Ausstellungsplakat zur Fotoausstellung „40 Jahre Tschernobyl“ von Michaela Vondruska im Theater am Steg in Baden. © Michaela Vondruska

Anlässlich des 40. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl widmet sich eine eindrucksvolle Ausstellung im Theater am Steg einem der prägendsten Ereignisse der Zeitgeschichte.

Spielzeugwrack befindet sich auf dem Gelände eines verlassenen Kindergartens. Kopachi war ein Dorf in der Nähe des Kernkraftwerks Tschernobyl, das nach der Katastrophe von 1986 aufgrund der hohen Strahlungsbelastung fast vollständig abgerissen und unter der Erde begraben wurde.© Michaela Vondruska

Die Fotoausstellung „40 Jahre Tschernobyl“ von Michaela Vondruska im Theater am Steg in Baden (ab 15. April 2026) dokumentiert die verlassene Sperrzone mit stillen, berührenden Bildern. Sie bietet künstlerische Einblicke in die Folgen der Katastrophe, mit einer Gedenkveranstaltung am 26. April 2026 und freiem Eintritt.

Musikschule in der Sperrzone von Tschernobyl: Auch der Konzertsaal verfällt zusehends. Der einst in Ochsenblut gefärbte Dielenboden der Bühne ist morsch und nicht mehr betretbar. Vandalismus hat deutliche Spuren hinterlassen.
© Michaela Vondruska

Die Fotografin Michaela Vondruska zeigt Aufnahmen aus der Sperrzone von Tschernobyl, die sie auf ihren Reisen in den Jahren 2018 und 2019 festgehalten hat. Ihre Fotografien dokumentieren nicht nur das Verlassene und Zerfallene, sondern vermitteln zugleich eine stille, eindringliche Präsenz der Vergangenheit.

Die Ausstellung eröffnet am 15. April um 19:00 Uhr und ist bis 26. April zu sehen.

Der Rummelplatz in Prypjat hätte am 1. Mai 1986 feierlich eröffnet werden sollen. Tatsächlich waren die Attraktionen nur einmal – bei einer Generalprobe wenige Tage vor dem Reaktorunfall – in Betrieb. Heute ist der Ort verlassen und von der Natur zurückerobert.
© Michaela Vondruska

Kunst trifft Erinnerung

Vondruskas Arbeiten bewegen sich zwischen künstlerischem Ausdruck und historischer Dokumentation. Sie laden dazu ein, innezuhalten und sich mit den langfristigen Folgen der Katastrophe auseinanderzusetzen – fern von Sensationsdarstellung, hin zu einem stillen, respektvollen Blick auf einen Ort, der bis heute nachwirkt.

Luftmessgerät: in den Gängen im Kraftwerk wird laufend die Luftreinheit getestet; bei zu hoher radioaktiver Belastung gibt es rotes Licht und ein Warnsignal.© Michaela Vondruska

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Freitag: 15:00 – 21:00 Uhr
  • Samstag & Sonntag: 14:00 – 16:00 Uhr
    (in dieser Zeit ist die Fotografin persönlich anwesend)
  • Zusätzlich geöffnet während Veranstaltungen im Haus
AKW Gedenkstätte: Auf dem Platz vor dem Touristenzentrum ist man dem „New Safe Confinement“ am nächsten. Die 36.000 Tonnen schwere Metallkonstruktion wurde erst im Juli 2019 offiziell für fertiggestellt erklärt. Sie soll die nächsten hundert Jahre dafür sorgen, dass keine radioaktive Strahlung aus dem Inneren austreten kann. Das Denkmal davor wurde zur Erinnerung an die Liquidatoren, die freiwilligen Helfer von 1986, errichtet.© Michaela Vondruska

Gedenkveranstaltung

Am 26. April um 14:00 Uhr findet eine besondere Gedenkveranstaltung unter dem Titel „40 Jahre Tschernobyl“ statt.

Es spricht August Breininger, begleitet von Texten von Oleksii Breuss, dem letzten Mann im Reaktor 4.

Schaltzentrale Reaktor 3Das Herzstück des dritten Reaktorblocks, die Schaltzentrale, ist baugleich mit dem des zerstörten Reaktors 4. Block 3 wurde 1981 fertiggestellt. Er bildet mit dem Block 4 und dem dazwischenliegenden Hilfsanlagengebäude einen Doppelblock.© Michaela Vondruska

Hinweis

Die ausgestellten Fotografien sind auch käuflich zu erwerben.

Diese Ausstellung verbindet künstlerische Eindrücke mit historischem Bewusstsein und lädt zu Erinnerung und Reflexion ein.

Schule in Prypjat: Die Mittelschule Nummer 3 ist eine von 5 Mittelschulen in Prypjat. Sie liegt unmittelbar neben dem Lazurni Schwimmbad. Einst war diese Schule gut ausgestattet. Aufgrund des maroden Zustandes des Gebäudes war nur ein Blick durchs Fenster in die Aula möglich, wo die Wasserschäden deutlich sichtbar sind.© Michaela Vondruska

Quelle: www.foto-vondruska.at

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