Die Weltmeisterschaft ist vorbei, lange Zeit zum Zurücklehnen bleibt dem österreichischen Nationalteam allerdings nicht. Bereits Ende September beginnt die UEFA Nations League 2026/27. Nach vier WM-Partien, dem Abschied einer prägenden ÖFB-Figur und einem ungewöhnlich kompakten Spielplan wartet auf Rot-Weiß-Rot praktisch schon das nächste Kapitel.

28 Jahre musste Österreich auf die Rückkehr zu einer Fußball-Weltmeisterschaft warten.

Der Auftakt gegen Jordanien gelang mit 3:1, gegen Argentinien folgte ein 0:2. Das wilde 3:3 gegen Algerien reichte anschließend für den Aufstieg aus der Gruppenphase. Erst Spanien beendete die österreichische WM-Reise 2026 im Sechzehntelfinale mit einem 3:0. Unter dem Strich stehen damit vier WM-Spiele, ein Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 6:9. Für eine Mannschaft, die seit 1998 bei keiner WM-Endrunde mehr dabei gewesen war, war das trotzdem ein besonderer Sommer. 

Seitdem Österreich bei der Weltmeisterschaft 1982 dabei war ist 2026 nun ein neues Kapitel dazugekommen.

Auf die WM folgt keine lange Länderspielpause

Die nächste Aufgabe beginnt am 24. September. Österreich spielt in Liga B, Gruppe 3 der Nations League gegen Israel, die Republik Irland und Kosovo.

Ungewöhnlich ist diesmal weniger die Gruppe als der Kalender.

Die UEFA hat für den Herbst ein verlängertes erstes Länderspielfenster angesetzt. Österreich absolviert dadurch innerhalb von nur elf Tagen gleich vier Pflichtspiele. Zwei weitere folgen im November. Für Teamchef, Spieler und Vereine wird dieser Block entsprechend intensiv.

  • 24. September: Österreich gegen Israel
  • 27. September: Österreich gegen Kosovo
  • 1. Oktober: Republik Irland gegen Österreich
  • 4. Oktober: Kosovo gegen Österreich
  • 14. November: Österreich gegen Republik Irland
  • 17. November: Israel gegen Österreich

Das erste Spiel gegen Israel wird in der Raiffeisen Arena in Linz ausgetragen. Dort folgt drei Tage später auch das Duell mit Kosovo.

Vier Partien innerhalb von elf Tagen lassen kaum Raum für große Korrekturen. Läuft der Auftakt schlecht, steht bereits wenige Tage später die nächste Partie an. Läuft er gut, kann sich innerhalb von eineinhalb Wochen eine völlig neue Dynamik entwickeln.

Eine Ära endet mit 137 Länderspielen

Der Herbst bekommt noch aus einem anderen Grund einen anderen Charakter.

Marko Arnautović hat seine Laufbahn im Nationalteam mit 137 Länderspielen und 49 Toren beendet. Damit verabschiedet sich sowohl Österreichs Rekordspieler als auch der Rekordtorschütze des ÖFB-Teams.

Solche Zahlen lassen sich nicht einfach ersetzen.

Arnautović war über viele Jahre mehr als ein klassischer Mittelstürmer. Er konnte Bälle halten, Gegenspieler beschäftigen, selbst abschließen und einem Spiel mitunter eine ganz eigene Temperatur geben. Mit seinem Abschied werden Minuten frei, aber eben auch Verantwortung.

Michael Gregoritsch gehört weiterhin zu den erfahrenen Optionen in der Spitze. Dahinter stellt sich die Frage, welche jüngeren Offensivspieler dauerhaft mehr Aufgaben übernehmen können.

Das betrifft nicht ausschließlich Tore. Auch Hierarchien verschieben sich.

Der Fußballabend findet längst nicht mehr nur vor dem Fernseher statt

Während sich auf dem Platz personell einiges verändert, hat sich auch die Art verändert, wie Fußball verfolgt wird. Live-Ticker, Aufstellungen, Heatmaps und Leistungsdaten stehen während einer Partie auf dem Smartphone bereit.

Zum digitalen Freizeitangebot rund um einen Fußballabend gehören daneben längst völlig andere Angebote. Darunter fallen auch Glücksspielplattformen, die allerdings nicht mit Sportstatistiken oder gewöhnlichen Tippspielen gleichgesetzt werden sollten.

Bei Online-Casinos ist für österreichische Nutzer vor allem die rechtliche Einordnung relevant. Die casino.org Liste stellt verschiedene Online-Anbieter gegenüber und führt unter anderem Angaben zu Lizenzen, Zahlungsmethoden, Auszahlungszeiten, Spielen und Instrumenten zum Spielerschutz auf. Ein größerer Teil der Seite beschäftigt sich zudem ausdrücklich mit dem österreichischen Glücksspielgesetz und der Frage, wie internationale Lizenzen einzuordnen sind.

Für Österreich gilt dabei: Eine Lizenz aus einem anderen EU-Staat ist nicht automatisch mit einer österreichischen Glücksspielkonzession gleichzusetzen. Bei Vergleichen verschiedener Anbieter lohnt daher der Blick auf die rechtliche Grundlage ebenso wie auf technische oder finanzielle Konditionen.

Im eigentlichen Fußball bleibt die Lage erheblich einfacher. Dort zählen im September wieder Tore und Punkte.

Linz bekommt gleich zwei Länderspiele innerhalb von vier Tagen

Dass Österreich mit zwei Heimpartien startet, könnte sportlich hilfreich sein. Beide Spiele finden in Linz statt. Damit wird die Raiffeisen Arena für einige Tage zum Zentrum des österreichischen Nationalteam-Fußballs.

Linz ist für das ÖFB-Team inzwischen kein ungewohnter Spielort mehr. Der historische Bogen ist groß: Österreichische Nationalmannschaften spielten über Jahrzehnte an ganz unterschiedlichen Orten, von Wien bis in die Bundesländer. Einen Blick zurück auf solche Schauplätze bietet etwa die Geschichte über den ÖFB und die Hohe Warte.

Diesmal kommt noch die sportliche Ausgangslage hinzu.

In einer Vierergruppe mit Israel, Irland und Kosovo gibt es keinen großen europäischen Namen, hinter dem sich Österreich verstecken könnte. Als Team aus Topf zwei geht die ÖFB-Auswahl mit entsprechendem Anspruch in diese Gruppe.

Die Nations League ist diesmal mehr als ein Herbstbewerb

Die Ausgabe 2026/27 bekommt zusätzlich Gewicht, weil ihre Ergebnisse mit Blick auf die Qualifikation zur EURO 2028 relevant werden können. Die UEFA sieht erneut Auf- und Abstieg sowie zusätzliche Play-off-Wege vor. Ergebnisse aus der Nations League können Mannschaften damit später eine weitere Möglichkeit auf ein EM-Ticket eröffnen.

Für Österreich ist das noch Zukunftsmusik.

Zunächst geht es darum, wie die Mannschaft aus dem WM-Sommer herauskommt. Die vier Spiele in Nordamerika haben Substanz gekostet, zugleich aber Erfahrungen gebracht, die sich in keinem Trainingslager simulieren lassen.

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