Photovoltaikanlage mit Schafen, die die Anlage als Weidefläche nutzen

Erneuerbare Energien sinnvoll nutzen – was 2025 erfolgreich umgesetzt wurde, treiben die ÖBB auch 2026 mit voller Kraft voran. Der produzierte Grünstrom ist das Herzstück des Klimaschutzes auf der Schiene, im Betrieb und in den Gebäuden. Mit der Errichtung von 30 Anlagen mit einer Jahresstromproduktion von insgesamt 26,5 GWh im Jahr 2025 könnte die Stromversorgung von mehr als 6.500 durchschnittlichen Haushalten für ein ganzes Jahr sichergestellt werden.

Der Ausbau geht zügig weiter: Für 2026 ist die Errichtung von mehr als 30 Anlagen geplant. Ein technologisches Highlight stellt dabei die erste Agri-PV-Anlage im Burgenland dar, die dank eines modernen Tracker-Systems hocheffiziente 7,7 GWh beisteuert. Zusätzlich werden PV-Anlagen mit Speichersystemen geplant, beispielsweise im oberösterreichischen Frankenmarkt oder in Süßenbrunn nördlich von Wien.

Mit Ende 2025 umfasste das Portfolio bereits 144 PV-Anlagen, neun Wasserkraftwerke und ein Windrad. Diese grüne Energie reicht rechnerisch aus, um mit dem Zug 2.000-mal die Welt zu umrunden/275.000 durchschnittliche österreichische Haushalte zu versorgen. Das erklärte Ziel für 2026 bleibt konsequent: Die weitere Steigerung der klimafreundlichen Grünstromproduktion für Österreich.

Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG dazu: „Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen, volatiler Energiemärkte und steigender Preise zeigt sich, wie wichtig eine unabhängige Energieproduktion ist. Mit dem konsequenten Ausbau von Wasser-, Wind- und Sonnenkraft stärken wir nicht nur die Versorgungssicherheit der Bahn, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zur klimafreundlichen Mobilitätswende in Österreich. Unser Ziel ist es, die Eigenversorgung der ÖBB weiter deutlich zu erhöhen und unsere Energiezukunft resilient, nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.“

Deutlicher Ausbau der Sonnenstromproduktion im Jahr 2025

2025 wurde die Photovoltaikproduktion erneut erweitert: 30 neue PV-Anlagen gingen österreichweit in Betrieb und steigerten die jährliche Sonnenstromproduktion auf rund 65 GWh – ein Plus von rund 26 GWh gegenüber dem Vorjahr.

Ein Schwerpunkt lag in Niederösterreich: Neue Aufdachanlagen, etwa auf den Parkdecks am Standort Wiener Neustadt oder auf diversen Technikgebäuden, gingen ans Netz. Innovative Lösungen wie Klebemodule an einer Schallschutzwand in Amstetten-Blindenmarkt oder die Anlagen auf den flächigen P+R-Anlagen in Schleinbach und Strasshof zeigen, wie bestehende Infrastruktur effizient für Stromgewinnung genutzt werden kann. Gemeinsam mit den weiteren Anlagen erzeugen die ÖBB in Niederösterreich inzwischen rund 6 GWh Sonnenstrom pro Jahr für den Betrieb unserer Gebäude und Betriebsanlagen.

Auch in Wien wurden zusätzliche PV-Projekte realisiert – darunter eine Anlage auf einer Werkshalle in Simmering mit rund 353 MWh Jahresproduktion, eine weitere auf der Lehrlingswerkstätte am Hebbelplatz sowie eine Anlage im Zuge der Sanierung eines ÖBB-Wohnhauses in der Taborstraße.

In Oberösterreich wurden wichtige Schritte für die künftige Bahnstromversorgung gesetzt: Im August 2025 erfolgte der Baustart für die bislang größte 16,7-Hz-PV-Anlage in Asten/Enns. Mit einer geplanten Jahresproduktion von 23,8 GWh wird sie künftig genug grünen Bahnstrom für rund 7.000 Railjet-Fahrten zwischen Linz und Wien liefern.
Zudem ging die zweite Agri-PV-Anlage für Bahnstrom in Riedau/Taiskirchen in Betrieb. Sie erzeugt rund 19 GWh Bahnstrom pro Jahr und ermöglicht gleichzeitig landwirtschaftliche Doppelnutzung mit Tierhaltung. Blühflächen und naturnahe Bereiche fördern zusätzlich die Biodiversität.

© ÖBB

Grünstrom voraus

Auch 2026 setzen die ÖBB ihren Ausbaukurs fort: Mehr als 30 neue Photovoltaikanlagen sind in Planung oder bereits in Umsetzung. Dazu zählen etwa neue Anlagen in Salzburg auf der Remise mit über 300 MWh Jahresproduktion sowie mehrere Projekte in Wien – unter anderem auf den Hallen der Warenversorgung in der Brigittenau und auf der Instandhaltungshalle DOSTO Floridsdorf. Allein diese Erweiterung wird die jährliche Sonnenstromproduktion um rund 800 MWh erhöhen.

Ein besonderes Projekt entsteht im Burgenland: Im Juli 2026 soll in Donnerskirchen die erste ÖBB-Agri-PV-Anlage mit Tracker-System in Betrieb gehen. Rund 10.600 bewegliche Module richten sich automatisch nach der Sonne aus und erzeugen etwa 7,7 GWh Strom pro Jahr, der direkt in die Oberleitung der Pannoniabahn eingespeist wird – ein Novum im österreichischen Bahnstromsystem. Durch die hohe Bauweise bleibt die Fläche landwirtschaftlich nutzbar und eignet sich künftig für biologischen Ackerbau; zusätzliche ökologische Maßnahmen stärken die Biodiversität vor Ort.

Wasserkraft bleibt verlässliche Basis

Neben Photovoltaik bleibt die Wasserkraft eine tragende Säule der CO₂-freien Bahnstromproduktion. 2025 feierte das ÖBB-Kraftwerk Spullersee sein 100-jähriges Jubiläum. Das Werk wurde 2021 umfassend modernisiert und sichert gemeinsam mit dem Kraftwerk Braz bei Bedarf die vollständige Bahnstromversorgung in Vorarlberg – ein wichtiger Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit.

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Die Energiestrategie der ÖBB

Durch den Ausbau und die Modernisierung der eigenen Wasser-, Solar-, und Windkraftanlagen wollen die ÖBB gemeinsam mit Partnern den Eigenversorgungsgrad beim Bahnstrom von 60 % auf 80 % und bei den Betriebsanlagen von 11 % auf 67 % steigern. Außerdem soll die innerbetriebliche Energieeffizienz beispielsweise durch die Modernisierung des Bahnstromnetzes oder die Gebäudeoptimierung um 25 % gesteigert werden. So werden die ÖBB unabhängiger von externen Energielieferanten und entlasten auch das öffentliche Stromnetz. Ziel bleibt, die Bahn als Rückgrat klimafreundlicher Mobilität weiter mit sauberer, regional erzeugter Energie zu betreiben.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 493,6 Millionen Fahrgäste und mehr als 78 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich ans Ziel. 100% des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern.

ÖBB

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2023 insgesamt 494 Millionen Fahrgäste und mehr als 78 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 95 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 4,5 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 43.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB

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