
Neue Fokusausstellung im Prunksaal
Der Volksaufstand in Ungarn 1956 zählt zu den prägenden Ereignissen des ungarischen und österreichischen kollektiven Gedächtnisses. Eine neue Fokusausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek präsentiert eindrucksvolle Fotografien österreichischer Pressefotograf*innen zum Ungarnaufstand und zur Flucht von rund 180.000 Ungar*innen nach Österreich.
Die Aufnahmen sind vom 14. Oktober 2026 bis zum 10. Jänner 2027 zu sehen.

Gezeigt werden ikonische Bilder ebenso wie zahlreiche bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek, die die Geschehnisse aus vielfältigen Perspektiven dokumentieren.
Die ursprünglich friedlichen Proteste gegen das kommunistische Regime und die sowjetische Besatzung endeten am 4. November 1956 mit einer militärischen Invasion durch die Sowjetunion. Rund 180.000 Ungar*innen flohen über die zunächst offene Grenze nach Österreich. Die Ausstellung erzählt ihre Geschichte anhand zeitgenössischer österreichischer Pressefotografie – von der Flucht über die Ankunft in Österreich bis zur Weiterreise in andere Länder. Dabei dokumentieren die Bilder auch die unterschiedlichen Reaktionen innerhalb der österreichischen Gesellschaft: Hilfsbereitschaft und Solidarität standen Unsicherheit und Ablehnung gegenüber.

Eine zentrale Rolle bei der Mobilisierung internationaler Hilfe spielte die mediale Berichterstattung. Aufnahmen aus Grenzregionen, Aufnahmelagern und von Hilfsaktionen gingen um die Welt.
Die neue Fokusausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek lädt dazu ein, ein bedeutendes historisches Ereignis durch die Linse der Pressefotografie zu betrachten.

„Im Zuge unserer engen Kooperation mit der Österreichischen Nationalbibliothek sind wir auch stolzer Förderer der Ausstellung ‚Brücke der Menschlichkeit – Österreich und der Ungarnaufstand 1956‘. In Ungarn ist unser Haus seit vielen Jahren fest verankert: Bereits 1996 sind wir in den ungarischen Versicherungsmarkt eingestiegen, heute ist die Vienna Insurance Group Marktführer im Land. Auch kulturell rückt Ungarn in diesem Herbst bei uns besonders in den Fokus: Ab 10. November widmet sich unsere Reihe ‚Architektur im Ringturm‘ mit der Ausstellung ‚Global Cities Wien–Budapest: Stadträume der Wendezeiten 1970–2026‘ den vielfältigen Verbindungen zwischen den beiden Donaumetropolen“, sagt Mag. Robert Lasshofer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, Hauptaktionär der Vienna Insurance Group (VIG).
Über die Österreichische Nationalbibliothek
Die Österreichische Nationalbibliothek in Wien zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Gedächtnisinstitutionen des Landes. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Mit ihren umfangreichen Sammlungen an historischen Büchern, Handschriften, Zeitungen, Fotografien und weiteren wertvollen Dokumenten bewahrt sie ein einzigartiges kulturelles Erbe. Durch die Digitalisierung zahlreicher Bestände macht sie historische Schätze auch online für eine breite Öffentlichkeit zugänglich und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung österreichischer Geschichte und Kultur.
Quelle und Foto: Österreichische Nationalbibliothek / ÖNB
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