Tulln / Egon Schiele Museum rüstet sich für Gedenkjahr 2018

Blick auf das Egon Schiele Museum im niederösterreichischen Tulln an der Donau. Foto: Egon Schiele Museum

Blick auf das Egon Schiele Museum im niederösterreichischen Tulln an der Donau. Foto: Egon Schiele Museum

Am 31. Oktober 1918 verstarb Egon Schiele an der so genannten „spanischen Grippe“ in Wien. Das soeben begonnene Gedenkjahr 2018 ist für die Stadtgemeinde Tulln und die Niederösterreichische Museum Betriebs GmbH als Betreiber des Egon Schiele Museums in Tulln Anlass, die Kräfte zu bündeln und das Egon Schiele Museum komplett neu aufzustellen. Am 1. März 2018 werden die Pläne im Detail präsentiert. Am 7. April 2018 öffnet das neu gestaltete Haus seine Pforten.

Egon Schiele privat“ bleibt das Motto des musealen Kleinods am Donau-Ufer, denn hier in Tulln hat Egon Schiele ein Drittel seines viel zu kurzen Lebens verbracht. Kein Ort eignet sich daher besser, um den Menschen hinter dem Ausnahmekünstler besser kennenzulernen. Mit dem Geburtshaus von Egon Schiele im Bahnhofsgebäude, dem Egon Schiele Weg und dem Egon Schiele Museum wird Tulln zum Ausgangspunkt einer Entdeckungsreise an die niederösterreichischen Lebensorte Krems, Klosterneuburg und Neulengbach.

Museums-Kurator Christian Bauer anhand eines Zeitzeugengespräches mit der Texanerin Alessandra Comini in Dallas / Texas im Jahre 2015. Foto: Egon Schiele Museum

Museums-Kurator Christian Bauer anhand eines Zeitzeugengespräches mit der Texanerin Alessandra Comini in Dallas / Texas im Jahre 2015. Foto: Egon Schiele Museum

Bereits die Gestaltung des Vorplatzes des Museums mit einem neuen Zugang, einer Erweiterung des Kinderspielplatzes und einer Fassadengestaltung machen das ehemalige Stadtgefängnis zu einem einladenden Ort, der nun auch rollstuhlgerecht zugänglich ist. Das Erdgeschoß und der Shopbereich empfangen die Gäste mit Wohnzimmeratmosphäre. Eine eigene Schatzkammer mit Originalwerken widmet sich jährlich wechselnden Kapiteln aus dem Leben des Künstlers.

Durch ein symbolisches Portal betreten die Besucherinnen und Besucher die Lebenswelten von Egon Schiele. Zeitzeugengespräche der Texanerin Alessandra Comini mit Familie und Freunden Egon Schieles aus den 1960er-Jahren bilden die Basis für die Gestaltung des ersten Stocks des Museums. Mittels augmented reality in modernster Museumstechnologie werden sechs Stationen aus seinem Schaffen vor den Augen der Besucherinnen und Besucher begleitet von Originalstimmen sprichwörtlich zum Leben erweckt. Das Atelier im Obergeschoß des Gebäudes wird heller und offener gestaltet und steht im Rahmen von Veranstaltungen Schiele-Fans jeden Alters für kreative Tätigkeit zur Verfügung.

Das Egon Schiele Museum in Tulln wurde zu Egon Schieles 100. Geburtstag 1990 als erstes und nach wie vor einziges Museum gegründet, das sich ausschließlich mit Egon Schiele beschäftigt. Es erfreut sich einer sehr eingeschworenen, internationalen Fangemeinde. 28 Jahre sind kurz für ein Menschenleben aber eine lange Zeit für ein Museum. Anlässlich seines 100. Todestages bekommt es nun ein zeitgerechtes Update.

www.egon-schiele.eu/de

www.tulln.at

 

 

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