Durchbruch vor 40 Jahren im Dress der Wiener Austria: Alfred Drabits (rechts) gegen Josef „Jupp“ Bläser (links) und Gert Trafella (dahinter, beide LASK) erledigte die Linzer in der damaligen Doppelrunde beinahe im Alleingang. Beim 4 : 1-Erfolg der „Veilchen“ in Linz steuerte Drabits am Dienstag, 6. Oktober 1981 vor 8.500 Zuschauern im Linzer Stadion auf der Gugl zwei Tore bei, und auch das Rückspiel …
AUS DER BUNDESLIGA-GESCHICHTE:

Alfred Drabits (* 6. April 1959 in Traisen / Niederösterreich) zählte in seiner Fußballer-Karriere in der Zeit zwischen dem 19. August 1978 (ein Tor beim Oberhaus-Debüt, einem 2 : 3 seines Wiener Sport-Club in der Südstadt gegen Admira/Wacker) und dem 21. April 1991 (0 : 0 beim Gastspiel seines letzten Vereins, dem First Vienna FC beim VfB Mödling) zu den effektivsten Bundesligaspielern seiner Zeit. Drabits durchwanderte in diesen 13 Oberhaus-Jahren nicht nur die Positionen eines Mittelstürmers bis in die Abwehrreihe hin, er erzielte auch sehenswerte Tore jeglicher Art. Mit seinem rechten „Pratzerl“ – gemeint ist damit das Schussbein – traf der umtriebige „Fredl“ beinahe nach Belieben. Und es war auch egal ob mit dem Kopf oder den Füßen, einerlei ob aus dem Spiel heraus ein Abstauber, Edelroller, oder aber ein Freistoßtor und Elfmeter – Alfred Drabits besaß ungeheuren Instinkt und war eine Tormaschine schlechthin. Und dennoch stand er immer im Schatten der „großen“ österreichischen Goalgetter seiner Zeit wie eben Hans Krankl oder Toni Polster. Alfred „Fredl“ Drabits gelangen in 370 Bundesligaspielen 159 Tore. Er liegt damit an 5. Stelle aller Bundesligaspieler mit den meisten Volltreffern. Vor 40 Jahren gelang ihm bei seinem neuen Verein, dem FK Austria Wien, der endgültige Durchbruch. Grund genug also, hier die Erinnerung an den Oktober 1981 und Alfred Drabits hochzuhalten.

Alfred Drabits kam zum Bundesligafußball, wie die sprichwörtliche „Mutter zum Kind“. Der 18-jährige stand für den WSV Traisen in der 1. NÖ-Landesliga erfolgreich auf dem Platz. Bereits 1977/78 hatte er sein Visier perfekt eingestellt und traf nach Belieben. Eines schönen Tages sagte sich Erich Hof, seines Zeichens Trainer des Wiener Sport-Clubs an. Hof wollte Rudolf Hutterstrasser beobachten, um ihn für den WSC zu engagieren. Während des Spiels machte plötzlich eine Dame dem zurückhaltenden Hof Avancen. Dieser, ganz Gentleman, wies die Verehrerin behutsam, aber bestimmend zurück. Doch die holde Weiblichkeit ließ sich nicht beirren und bestach durch fußballerisches Fachwissen. Es gelang ihr, das Interesse von Erich Hof zu wecken und dessen Interesse wiederum vom 28-jährigen Hutterstrasser auf den 18-jährigen Drabits zu lenken. Das Gespräch der beiden gewann an Farbe und fußballerischer Fachkompetenz. Nach den 90 Minuten war Hof von Drabits überzeugt und der Gang nach Wien zum Sportklub vorgegeben. Die vorsichtige, aber doch bestimmende Hinweistaktik von „Mutter-Drabits“ an Erich Hof trug demnach Früchte.

Alfred Drabits landete also in Wien-Hernals und gab seinen Posten im VÖEST-Stahlgußwerk zu Traisen auf. Profi war er nicht, also nahm er den Beruf eines Briefträgers bei der Österreichischen Post an. Der Sportklub war hier der Brückenbauer. Dazu ist eine nette Geschichte überliefert. Alfred Drabits zog mit seinem Postwagerl durch Ottakring und Hernals. Als wachechter Niederösterreicher musste er sich in der für ihn fremden Großstadt erst einmal an und in den vielen Gassen orientieren samt den unzähligen Häusern mit ihren noch unüberschaubareren Stiegen. Einmal kam er zum Training zu spät. Bevor ihn jedoch Coach Hof abkanzeln konnte, wartete der Fredl mit folgender Entschuldigung auf: „Trainer, i kenn mi no net so guat aus in Wien. Heut´ hob´ i die Pensionen auszahlen müssen. Und weil i mi no net z´rechtgfunden hob, san ma die Pensionisten scho auf der Gassn entgegenkommen. De ham glaubt, i bin überfalln word´n mit meine 500.000 Schilling Pensionsgeld im Sack.“

… am 18. Oktober 1981 auf der Hohen Warte trug seine Handschrift. Drabits vergab zwar einen Elfmeter, traf allerdings beim 2 : 0-Sieg der Wiener einmal und veranlasste die Linzer zu einem Eigentor, hier im Bild. Jupp Blaser war der Unglücksrabe. Im Bild von links: Alfred Drabits, Josef Bläser, Gert Trafella und Klaus Lindenberger. Aus FK Austria Wien gg. LASK (2 : 0) vom Sonntag, 18. Oktober 1981 vor 5.000 Zuschauern auf der Hohen Warte. Beide Fotos: © oepb

Alfred Drabits, der sehr familien- und heimatverbunden war, hielt der Wiener Stadt die Treue. Nach dem Sportklub wechselte er im Sommer 1981 zu Trainer Erich Hof und zur Wiener Austria, um in späterer Folge 1988 noch bei der Vienna anzuheuern. Überall war er als Aktiver gerne gesehen und überall sorgte er für sehenswerte Tore. War er in seinen jungen Jahren beim Sportklub der eiskalte Vollstrecker, setzte er diesen Ruf bei der Austria fort, spezialisierte sich allerdings auf seine Eigenmarke, den „Edelroller á la Drabits“. Nachdem die gegnerische Verteidigung vom einstigen ausgebildeten ASKÖ-Turner Drabits ausgetanzt war, schob er das Leder gekonnt und gemütlich als Edelroller hinter die Linie. Und auch bei der Vienna bestach Drabits mit seinen Toren. Sein Heber im Europacupspiel der Döblinger gegen den finnischen Vertreter Turku PS über den gegnerischen Torhüter Dan-Ola Eckermann hinweg war aller Ehren wert.

Heute gehört Alfred Drabits, der zwischen 1984 und 1987 auch siebenmal das Trikot der Österreichischen Nationalmannschaft trug, dem violetten Legendenklub beim FK Austria Wien an. Vor 40 Jahren, siehe bitte die beiden Fotos, war er bei den Wiener Violetten „endgültig angekommen“, wie das heutzutage so schön auf Neudeutsch heißt. Drei Tore in zwei Spielen gegen den LASK, dazu sogar einen Elfmeter in dieser Doppelrunde verschossen und vehement dazu beigetragen, dass sich die Linzer „Landstraßler“ ein Tor selbst gemacht hatten. Alfred „Fredl“ Drabits, ein Kind der Österreichische Fußball-Bundesliga, eine sportliche Legende, die leider beinahe völlig in Vergessenheit geraten ist. Quelle und Fotos: © oepb

Die Spiele:

FK Austria Wien – FC Admira/Wacker

Samstag, 16.10.2021, 17 Uhr, Generali-Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Julian Weinberger

– Der FK Austria Wien ist in der ADMIRAL Bundesliga seit 11 Spielen gegen den FC Flyeralarm Admira ungeschlagen (6 Siege, 5 Unentschieden) – erstmals so lange seit dem Wiederaufstieg der Admira im Sommer 2011.

– Der FK Austria Wien ist gegen den FC Flyeralarm Admira seit sechs Heimspielen in der ADMIRAL Bundesliga ungeschlagen (2 Siege, 4 Unentschieden) – erstmals seit 2014.

– Der FC Flyeralarm Admira holte 12 Punkte aus den ersten 10 BL-Spielen – um fünf mehr als zum Vergleichszeitpunkt der Vorsaison. Das letzte Mal, dass die Niederösterreicher nach den ersten 10 Spielen einer Saison der ADMIRAL Bundesliga so viele Zähler hatten, war 2017/18 (damals 16).

– Der FK Austria Wien ist seit 10 Heimspielen in der ADMIRAL Bundesliga ungeschlagen (4 Siege, 6 Unentschieden) – erstmals so lange seit 2010 (21 Heimspiele). Allerdings endeten die letzten vier Heimspiele allesamt remis – erstmals seit 2011.

– Das einzige Duell als Bundesliga-Spieler zwischen Manfred Schmid (Austria-Trainer) und Andreas Herzog (Admira/Wacker-Coach) endete am 2. Juni 1991 mit einem 2 : 1-Sieg für den FK Austria Wien (Schmid) gegen den SK Rapid Wien (Herzog). Den Rapid-Treffer erzielte Andreas Herzog.

SK Austria Klagenfurt – SK Rapid Wien

Samstag, 16.10.2021, 17 Uhr, Wörthersee Stadion (live bei Sky), Schiedsrichter Rene Eisner

– Der SK Austria Klagenfurt holte 13 Punkte aus den ersten 10 Spielen – in der ADMIRAL Bundesliga als Aufsteiger zuletzt der LASK 2017/18 so viele (ebenfalls 13 Punkte). In der Saison 1991/92 holte der FC Stahl Linz als Aufsteiger 14 Zähler aus den ersten 10 Runden. Und 1988/89 die VSE St. Pölten ebenso 14 Punkte als Neuling, allerdings bereits nach 9 Runden (bei 2-Punkte-Regel für den Sieg). Beide Vereine gibt es nicht mehr.

– Der SK Austria Klagenfurt erzielte 16 Tore in den ersten 10 BL-Spielen. Mehr Tore als Aufsteiger in den ersten 10 Saisonspielen erzielte zuletzt der SV Mattersburg 2015/16 (damals 19).

– Der SK Rapid Wien hatte beim 5 : 2 gegen die WSG Tirol einen Expected Goals-Wert von 4,8 – Höchstwert eines Teams in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga. Das gab es für die Hütteldorfer zuletzt am 16. Dezember 2017 beim 5 : 0 gegen den SKN St. Pölten.

– Der SK Austria Klagenfurt punktete in vier der sechs Spiele nach 0 : 1-Rückständen (1 Sieg, 3 Unentschieden) – kein Team in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga häufiger.

Peter Pacult (Austria Klagenfurt-Trainer) war Spieler und Trainer des SK Rapid Wien. Als Spieler wurde er mit den Hütteldorfern ÖFB-Cupsieger und stand im Europapokal der Pokalsieger-Finale (jeweils 1984/85), als Trainer wurde er 2007/08 Meister – Rapids bislang letzter Titel in der ADMIRAL Bundesliga.

SCR Altach – FC Red Bull Salzburg

Samstag, 16.10.2021, 17 Uhr, CASHPOINT Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Walter Altmann

– Der FC Red Bull Salzburg gewann 12 der vergangenen 13 Spiele in der ADMIRAL Bundesliga gegen den CASHPOINT SCR Altach, die einzige Niederlage gab es am 2. März 2020 mit 2 : 3.

– Der FC Red Bull Salzburg traf in den vergangenen 13 Spielen in der ADMIRAL Bundesliga gegen den CASHPOINT SCR Altach immer (insgesamt 35 Tore). Das gab es zuvor nur bis 2014, damals waren es sogar 14 Spiele mit Torerfolg (insgesamt 34 Tore).

– Der FC Red Bull Salzburg startete mit 10 Siegen in diese BL-Saison. Dies gelang zuvor nur Salzburg selbst 2018/19, sonst keinem anderen Team in der Geschichte der ADMIRAL Bundesliga. 11 Siege zum Saisonstart gelangen noch keiner Mannschaft.

– Der FC Red Bull Salzburg gewann die vergangenen 14 BL-Spiele in Folge und stellte damit den Bundesliga-Rekord des SK Rapid Wien von 1987 ein, bei einem Sieg gegen Altach wurden die Salzburger einen neuen Rekord in der ADMIRAL Bubdesliga aufstellen.

– Der CASHPOINT SCR Altach erzielte 43% seiner Tore nach Standardsituationen – nur der FC Flyeralarm Admira (62%) mit einem höheren Anteil in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga.

Linzer ASK – Wolfsberger AC

Sonntag, 17.10.2021, 14:30 Uhr, Raiffeisen Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Andreas Heiß

– Der LASK gewann gegen den RZ Pellets WAC alle vier BL-Saisonspiele in der Vorsaison. Das gelang den Linzer Athletikern zuvor vier Mal gegen ein Team in der ADMIRAL Bundesliga, zuletzt 2017/18 gegen den spusu SKN St. Pölten.

– Der LASK erzielte in der ADMIRAL Bundesliga in jedem der vergangenen vier Spiele gegen den RZ Pellets WAC mehr als ein Tor (12 Tore insgesamt) – erstmals.

– In den acht Heimspielen des LASK in der ADMIRAL Bundesliga gegen den RZ Pellets WAC gab es stets einen Sieger (5-mal LASK, 3-mal WAC).

– Der WAC erzielte 71% seiner Treffer in der ersten Hälfte – der höchste Anteil in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga. Der LASK erziellte 20% der Tore in den ersten 45 Minuten – der niedrigste Anteil.

– Der LASK ließ 104 gegnerische Schüsse zu – nur der FC Red Bull Salzburg (75) in dieser BL-Saison weniger. Die Linzer Athletiker kassierten um 2,8 Gegentore weniger als die Chancenqualität der Gegner zugelassen hätte (14 Gegentore bei xGA = 16,8) – nur gegen Altach waren die Gegner in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga ineffizienter (-4,4).

WSG Tirol – TSV Hartberg

Sonntag, 17.10.2021, 14:30 Uhr, Tivoli Stadion Tirol (live bei Sky), Schiedsrichter Sebastian Gishamer

– Der TSV Egger Glas Hartberg erzielte in den vier Duellen in der ADMIRAL Bundesliga gegen die WSG Tirol drei Tore und nie mehr als ein Tor pro Spiel, trotzdem gewannen die Steirer zwei der vier Duelle (1 Unentschieden, 1 Niederlage).

– Der TSV Egger Glas Hartberg holte 12 Punkte aus den ersten 10 BL-Spielen – so viele wie zuvor nur 2019/20 (ebenfalls 12).

– Der TSV Egger Glas Hartberg erzielte 18 Tore – nur der SK Sturm Graz und FC Red Bull Salzburg (je 26) in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga mehr. Die Oststeirer erzielten in vier Spielen mindestens drei Tore – in der gesamten Vorsaison (33 Spiele) nur in zwei Spielen.

– Die WSG Tirol kassierte 23% der Gegentreffer nach Standards – nur der FC Red Bull Salzburg (0%) mit einem geringeren Anteil in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga.

– Die WSG Tirol kam in den ersten 10 Runden dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga auf eine Passgenauigkeit von 75% – nur die Spieler des FC Red Bull Salzburg (79%) passten genauer.

SK Sturm Graz – SV Ried

Sonntag, 17.10.2021, 17 Uhr, Merkur Arena (live bei Sky), Schiedsrichter Markus Hameter

– Der SK Puntigamer Sturm Graz gewann die vergangenen fünf Spiele in der ADMIRAL Bundesliga gegen die SV Guntamatic Ried – wie zuvor nur von 1997 bis 1999 (damals 8 Siege in Folge). Der SK Sturm blieb in vier der letzten fünf BL-Spiele gegen die SV Ried ohne Gegentor und traf dabei immer.

– Der SK Puntigamer Sturm Graz ist seit 14 Heimspielen in der ADMIRAL Bundesliga gegen die SV Guntamatic Ried ungeschlagen (11 Siege, 3 Unetnschieden) – erstmals.

– Der SK Puntigamer Sturm Graz erzielte mit 26 Toren erstmals so viele in den ersten 10 Spielen einer Saison der ADMIRAL Bundesliga. Die Steirer trafen 14 BL-Spiele in Folge – wie zuletzt in der Saison 2013/14 (damals 15).

– Die SV Guntamatic Ried erzielte um 3,8 Tore mehr als aufgrund ihrer Chancenqualität zu erwarten gewesen wäre (14 Tore bei expected Goals 10,2) – nur der TSV Egger Glas Hartberg (+4,5) und der SK Sturm (+4,2) agierten in den ersten 10 Runden dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga effizienter.

– Die SV Guntamatic Ried erzielte drei Tore in der Anfangsviertelstunde (wie Klagenfurt) – kein Team in dieser Saison der ADMIRAL Bundesliga mehr. Die Innviertler sind neben dem SK Rapid Wien und der WSG Tirol als eines von drei Teams in dieser BL-Saison noch ohne Gegentor in der Anfangsviertelstunde.

Quelle: ÖSTERREICHISCHE FUSSBALL-BUNDESLIGA

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