Tabakfabrik Linz / FOKUS CYBER SECURITY

Der Linzer Bürgermeister und Tabakfabrik-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger (zweiter von links) führte die Studienreise nach Israel an. Dort kam es auch zu einem Treffen mit dem früheren Bundeskanzler Christian Kern (ganz rechts) sowie dessen Ehefrau Eveline Steinberger-Kern, die mit ihrer Blue Minds Group über besondere Expertise und Kontakte im Bereich Cyber Security verfügen. Links am Foto: Mark Gazit, CEO der Firma ThetaRay, die via KI-Lösungen Sicherheitslücken in großen Datensätzen aufdeckt. Foto: © Tabakfabrik Linz

Der Linzer Bürgermeister und Tabakfabrik-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger (zweiter von links) führte die Studienreise nach Israel an. Dort kam es auch zu einem Treffen mit dem früheren Bundeskanzler Christian Kern (ganz rechts) sowie dessen Ehefrau Eveline Steinberger-Kern, die mit ihrer Blue Minds Group über besondere Expertise und Kontakte im Bereich Cyber Security verfügen. Links am Foto: Mark Gazit, CEO der Firma ThetaRay, die via KI-Lösungen Sicherheitslücken in großen Datensätzen aufdeckt. Foto: © Tabakfabrik Linz

Die globale Daten-Vernetzung ist unaufhaltsam – vom Smartphone bis zur Industrie 4.0. Was Wirtschaft und Kommunikation beflügelt, bietet auch Angriffsfläche für Kriminelle und Terroristen – entsprechend bedeutender wird Cyber Security. Wertvolle Erkenntnisse zu diesem Thema holte sich Tabakfabrik-Direktor Chris Müller bei einer von Bürgermeister Klaus Luger angeführten Studienreise nach Israel, das in Sachen OT1- und IT-Sicherheit in vielen Bereichen weltweit führend ist.

Die Linzer Delegation traf in Tel Aviv und Jerusalem mit ExpertInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen, wobei die vielfältigen Kontakte des Innovation-Hub-Netzwerkes Techhouse rund um Johannes Müller und der Blue Minds Group um das Ehepaar Kern genutzt wurden. Besuche gab es zum Beispiel beim Unternehmen Cylus, das Verkehrsdienstleister und Bahnunternehmen dabei unterstützt, durch Cyber-Angriffe verursachte Schäden wie Serviceunterbrechungen zu verhindern. Angriffsziele in der Eisenbahnindustrie sind vielfach Signal- und Steuerungsnetze. Cylus greift bei seinen Präventionsmaßnahmen auf das Know-how von Veteranen der technologischen Eliteeinheit der israelischen Verteidigungskräfte zurück.

Die globale Plattform SOSA wiederum verbindet Unternehmen, Regierungen und Städte im Bereich Cybersicherheit, Industrie 4.0 und datengesteuerter Zukunftslösungen. SOSA verfügt über ein Netzwerk von 15.000 Start-ups und 250 Investoren, Risikokapitalfonds und internationalen Konzernen.

Treffen mit Christian Kern

Joint Venture Partner von SOSA HLS ist auch die österreichische Blue Minds Group, die in Wien den Start-up-Hub weXelerate mitbegründet hat und mit Techhouse auch vom Open Innovation Centre der JKU in Linz aus operiert. Gesellschafter von Blue Minds sind der frühere Bundeskanzler Christian Kern und dessen Ehefrau Eveline Steinberger-Kern, die das Unternehmen 2014 in Israel gegründet hat. Bürgermeister Luger konnte sich im Zuge der Studienreise auch mit dem Ehepaar Kern austauschen.

Im Zeitalter der Digitalisierung und allumfassenden Vernetzung müssen Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft auch im Bereich der Sicherung ihrer Systeme den nächsten Entwicklungsschritt machen. Das israelische Innovations-Ökosystem ist im Bereich Cyber Security im internationalen Vergleich führend und entwickelt durch die Zusammenarbeit von Politik, Forschung und privaten Institutionen Lösungen, die auf der ganzen Welt zur Anwendung kommen. Europas Wirtschaft und Industrie können von diesem Wissen profitieren, müssen aber auch den akuten Ernst der Lage erkennen!“ so Christian Kern, Managing Partner der Blue Minds Group.

Gerade für einen Standort wie Linz ist es von entscheidender Bedeutung, dass Industrieunternehmen und sensible Infrastrukturen wie die Wasserversorgung oder die Verkehrsdienstleistungen vor Cyber-Angriffen bestmöglich und durch modernste Sicherheitsvorkehrungen geschützt sind. Durch die Studienreise nach Israel konnten wir wertvolle Kontakte knüpfen und uns beim Thema Cyber Security auf den neuesten Stand bringen.“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

„Cyber Security spielt für viele Unternehmen in der Tabakfabrik Linz eine entscheidende Rolle. Die Innovations-Mission nach Israel hat auch gezeigt, dass Sicherheit sowohl in der IT, aber vor allem auch im industriellen Umfeld von OT ein Geschäftsfeld mit enormen Wachstumschancen ist. Genau deshalb wird die Tabakfabrik Labor und Bühne für alle Entwicklungen in diesem Bereich sein und beginnend mit einem Kongress in der Lösehalle einen Veranstaltungsschwerpunkt zum Thema Cyber Security etablieren.“, ergänzt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

Bereits Anfang des Jahres machte die Veranstaltung „Abwehr von Wirtschaftskriminalität – Schützen Sie ihr geistiges Eigentum“ mit Experten des Wiener Start-ups Eventus den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema (OT- und IT-)-Sicherheit. Im kollaborativen Konzern Tabakfabrik soll allen PionierInnen die Möglichkeit offenstehen, auf entsprechende Expertise zurückzugreifen, um Innovationen zu schützen, die vor Ort entstehen. Pionierarbeit leisten bereits jetzt Start-ups mit Standort in der Tabakfabrik: Tributech Solutions etwa befasst sich mit Sicherheit im Datenaustausch zwischen Unternehmen und weiteren Aspekten.

Cyber Security: Milliardenschäden & Milliarden-Markt

Mehr als jedes dritte Unternehmen war schon einmal Opfer von Wirtschafts- und Industriespionage und mehr als der Hälfte aller Unternehmen wurde bereits Schaden durch Wirtschaftskriminalität zugefügt. Allein der Schaden durch Konkurrenzspionage, Sabotage und Datendiebstahl macht inklusive der sehr hohen Dunkelziffer – die meisten Fälle werden nicht entdeckt, geschweige denn gemeldet – in Österreich jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro aus.

Entsprechend hoch ist auch das Schutzbedürfnis: Der Markt für Cyber Security befand sich im Vorjahr auf Rekordkurs. Allein in Deutschland stiegen die Ausgaben für Hardware, Software und Services um zehn Prozent auf etwa 4,6 Milliarden Euro. Für 2020 wird ein weiteres starkes Wachstum auf knapp fünf Milliarden Euro vorhergesagt. Trotz der steigenden Ausgaben haben vor allem viele kleiner Unternehmen noch Nachholbedarf – unter anderem in der Schulung der eigenen Mitarbeiter und bei der Aufsetzung der Prozesse für den Notfall.

Quelle: Tabakfabrik Linz

Lesen Sie noch mehr über die LinzerTschickbude“ bei uns bitte hier;

www.tabakfabrik-linz.at

www.linz.at

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