Veränderte Online-Gewohnheiten in Österreich

Der kleine Handcomputer auch Smart- oder iPhone genannt, ist aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Foto: oepb

Der kleine Handcomputer auch Smart- oder iPhone genannt, ist aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Foto: oepb

Das Internet hat in den vergangenen 30 Jahren unser aller Leben dramatisch verändert. Von der exotischen Innovation bis hin zum mobilen Internet, Streaming und Sozialen Netzwerken hat sich dieses Medium in vielerlei Hinsicht entscheidend auf unseren Alltag ausgewirkt. Diese Trends verändern aktuell die Online-Gewohnheiten der Österreicher.

Mobiles Internet – der Megatrend

Die wohl wichtigste Erfindung hinsichtlich des sich im Wandel befindlichen Online-Verhaltens ist das Smartphone. Mit dem iPhone, das im Jahr 2007 vorgestellt wurde, hat es einen beispiellosen Siegeszug auch in Österreich erlebt. Kaum ein Österreicher hat kein internetfähiges Handy mit Touchscreen.

Das Internet wurde so jedem jederzeit und überall zugänglich. So wurde das Internet zu einer allgegenwärtigen Begleitung in unserem Leben. Inzwischen lassen wir uns damit den Weg beschreiben, wir versenden Fotos und Textnachrichten, wir sehen uns Filme an, hören Musik, und nutzen es als virtuelle Geldbörse.

Und die mit dem Smartphone einhergehenden Apps haben zudem das Web weg vom Webbroser hin zu Einzelanwendungen verändert.

Streaming – Medien und Gaming neu gedacht

Durch die verbesserten Downloadraten durch LTE und bald schon 5G , wurde dem Streaming der Weg zum absoluten Durchbruch geebnet. Im Bereich Video und Film haben Anbieter wie Netflix und Amazon längst eine riesige Bedeutung für die gesamte Filmindustrie erlangt. Auch die Österreicher streamen längst zu hunderttausenden Filmen und Serien. Diese Services stellen längst eine ernstzunehmende Konkurrenz zum klassischen Fernsehen dar.

Auch das Gaming wurde vom Streaming Trend bereits erfasst. Immer mehr Menschen spielen online – Massive Multiplayer Online Games sind weltweit populär. Auch Online Glücksspiel erlebt durch Anbieter wie bei diesem Online Casino einen regelrechten Boom: Es ist viel bequemer geworden, Roulette, Poker oder etwa Blackjack zu spielen. Denn ein Casinobesuch ist längst nicht mehr notwendig.

Ähnliches gilt nicht zuletzt auch für Musik. Während noch vor wenigen Jahren Online Stores wie iTunes viel Geld mit Musikverkäufen verdienten, verlagert sich längst alles auf mitunter kostenlose Dienste wie Spotify.

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke haben Österreich in den vergangenen zwei Jahrzehnten voll erobert. Kaum ein Österreicher hat etwa keinen Facebook-Account. Doch in den letzten Jahren befindet sich auch diese Branche im Wandel. Während das insgesamt stagnierende führende soziale Netzwerk Facebook inzwischen hauptsächlich von Menschen über 35 genutzt wird, bewegt sich die junge Zielgruppe längst in andere, mobile-basierte social Networks. Besonders populär aktuell sind Instagram, Snapchat, Whatsapp und Twitch.

Diese Entwicklung erfolgt dabei sehr dynamisch. So kann es vorkommen, dass Soziale Netzwerke innerhalb von wenigen Monaten hunderttausende neue User gewinnen, allein in Österreich. Allerdings ist wohl davon auszugehen, dass Facebook noch länger das Dominierende unter allen Anbietern sein wird. Und viele wissen auch, dass mit Whatsapp und Instagram noch zwei weitere sehr wichtige soziale Netzwerke zum Facebook Konzern gehören. Ungebrochen populär ist übrigens die größte Videoplattform der Welt: Youtube vom Google Eigentümer Alphabet. Viele vergessen, dass es sich hierbei ebenfalls um ein soziales Netzwerk handelt.

Sharing Economy

Ein weiterer wichtiger Trend ist die Sharing Economy. Hierbei handelt es sich um Angebote, die über das Internet die Nutzung von alltäglich gebrauchten Dienstleistungen und anderen Angeboten anbieten. Ein Beispiel hierfür ist der Fahrdienstvermittler Uber, sowie AirBnb, welche Wohnräume vermittelt. Andere Beispiele sind Carsharing oder Coworking Spaces. Das Interessante hierbei ist: Die User brauchen heute kaum noch teure Investitionen in Eigentum zu tätigen, um qualitativ hochwertige Services nutzen zu können.

Banking und Finanzen

Auch im Bereich Banking tut sich derzeit online so einiges. Seit einigen Jahren sind zu den herkömmlichen Banken auf dem Markt Fintech Unternehmen und neuerdings auch Kryptowährungen als Konkurrenz entstanden. Mitunter kann man heute ganz einfach völlig kostenlose Bankkonten eröffnen, und Kreditkarten nutzen. Auch das Versenden und Empfangen von Geld ist in den letzten Jahren dramatisch vereinfacht und verbilligt worden. In diesem Bereich sehen viele Experten noch riesiges Potential.

All diese Trends bleiben interessant und bieten den Usern meist enormen Mehrwert. Und all diese Services wären ohne das Internet völlig undenkbar. Allerdings ist nicht alles, was diese Dienste bieten, unumstritten. Jeder Dienst bringt bekanntlich auch Nachteile mit sich. Letztlich wird aber der Markt entscheiden, welche Innovationen sich durchsetzen werden.

 

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