Zoo Wien / Schmutzgeier Andi in Bulgarien ausgewildert

Schmutzgeier Männchen. Foto: Daniel Zupanc

Schmutzgeier Männchen. Foto: Daniel Zupanc

Von Zuhause auszuziehen ist immer ein großer Schritt. Vor allem für den neun Monate alten Schmutzgeier Andi aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn. Er wurde vergangene Woche von der Naturschutzorganisation „Green Balkans“ abgeholt und wird schon bald in Bulgarien durch die Lüfte gleiten. Im Rahmen des 2017 gestarteten Wiederansiedelungsprojektes „Egyptian Vulture – New Life Project“ wird er in den östlichen Rhodopen, einem bewaldeten Gebirge an der Grenze zu Griechenland, ausgewildert.

Freifliegender Schmutzgeier in Bulgarien. Foto: www.LifeNeophron.eu/Franz C. Robiller

Freifliegender Schmutzgeier in Bulgarien. Foto: www.LifeNeophron.eu/Franz C. Robiller

 

„In den Balkanländern ist die Situation für den Schmutzgeier dramatisch. In den vergangenen 30 Jahren ist sein Bestand um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Derzeit sind dort nur noch 70 Brutpaare übrig. Wir sind stolz darauf, bei diesem wichtigen Projekt dabei zu sein.“, so die Tiergartendirektorin Dr. Dagmar Schratter.

Auf den Schönbrunner Schmutzgeier wartet nun eine neue Zeit. Im März wird er in eine große Freiflugvoliere gebracht. Dort lernt er die anderen jungen Geier kennen. Die Wiederansiedelung erfolgt nach dem Prinzip des „soft release“.

 Tierpflegerin Regina Riegler übergibt Schmutzgeier Andi an Green Balkans. Foto: Tiergarten Schönbrunn/Barbara Feldmann

Tierpflegerin Regina Riegler übergibt Schmutzgeier Andi an Green Balkans. Foto: Tiergarten Schönbrunn/Barbara Feldmann

 

 

Im Mai wird die Voliere geöffnet und die jungen Geier sollen sich den wilden Geiern der Umgebung anschließen und von ihnen alles Nötige lernen. Vor allem sollen die erfahrenen Geier die Jungvögel im Herbst mit auf die Reise ins Überwinterungsgebiet in Afrika nehmen.“, erklärt Tierpflegerin Regina Riegler.

Der Schmutzgeier ist der kleinste unter den vier europäischen Geiern. Trotzdem hat er mit 1,80 Metern eine imposante Flügelspannweite. Begeisternd ist der Schmutzgeier auch deshalb, weil er gelernt hat, Werkzeuge zu gebrauchen. Mit Steinen knackt er selbst große Straußeneier.

 

Quelle: Wiener Tiergarten Schönbrunn
 
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