Wiener Börse auf Überholspur

Von links: Alois Wögerbauer (Geschäftsführer der 3 Banken-Generali Investment-GmbH), Erich Stadlberger (Direktor Private Banking & Asset Management, Oberbank), Christoph Boschan (CEO der Wiener Börse AG) und Josef Weißl (Vorstandsdirektor der Oberbank). Foto: Oberbank / Eric Krügl

Von links: Alois Wögerbauer (Geschäftsführer der 3 Banken-Generali Investment-GmbH), Erich Stadlberger (Direktor Private Banking & Asset Management, Oberbank), Christoph Boschan (CEO der Wiener Börse AG) und Josef Weißl (Vorstandsdirektor der Oberbank). Foto: Oberbank / Eric Krügl

Christoph Boschan, CEO der heimischen Börse, überzeugte vor kurzem beim Finanzmarkt-Forum in der Oberbank Zentrale in Linz sowohl mit glänzenden Zahlen, als auch mit der Dynamik seines Auftritts.

Oberbank – statt Shooting Star stabiler Partner

Für Gastgeber Vorstandsdirektor Josef Weißl zählte zwar auch der vorjährige Zugewinn bei der Börsenkapitalisierung seines Instituts von über 30 Prozent, aber noch mehr, dass sich der Börsenwert der Oberbank seit 2006 verdreifacht habe: „Wir setzen darüber hinaus nach wie vor gegen den Mainstream auf die Expansion der Filialen, um Verlässlichkeit, Berechenbarkeit und persönliche Beratung in anspruchsvollen Anlage-, Vorsorge- oder Finanzierungsfragen bieten zu können. Inzwischen sind wir aber auch ein führender Anbieter im Online-Bereich.“

Tipps vom mehrmaligen Fondsmanager des Jahres

Wie sein Österreich-Fonds es schafft, regelmäßig den ATX zu schlagen (13 Prozent Rendite in den letzten 5 Jahren), verriet Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken-Generali: „Zuerst gilt es, das Land, die Börse und die Unternehmen zu verstehen – und schließlich mutig zu investieren.“ Österreich werde mittlerweile als sicherem Hafen vertraut, das Wachstum betrug 2018 beachtliche 2,6 Prozent. Die Börse, in der bis zu 70 Prozent Auslandsinvestoren engagiert sind, zeige eine breite Streuung. Und schließlich beeindrucken viele heimische Unternehmen wie Agrana, S&T oder AMS nicht mit Größe, sondern als Hidden Champions mit besonderer Ertragsstärke.

Fehlwahrnehmungen zurechtrücken

Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse, sieht es als seine Mission, zurückhaltende Anleger von den ausgezeichneten Chancen am Kapitalmarkt zu überzeugen. Die Klischees in vielen Köpfen bestünden aus Bildern von raffgierigen Börsenhaien, die an Börsencrashs maßgeblich beteiligt sind – oder aus Schreckenvisionen, das investierte Kapital zur Gänze zu verlieren, während einige wenige Profiteure steinreich werden. Die Wirklichkeit an der Börse gäbe sich wesentlich solider. Realistisch sei bei einem längerfristigen Engagement, das zwei Drittel Aktien und ein Drittel Anleihen vorsieht, eine Rendite von 5-10 Prozent pro Jahr. Dabei sollten allerdings drei Grundsätze beachtet werden: „Nur kaufen, was man versteht und was bereits Erfolg hatte. Zweitens das Portfolio diversifizieren, d.h. streuen, wobei mehr als 10 Titel ausreichen. Und drittens langfristig anlegen – das Börsenengagement ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“

Die Entwicklung der Wiener Börse habe alle Erwartungen übertroffen; von Dornröschenschlaf, zu engem Markt mit zu vielen Abgängen und mangelnder politischer Unterstützung könne schon seit langem keine Rede mehr sein. Hier nur einige Highlights: So haben sich die handelbaren Wertpapiere und auch die Umsätze in Rekordhöhen geschraubt, auch bei Anleihen gäbe es ein großes Angebot an ausländischen Titeln. Die Marktkapitalisierung betrage seit 2008 erstmals über 125 Milliarden Euro, auch die Preisqualität wurde gesteigert. Zudem stellte der BAWAG-Börsengang den drittgrößten in Europa und achtgrößten weltweit dar. Weiters erfuhren die IT-Dienstleistungen eine starke Ausweitung, vor allem nach Osteuropa.

Talk der Experten

In der abschließenden Gesprächsrunde, zu der sich zu den zwei Referenten auch Erich Stadlberger, Director Private Banking & Asset Management der Oberbank gesellte, stellte der Moderator des Abends Dominik Hojas, Chefredakteur von „Der Börsianer“ noch einige brisante Fragen. Zu einem der heißesten Themen, nämlich zu Bitcoins, nahm Christoph Boschan folgendermaßen Stellung: „Es müsse jedem Anleger klar sein, dass er nur virtuell, aber nicht in reale Werte eines Unternehmens anlege. Er würde jedenfalls raten, sich höchstens mit verzichtbaren Beträgen daran zu beteiligen. Der Mehrwert werde über Blockchains bzw. Datenbanken erzielt, die sehr energieintensiv und umweltschädlich sind.“

Als zukunftsweisende Sparten schätzten die Experten Technologie, Gesundheit, Urbanisierung, Sicherheit, Verkehr und Transport ein.

Lesen Sie mehr über die Oberbank bei uns bitte hier;

www.oberbank.at

 

 

comments are closed.