Handbuch des Linksextremismus / Die unterschätzte Gefahr

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Während der Rechts- und Linksextremismus in Deutschland fröhliche Urständ feiert, wird in diesem Buch der Linksextremismus in Österreich in anderer Art und Weise geschildert. Hier leben Schifahren, Mozart Kugeln, Weinseligkeit beim Heurigen einträchtig nebeneinander und die Angehörigkeit der Österreicher als Mitglieder der Deutschen Nation ist verschwunden.

Alle Extremismen in Österreich sind bei weitem milder ausgeprägt als in Deutschland. Man vermeidet hier ständige Konflikte und reiht diese als Spekulation ein. Der österreichische Charakter ist im Umgang liebenswürdiger, als der schroffe nördlich des Mains. Seit dem Tode Bismarcks kann Deutschland keinen eminenten Kenner Österreichs aufweisen. Die Österreicher können sich glücklich schätzen, daß sie das Feld des Extremismus keineswegs kennen. Der vorhandene jugendliche Protest führte in Österreich nur zu einem milden Erstaunen. Selbst die 68iger Bewegung hat in Österreich, auch nicht an den Hochschulen, keine Spuren hinterlassen.

Nun besteht zwar in den Medien und im Kulturbetrieb eine linke Neigung. Sie konnte aber in diesem konservativen Land keineswegs Fuß fassen. Der bisherige österreichische Staatsschutz wurde im Jahre 2002 in Verfassungsschutz umbenannt. Es wird seit dem Jahr 2002 wohl der Rechtsextremismus an erster Stelle behandelt, nicht aber der Linksextremismus. In diesem Verfassungsschutzbericht wird der Rechtsextremismus auf 19 Seiten geschildert, während der Linksextremismus sich mit wenigen Seiten begnügen muß.

Andererseits findet sich der Linksextremismus in den Memoiren von Michael Sika, “Mein Protokoll/Innenansichten einer Republik/Niederösterreichisches-Pressehaus, 2001⊃3;, dem einstmals obersten Polizeibeamten in Österreich, wieder, der ebenfalls auf einzelne Persönlichkeiten in Sachen Linksextremismus verweist. Während seiner Amtszeit kamen die Briefbomben-Attentate in Österreich in den 90iger Jahren zum Tragen. In den Extremisten-Lagern wollte man unbedingt auf größere Täter-Organisationen hinweisen, bis dann ein gewisser Franz Fuchs als Einzeltäter ausgeforscht wurde.

Zu diesen, dem linken Extremismus angehörenden Personen, zählt der langjährige Nationalratsabgeordnete der Grünen, Peter Pilz. “Er ist ein hochintelligenter, rhetorisch beschlagener und gründlich recherchierender Politiker geworden.⊃3; Auch die Gruppe revolutionärer Marxisten in Österreich sah in Peter Pilz ein Mitglied. Der grüne Pilz war 1992 Gemeinderat der Stadt Wien. Er gehörte auch zu den Organisatoren der Demonstranten bei den Opernbällen. Er forderte dazu auf, die Militärgesetze in Österreich zu mißachten, um auf diesem Wege gegen Wehrdienstverweigerer zu protestieren. Es war ihm bewußt, daß diese Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze den Paragraphen 281 auslöst. Wegen zivilem Ungehorsam wurde er darob bestraft. Er war schon als 19jähriger nach Kuba gegangen und verehrte dort Fidel Castro und Che Guevara. Später suchte er bei der Gruppe revolutionärer Marxisten seine politische Heimat. In der “Presse⊃3; vom 30. August 1989 wurde er folgendermaßen kritisiert: “Hinter der Maske des liebenswerten und privat so charmanten “Softies⊃3; lauert aber ein eiskalter Robespierre.⊃3;

Den linksliberalen und linken Zeitgeist vertritt in Österreich das Nachrichtenmagazin “profil⊃3;, ebenso die Tageszeitung “Der Standard⊃3;. Aus der linksextremistischen Szene ging bei “profil⊃3; der Autor Georg Hoffmann-Ostenhof hervor, der erklärte: “Man darf die Arbeiter nicht wie einen Psychotherapeuten behandeln. Das Bewußtsein der Arbeiter ist heute ein linksliberales und kein linksextremistisches mehr. Aber bereits in den 70iger Jahren schwor er seiner Kaderorganisation ab. Bei “profil⊃3; leitet er das Ressort Aussenpolitik. Seine Artikel sind absolut lesenswert, weil er das Geld doch als das Universalste ansieht. Beide – Peter Pilz und Georg Hoffmann-Ostenhof – gehören zu den ehemals links-linken Prominenten in der Medienwelt.

Überblickt man die Ausführungen dieses Buches, so bleibt als Fazit, daß der Linksextremismus hierzulande keineswegs so ausgeprägt ist, wie in der Bundesrepublik Deutschland. Es geht von diesem keine Gefahr für den Bestand und die innere Ordnung Österreichs aus. Die veröffentlichte Meinung der beiden, ebenso die Referenten im Kunst- und Kulturbetrieb haben, so Peter Meier-Bergfeld, die Farbe grün als die schönste rote Farbe in ihrem Bewußtsein.

Mit Ausnahme des Beitrages über den Linksextremismus in Österreich, wird diese Strömung als Rechts- und Linksextremismus in sämtlichen Staaten Europas geschildert. Als Sozialist gilt, wer für die Aufhebung der privaten Verfügungsgewalt über Produktionsmittel eintritt. Damit werde nämlich die Herrschaft von Menschen über Menschen beendet. Diese linke Überzeugung brach aber in sich zusammen. So entwickelte sich der Irrglaube, der Extremismus könne nur nach rechts entwickelt werden. Die meisten Länder der westlichen Welt wurden in den 60iger Jahren mit Linksextremismus und Terrorismus konfrontiert.

ISBN 3-7020-0968-X
Hans-Helmuth Knüttler/Stefan Winckler

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