Bundesliga 190 seiner 356 Spiele. 1987, 1988 und 1996 wurde er mit den Hütteldorfern Meister, 1996 zusammen mit dem heutigen Rapid-Coach Dietmar Kühbauer, in dem Jahr erreichten sie auch gemeinsam in Brüssel das Finale des Cup der Cupsieger-Bewerbs (0 : 1 gegen Paris Saint-Germain).

SK Sturm Graz – FK Austria Wien 

Sonntag, 22.08.2021, 17 Uhr, Merkur Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Sebastian Gishamer

– Der SK Puntigamer Sturm Graz gewann in der Vorsaison beide Spiele gegen den FK Austria Wien. Zuvor gewannen die Steirer nur 1995/96 alle Spiele in einer Saison gegen die Austria, damals sogar vier.

– Der SK Puntigamer Sturm Graz holte aus den ersten vier Saisonspielen neun Punkte, so viele wie zuletzt 2017/18 (damals 12). Im 21. Jahrhundert holten die Steirer nur 2017/18 mehr Punkte aus den ersten vier Partien als in der laufenden Saison.

– Der FK Austria Wien traf in keinem der ersten vier Spiele vor der Halbzeitpause – wie zuvor nur in der Saison 2017/18. Noch nie blieben die Wiener in den ersten fünf Saisonspielen vor der Pause torlos.

– Der FK Austria Wien verlor die ersten zwei Auswärtsspiele – wie zuvor nur 1995 und 2018. Die Wiener verloren noch nie die ersten drei Auswärtsspiele einer Saison.

– Der SK Puntigamer Sturm Graz erzielte elf Tore – nur Salzburg (12) mehr. Mehr Tore erzielten die Steirer in den ersten vier Spielen einer Saison zuletzt 1997/98 (13).

Linzer ASK – TSV Hartberg

Sonntag, 22.08.2021, 17:00 Uhr, Raiffeisen Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Walter Altmann

– Der TSV Egger Glas Hartberg blieb in der Vorsaison gegen den LASK ungeschlagen (1 Sieg, 1 Remis) – erstmals in der Bundesliga.

– Der LASK traf in allen acht BL-Spielen gegen Hartberg (insgesamt 19-mal). Die Linzer trafen zuvor nur gegen den SC Austria Lustenau in den ersten acht Duellen in der Bundesliga.

– Der TSV Egger Glas Hartberg gewann die letzten zwei Auswärtsspiele beim LASK und damit die Hälfte der Duelle bei den Linzer Athletikern. Das gelang sonst nur 1988 und 1992 dem VSE St. Pölten, der seine einzigen zwei BL-Auswärtsspiele beim LASK gewann.

– Sowohl der LASK (10 Tore) als auch der TSV Egger Glas Hartberg (8) trafen in der Bundesliga in allen vier Duellen in Oberösterreich.

Kurt Russ (Hartberg-Trainer) absolvierte 91 seiner 261 Spiele in der Bundesliga für den LASK (1994-1997) – sein persönlicher Höchstwert. Gegen den LASK spielte er zwei Mal – beide Spiele gewann er (je einmal mit dem First Vienna FC und dem FC Wacker Innsbruck).

Quelle: ÖSTERREICHISCHE FUSSBALL-BUNDESLIGA

Erfahren Sie noch mehr über die Österreichische Fußball-Bundesliga bei uns bitte hier;

www.bundesliga.at

Back to Top
Datenschutz
oepb/Redaktion Österreichisches Pressebüro, Inhaber: Gernot W. K. AGLAS (Firmensitz: Österreich), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
oepb/Redaktion Österreichisches Pressebüro, Inhaber: Gernot W. K. AGLAS (Firmensitz: Österreich), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.