Morgens Nachrichten am Handy, tagsüber mehrere Stunden vor dem Rechner, abends Streaming oder ein paar Runden am Smartphone – Bildschirmzeit sammelt sich schnell an. Österreichische Gesundheitsempfehlungen setzen dem Ganzen mit mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung bei mittlerer Intensität eine ziemlich bodenständige Vorgabe für Erwachsene entgegen. Dass selbst kleinere Veränderungen zählen, spiegelt sich in der aktuellen Forschung wider.

Bezahlen, Nachrichten lesen, Termine organisieren, Videos ansehen, einkaufen oder spielen: All das macht man heute meistens mit dem Smartphone. Statistik Austria hat im Jahr 2025 eine Erhebung zum IKT-Einsatz in Haushalten durchgeführt. Unter den 16- bis 24-Jährigen verwendeten 92,9 % das Internet mehrmals täglich, 98,9 % gingen dafür auch über das Smartphone online. Befragt wurde zwischen April und Juli 2025. Fast zwei Drittel der jungen Erwachsenen informierten sich im Netz außerdem über Gesundheitsthemen. Der Bildschirm selbst ist damit noch kein Gesundheitsproblem. Spannender ist, was während dieser Stunden mit dem Rest des Körpers passiert.

3 bis 5 Stunden Bewegung pro Woche klingen erstmal nach viel

Das österreichische Gesundheitsportal führt für Erwachsene 150 bis 300 Minuten ausdauerorientierte Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche an.  Alternativ sind 75 bis 150 Minuten bei höherer Intensität möglich. Muskelkräftigende Übungen sollen an mindestens zwei Tagen dazukommen. Die entsprechenden Seiten wurden im Juni 2026 aktualisiert. 150 Minuten – das sind fünf halbe Stunden oder gut 21 Minuten, wenn man die Zeit rechnerisch auf sieben Tage verteilt. Dazu muss man den Tagesablauf nicht um ein zweites Hobby herum bauen. Zügiges Gehen, Radfahren oder andere Aktivitäten mit entsprechender Intensität sind hier schon ausreichend. Eine zusätzliche Runde zu Fuß kann also durchaus Teil davon sein.

Eine große internationale Untersuchung legt nahe, dass es nicht erst ab Minute 150 interessant wird

Ein von der University of Queensland geleitetes Forschungsteam wertete 2025 insgesamt 85 Langzeitstudien mit mehr als acht Millionen Menschen aus. Personen, die über längere Zeit körperlich aktiv blieben oder ihre Aktivität erhöhten, hatten in den ausgewerteten Beobachtungsdaten ein rund 20 bis 40 % niedrigeres Risiko, während der Nachbeobachtung zu sterben. 

Die Autoren betonen den Zusammenhang, daraus lässt sich keine Garantie für den Einzelnen ableiten.

Nach der Arbeit wechselt der Inhalt auf dem Display dann zu Unterhaltung, Gaming oder Glücksspiel

Laptop zu – Smartphone auf. Der Arbeitstag ist vielleicht beendet, die Bildschirmzeit aber nicht: Streaming, Social Media, Mobile Games, Shopping und andere digitale Freizeitangebote warten schon.

Auch Online-Casinos gehören zu dieser digitalen Freizeitwelt. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, findet auf Vergleichsportalen Ranglisten verschiedener Anbieter. Das Online-Vergleichsportal Casino Guru gehört hier zu unserer Top Auswahl und stellt Online-Casinos anhand von Spielangebot, Zahlungsmethoden, Bedingungen und einem eigenen Sicherheitsindex gegenüber. Dafür wurden von Casino Guru mehr als 7.000 Online-Casinos geprüft und für einzelne Bewertungen mehr als 200 Informationen erfasst.

Deloitte hat nachgefragt, wie lange das Handy täglich läuft

Wie schnell daraus mehrere Stunden werden, hat Deloitte Österreich 2025 in einer repräsentativen Befragung von rund 500 österreichischen Mobiltelefonnutzern untersucht. 

Das Ergebnis: 

31 % verbringen nach eigenen Angaben täglich zwei bis drei Stunden am Smartphone. Weitere 21 % kommen auf vier bis fünf Stunden. 81 % sind zudem außerhalb der Arbeitszeit für berufliche Angelegenheiten über das Smartphone erreichbar.

Das ist nicht ausschließlich Freizeit. Nachrichten aus der Firma zählen genauso hinein wie Navigation oder Banking.

Trotzdem scheint vielen die Menge selbst aufzufallen. 59 % der von Deloitte Befragten möchten ihre tägliche Smartphone-Zeit reduzieren. Mehr als 60 % hatten dafür bereits etwas ausprobiert. Manche schalten den Ton aus, andere deaktivieren Push-Nachrichten oder planen Zeiten ohne Bildschirm ein.

Das Gerät wird unverzichtbarer. Und gleichzeitig will man es öfter loswerden.

5 Minuten sind besser als nichts

Eine im Januar 2026 in The Lancet veröffentlichte Analyse geht noch einen Schritt weiter.

Das internationale Team um den Bewegungsforscher Ulf Ekelund von der Norwegian School of Sport Sciences wertete Messdaten von bis zu 135.046 Erwachsenen aus Norwegen, Schweden, den USA und Großbritannien aus. Die Aktivität wurde dabei mit Geräten erfasst und nicht bloß per Fragebogen geschätzt.

Die Forscher modellierten anschließend, was kleine Änderungen auf Bevölkerungsebene bedeuten könnten.

Schon 5 zusätzliche Minuten Bewegung mit mittlerer bis höherer Intensität pro Tag waren in den Berechnungen mit einer relevanten Zahl potenziell vermeidbarer Todesfälle verbunden. Eine Verringerung der täglichen Sitzzeit um 30 Minuten ergab ebenfalls einen messbaren Effekt. Bei einer breiten Umsetzung in der untersuchten Bevölkerung lag die Schätzung für 30 Minuten weniger Sitzen bei rund 7 % potenziell vermeidbaren Todesfällen.

Mehr Bewegung muss nicht immer mit einer neuen Jahreskarte fürs Fitnessstudio anfangen

Eine Stunde Training passt an manchen Tagen einfach nicht mehr zwischen Arbeit, Termin und Abendessen. Dazu kommen Umziehen, Duschen und vielleicht noch der Weg ins Studio. Schnell wird aus einer Stunde deutlich mehr.

Wer viel sitzt, kann deshalb schon an kleineren Stellen anfangen:

  • beim Telefonieren ein paar Schritte gehen
  • kurze Wege zu Fuß erledigen
  • nach längeren Sitzphasen kurz aufstehen
  • die Treppe statt den Lift nehmen
  • kleinere Besorgungen ohne Auto machen
  • nach dem Essen noch eine Runde drehen

Dafür braucht es weder Trainingskleidung noch einen festen Plan. Manchmal werden aus zehn Minuten draußen noch zwanzig. An anderen Tagen bleibt es bei der kurzen Runde um den Block.

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