Wie ich mich auf einer Parkbank in einen bärtigen Mann mit sehr braunen Augen verliebte

Buch-Cover. Foto: dtv

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Bei diesem Roman handelt es sich um eine der charmantesten, lustigsten und traurigsten Liebesgeschichten, die Sie je lesen werden!

Die 29-jährige Schwedin Julia lebt mit ihrem Kater Optimus in Wien und gibt ambitionierten Wirtschaftsbossen und Langzeitarbeitslosen Englischunterricht. Sie fühlt sich so einsam, dass sie an Marktforschungsumfragen und kostenlosen Hörtests teilnimmt, nur um die Zeit totzuschlagen. Doch dann passiert das Märchen: Sie verliebt sich. Julias Verehrer entspricht nur ganz und gar nicht dem Ritter in der strahlenden Rüstung. Er lebt in einer Hecke im Stadtpark und benötigt dringend eine Dusche. Aber dafür hat er zwei sehr überzeugende Argumente ‒ nämlich die größten braunen Augen der Welt!

Das oepb hat dieses Buch natürlich gelesen und meint dazu:
Dies ist eines jener Bücher, in das man einmal nur so ganz kurz reinlesen will und schon mittendrin ist. Emmy Abrahamson beschreibt sehr witzig ihre eigene Liebesgeschichte … und ja, diese Geschichte ist wahr!

Julia arbeite als Englischlehrerin am Berlitz Institut in Wien. Eigentlich ist sie Schwedin, aber vor 5 Jahren wegen ihrem Freund nach Österreich gezogen. Die Beziehung hielt nicht, aber Julia blieb. Ihr Leben ist ziemlich eingefahren, um nicht zu sagen langweilig. Sie gibt so viel Unterricht, wie sie nur kann und die Wochenenden versucht sie irgendwie totzuschlagen, da ihre Freunde alle verheiratet sind und keine Zeit für sie haben.

„Ich mag mein Leben. … Ich brauche nicht mehr, und meine Einsamkeit macht mich weder unglücklich noch möchte ich ihretwegen bemitleidet werden.“, gaukelt sie sich vor.
Und nun ist da also Ben, der ihr bereits beim Kennenlernen sagt, dass sie die Frau seines Lebens ist, er sie heiraten und mit ihr Kinder haben will. Es ist das tollste Date, das sie je hatte. „Unter seinem Schmutz ist Ben einer der schönsten Männer, denen ich je begegnet bin, und er besitzt ein erstaunliches Maß an Selbstsicherheit, Stolz und Humor.“

Aber sie schämt sich für ihn. Kann sie eine Beziehung mit einem Obdachlosen, auf gut österreichisch – einem Sandler – haben? Ihre Freunde sagen nein, doch sie springt über ihren Schatten und lässt ihn bei sich einziehen. Natürlich prallen da Welten aufeinander. Er trinkt ziemlich viel Alkohol (alle Sandler saufen, weil man sonst bei der Kälte draußen nicht schlafen kann, erzählt er) und hatte auch schon viele Jobs, die ihn nicht erfüllten – da ist er lieber Sandler. Sie sind eben sehr verschieden, aber auch sehr verliebt. Ben ist immer fröhlich und sehr ehrlich, er versucht durch Schwarzarbeit für seinen Unterhalt selbst aufzukommen, aber er würde sich nie wegen ihr verbiegen oder ihre Freunde anlügen. Er schämt sich im Gegensatz zu ihr nicht für sein Dasein. Doch die Angst, was die Menschen in ihrer Umgebung über ihn denken, kann Julia nicht ablegen. Immer wieder geraten sie deswegen in Streit und immer wieder versöhnen sie sich, bis Julia beleidigend wird …

Emmy Abrahamson, die Autorin, beschreibt sehr humorvoll und warmherzig die ganze Geschichte. Man kann Julia für ihren Mut bewundern, sich auf eine Beziehung zu Ben überhaupt einzulassen, über ihren Schatten zu springen und sich zu ihm zu bekennen und damit über sich hinauszuwachsen. Sie zeigt auf, dass wir nicht immer nur auf den ersten Eindruck achten, sondern auch hinter die Fassade unseres Gegenübers schauen und tolerant sein sollten. Die Geschichte hat die Botschaft, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen.

Das Buch lässt sich herrlich rasch lesen, ist eine wunderbare Sommerlektüre und in jedem Fall lesenswert!

Wie ich mich auf einer Parkbank in einen bärtigen Mann mit sehr braunen Augen verliebte
Roman von Emmy Abrahamson
288 Seiten, Taschenbuch, Broschur
erschienen bei dtv
www.dtv.de
ISBN: 978-3-423-21726-2
zum Preis von € 10,30 (Österreich), € 9,95 (Deutschland)
 
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