SV Feldkirchen vs. FC Blau Weiß Linz (0 : 2)

Sehr schneidig, der neue Mannschaftsbus der blau-weißen Linzer.

Sehr schneidig, der neue Mannschaftsbus der blau-weißen Linzer.

16. September 2010

Die, aufgrund des ÖFB-Cup-Spieles am kommenden Sonntag um 15 Uhr im Linzer Stadion gegen FC Red Bull Salzburg vorgezogene 7. Runde in der Regionalliga Mitte bescherte dem punktegleichen Zweiten mit dem Leader SV Allerheiligen der Tabelle, den blau-weißen Linzern, den SV Feldkirchen aus Kärnten, vor den Toren Klagenfurts. Der gestrige Termin um 18 Uhr am Sportplatz Feldkirchen ist für einen Amateur, um den es sich in der Regionalliga handelt, äußerst undankbar, da nicht nur eine Reise durch halb Österreich auf dem Speisezettel steht, sondern auch die Rückkehr meist erst nach Mitternacht erfolgt. Wenn man als Spieler, die alle einer geregelten Arbeit nachgehen oder teilweise noch Schüler sind, keinen verständnisvollen Arbeitgeber hat, kann man sich diesen „Luxus“ kaum leisten. Aber so läuft es eben im österreichischen Amateur-Bereich in Sachen Fußball.

"Der Ball gehört mir!" Wimleitner pariert einen Penalty.

"Der Ball gehört mir!" Wimleitner pariert einen Penalty.

Die Linzer begannen gestern Abend in Feldkirchen vor 500 Besuchern eher verhalten und ließen den Heimischen mehr vom Spiel. Die ersten nennenswerten Aktionen samt Torschüssen fanden Manuel Hartl (14. Minute) und Haron Sulimani (20.) vor. Die vorgetragenen Spielzüge der Kärntner fanden in David Wimleitner im Gehäuse der Linzer ihren Meister. Diese Polypenarme des Keepers kamen auch in der 26. Spielminute perfekt zum Einsatz, parierte Wimleiter doch einen Strafstoß des quirligen Angreifers Auron Miloti der Feldkirchener.

Im sofortigen Gegenzug testete der Linzer Svetozar Nikolov das Torgestänge gegenüber, seine Granate prallte allerdings von der Torlatte ins Feld zurück. Keeper Hans-Joachim Thamer hätte nicht den Funken einer Chance gehabt gegen diesen als Strich ausgeführten Schuss. Bis zur Pause tat sich nicht mehr allzu viel, das 0 : 0 war gerecht.

Ali Hamdemir (Mitte) wird von Robert Micheu und Mathias Regal attackiert.

Ali Hamdemir (Mitte) wird von Robert Micheu und Mathias Regal attackiert.

In der zweiten Spielhälfte besann man sich auf Linzer Seite seiner Kräfte und schickte sich an, „den Sack zu öffnen, um ihn auch zuzumachen“. Als es in der 66. Spielminute zu einem Freistoß auf das Kärntner Tor kam, lächelte man bereits sehr zuversichtlich auf der Linzer Bank. Konstantin Wawra legte sich das rundlich Spielgerät zurecht, der „Freistoßtrick die 117.“ kam zur Anwendung – zwei Linzer knien vor der Mauer des Gegners, dem Keeper ist komplett die Sicht verstellt – und siehe da, Sekundenbruchteile später zappelt der Ball im Netz. Riesenfreude bei den Blauen am Rasen war die Folge.

Feldkirchen bemühte sich von nun an vermehrt, den Ausgleich zu erzielen, aber David Wimleiter war jederzeit Herr der Lage in seinem Tor. Als Blau-Weiß-Trainer Adam Kensy in der 77. Minute Dino Medjedovic für Nikolov brachte, war dieser Tausch insofern perfekt gewählt, da der frische Spieler in der 86. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck das vielumjubelte 0 : 2 sicherstellte. Das 0 : 3 durch Liridon Abdullahu in der 90. Minute wurde wegen Abseits aberkannt. Der Mann mit der Fahne an der Linie war sich seiner Sache jedoch erst sehr spät sicher.

Freistoß-Torschütze Tino Wawra (rechts) gegen Gunther Stoxreiter. Alle Fotos: Bernd Speta

Freistoß-Torschütze Tino Wawra (rechts) gegen Gunther Stoxreiter. Alle Fotos: Bernd Speta

Wie dem auch sei, der fünfte Sieg in Serie im siebten Spiel stand fest, Blau-Weiß ist nun alleiniger Tabellenführer der Regionalliga Mitte und freut sich auf den kommenden Cup-Schlager gegen Salzburg am 19. September 2010, 15 Uhr, im Linzer Stadion.

www.sv-wigo.feldkirchen.com

www.blauweiss-linz.at

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