Essen im Müll

30. Juni 2008

müllBis zu 12 Prozent des Mülls bestehen aus originalverpackten oder angebrochenen Lebensmitteln, geht aus einer Studie des Instituts für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur (BOKU) hervor. Damit würden jährlich pro Kopf 100 Euro im Müll landen. Wobei in den Städten der Anteil höher sei als am Land.

Weiters werden täglich 45 Kilogramm Lebensmittel in Lebensmittelfilialen weggeworfen. Durch einen sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln könnte jeder Einzelne, gerade jetzt bei den hohen Preisen, Geld sparen. ,Unsere Lebensmittel sind viel zu wertvoll und sollten nicht einfach weggeworfen werden, wie dies leider tagtäglich in großem Umfang passiert. Alleine die Anbaufläche von Getreide für weggeworfenes Gebäck reicht aus, um ein Fünftel des österreichischen Bedarfs des Beimischungszieles von Bioethanol zu fossilen Treibstoffen zu erreichen und könnte darüber hinaus die Importabhängigkeit von fossilen Treibstoffen spürbar reduzieren.´, so Hannes Herndl, Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen der Landwirtschaftskammer.

müll2Recycling
Ebenso landen jährlich tonnenweise Möbel und Haushaltsgeräte im Müll. Die großen Einrichtungshäuser locken mit zahlreichen Angeboten, Abverkäufen und dergleichen, so daß man sich eher öfter denn seltener als früher neues Mobiliar gönnt. Wohin aber mit den alten Stücken, die oft erst ein paar Jahre alt sind? Die österreichischen Gemeinden bieten Müllplätze so genannte Altstoffsammelzentren/ASZ – an oder aber holen die alten Möbel auch vor der Haustür ab. Dennoch gilt es auch beim Einrichten, an die Umwelt zu denken. Gegenstände aus Recycling-Material liegen dabei längst im Trend.
Egal ob Holz, Glas, Papier oder Metall, Designer und Architekten hauchen ausgedienten Materialien neues Leben ein.

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