Höchst aktive Faultiere
Bei den Zweifingerfaultieren im Wiener Tiergarten Schönbrunn erblickte am 2. Feber dieses Jahres ein Jungtier das Licht der Welt. In der Zwischenzeit sind auch die ersten Fotos des Nachwuchses geglückt.
„Neugeborene Faultiere benutzen den Bauch der Mutter als Wiege und klammern sich gut versteckt in ihrem kuscheligen Fell fest. Deshalb war es in den ersten Wochen sehr schwierig, das Jungtier zu fotografieren.“, erklärt dazu die Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Der Nachwuchs wird gesäugt, trinkt kräftig und knabbert auch schon Salatblätter.“
Strubbelige Haare, schwarze Knopfaugen und eine Nase wie eine Steckdose: So lässt sich das kleine Faultier beschreiben. Es ist geschätzte 20 Zentimeter groß und wiegt rund 400 Gramm. Das Geschlecht kann derzeit noch nicht bestimmt werden. Für die beiden Zweifingerfaultiere Alberta und Einstein, die seit 2006 im Tiergarten Schönbrunn leben, ist es das dritte Jungtier. Der letzte Nachwuchs des Pärchens, das Männchen „Mr. Denmark“, wurde 2010 geboren.
Faultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas beheimatet, wo sie sich hauptsächlich von Blättern, aber auch von Knospen und Früchten ernähren. Der Name dieser ungewöhnlichen Tiere kommt nicht von ungefähr. Sie hängen meist bewegungslos kopfüber in den Ästen, dösen mindestens 14 Stunden am Tag und bewegen sich fast ausschließlich wie in Zeitlupe. Derart langsam verläuft auch das Wachstum der Jungtiere: Frühestens im Alter von sechs Monaten versuchen sie, auf einem eigenen Ast zu hängen.







