Leben im Zoo

V.l. Dagmar Schratter, Renate Bliem, Lukas Beck17. März 2011

Preisverleihung „Bester Zoo Europas 2010“

Dem wundervollen Wiener Tiergarten Schönbrunn wurde diesmal sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Der britische Zooexperte Anthony D. Sheridan überreichte am 10. März 2011 die Trophäe für den „Besten Zoo Europas 2010“ an die Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Zugleich wurde auch das Buch „Leben im Zoo“ präsentiert.

Anthony D. Sheridan nahm für das Ranking insgesamt 80 wissenschaftlich geführte Zoos in 21 europäischen Ländern unter die Lupe und besuchte diese für seine Bewertungen in Summe 200 Mal, führte Gespräche mit den Zoodirektoren, studierte die Jahresberichte und wertete umfangreiche Fragebögen aus. 26 Kriterien waren ausschlaggebend – unter anderem Artenschutz, Tierhaltung, Investitionen und Besucherzahlen. Bereits 2008, als diese Studie das letzte Mal durchgeführt wurde, belegte der Tiergarten Schönbrunn unter der Leitung von Dagmar Schratter den ersten Platz. Er lobt den Tiergarten in der Studie wegen seiner neuerlichen Fortschritte in den vergangenen zwei Jahren und hebt die ORANG.erie und den Südamerika-Park als perfekt designte und zugleich umweltfreundliche gebaute neue Tieranlage hervor.

V.l. Helmreich (Verlag), Schratter (Direktorin), Pliem (Verfasser), Beck (Foto)Aber natürlich punktete Schönbrunn auch mit seiner einzigartigen Kombination aus moderner Tierhaltung und historischem Ambiente. Apropos historisch: Derzeit wird das alte Affenhaus generalsaniert, dann bekommen die Eisbären eine neue Anlage. Und als nächstes Projekt kommt danach die Giraffenanlage dran, die Pläne liegen bereits vor.

Mit dem Buch „Leben im Zoo“ eröffnen nun Fotograf Lukas Beck und Autorin Renate Pliem ungewöhnliche Einblicke in den Alltag im Tiergarten Schönbrunn. Ein Jahr lang haben die Beiden die Zootiere und ihre Betreuer besucht und begleitet. Dabei haben sie schreckhafte Nashörner, aufgeweckte Seepferdchen, respektlose Tigerpythons oder flirtende Papageien im Tiergarten Schönbrunn in Wien kennen gelernt. In einprägsamen Fotos und spannenden Geschichten erfahren nun die Leser vom Alltag, aber auch von den vielen anderen Besonderheiten des „Lebens im Zoo“.

Kleines begipstes ErdmdnnchenDie Tiere kennen ihre Betreuer gut: am Geruch, an der Stimme oder aber auch am Blick, den man austauscht. Wenn ein Baby-Flughund von der Pflegerin im Tragetuch herumgetragen wurde, so sucht er auch später ihre Nähe.

Die Riesenschildkröte „Schurli“ kennt ihren Pfleger Willi seit Jahrzehnten. Willi steht kurz vor der Pensionierung, „Schurli“ ist mit 100 im besten Alter. 71 Pflegerinnen und Pfleger erzählen von ihrer Begeisterung für die Arbeit mit den Tieren. Sie erkennen das Leuchten in den Augen des Pandaweibchens, wenn das Training gelungen ist, oder freuen sich über die Nachzucht von seltenen Elfenblauvögeln. Man erfährt weiters von „Wandelnden Ästen“, die eigentlich Insekten sind oder von Fidschi-Leguanen, die ihre Farbe wechseln, wenn ihnen ein Weibchen gut gefällt. Wie anlehnungsbedürftig sind Wasserbüffel? Wie viel Kraft hat ein Orang-Utan? Und warum können Flusspferde nicht schwimmen? Das Buch „Leben im Zoo“ erklärt, erzählt und unterhält. Ein Fotobuch für die ganze Familie.

Lukas Beck/Renate Pliem: Leben im Zoo
2011, 160 Seiten, kartoniert, echomedia buchverlag ges.m.b.h.
EUR 29,90, ISBN: 978-3-902672-37-7
www.echomedia-verlag.at
www.zoovienna.at

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